Rohstoffe

Ölpreise weiter im Aufwind

Energie: Ölpreise weiter im Aufwind, kräftiger Lagerabbau in den USA

Die Ölpreise setzen ihren Höhenflug fort. Brent steigt am Morgen auf knapp 55 USD je Barrel, WTI auf gut 51 USD. Noch immer sorgt die überraschend kräftige freiwillige Fördermengenkürzung Saudi-Arabiens für Rückenwind. Denn dadurch dürfte der Ölmarkt im ersten Quartal trotz einer wegen der verschärften Mobilitätseinschränkungen in vielen Verbrauchsländern schwächeren Nachfrage verknappt werden. Mit der Anhebung der offiziellen Verkaufspreise im Februar für Lieferungen nach Asien hat Saudi-Arabien ein weiteres positives Preissignal gesetzt, da dies als Indiz einer stärkeren Nachfrage in dieser für den Ölmarkt wichtigsten Region verstanden werden kann. Hinzu kamen noch die Lagerdaten des US-Energieministeriums, die einen überraschend kräftigen Rückgang der US-Rohölvorräte in der letzten Berichtswoche um 8 Mio. Barrel zeigten. Zum Vergleich, das API hatte am Vortag nur einen Lagerabbau um 1,7 Mio. Barrel berichtet. Allerdings sind die Daten am Jahresende mit Vorsicht zu genießen, da diese durch einen Steuereffekt verzerrt sein können. Denn in einigen Regionen der USA werden zum Jahresende Steuern fällig, wobei die Höhe der Rohölvorräte als Bemessungsgrundlage dient. Daher besteht ein Anreiz, diese möglichst gering auszuweisen. Die Lagerbestände von Ölprodukten stiegen dagegen kräftig, was auf eine deutlich schwächere Nachfrage nach Benzin und Destillaten zurückzuführen war. Dies spielte in der Wahrnehmung gestern aber keine Rolle. Ebenfalls weitgehend ignoriert wurde die OPEC-Produktionsumfrage von Reuters. Demnach ist die Ölproduktion der OPEC im Dezember um 280 Tsd. auf 25,6 Mio. Barrel pro Tag gestiegen. Das ist der sechste Monatsanstieg in Folge und die höchste Produktionsmenge seit Beginn der Produktionskürzungen. Hauptverantwortlich für den Anstieg war abermals Libyen, das von den Kürzungen ausgenommen ist. Aber auch die am “OPEC+”-Abkommen beteiligten Länder weiteten ihre Produktion geringfügig aus. Im Januar dürfte die OPEC-Fördermenge im Einklang mit der beschlossenen Produktionserhöhung weiter steigen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold steigt erst auf 2-Monatshoch, stürzt dann aber ab

Wie sich gestern bereits im Laufe des Tages herauskristallisierte, haben verschiedenen US-Medienberichten zufolge die Demokraten bei den Stichwahlen zum US-Senat im Bundesstaat Georgia beide Sitze gewonnen. Der neu gewählte US-Präsident Biden verfügt damit über eine eigene Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses, was ihm das Regieren einfacher machen dürfte. Die neue Konstellation lässt weitere fiskalpolitische Stimulierungsmaßnahmen in den USA erwarten. Schon kurzfristig könnten neue Corona-Hilfsmaßnahmen beschlossen werden, die von den Republikanern bislang abgelehnt wurden. Im Vorfeld wurde bereits von einer „blauen Welle“ gesprochen (die Farbe der Demokraten in den USA ist blau). Dies dürfte die Wirtschaft stimulieren und für ein Anziehen der Inflation sorgen. Einhergehend damit dürften die Realrenditen fallen. Auf jeden Fall hat es bereits den US-Dollar belastet: Der handelsgewichtete Dollar-Index ist auf ein neues Mehrjahrestief gefallen. In einer ersten Reaktion hat Gold hiervon und in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitiert. Es ist auf ein neues 2-Monatshoch von 1.960 USD je Feinunze gestiegen. Gold in Euro gerechnet legte wegen der schwachen US-Währung nur unterproportional zu. Mit fast 1.590 EUR je Feinunze hat es aber ein 7-Wochenhoch erreicht. Silber wurde von Gold mit nach oben gezogen und ist auf knapp 28 USD je Feinunze gestiegen, ein 4-Monatshoch. Wie aus dem Nichts sackte der Goldpreis am Nachmittag aber ab und fiel im Tief bis auf 1.900 USD. Zum Preisrückgang haben wahrscheinlich die gestiegenen Anleiherenditen beigetragen – in den USA ist die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen erstmals seit März über die 1%-Marke gestiegen. Auch hier dürfte die Aussicht auf eine noch expansivere Fiskalpolitik eine Rolle gespielt haben. Über Nacht hat sich Gold um rund 25 USD erholt. Die Unruhen in Washington hatten hierauf aber wohl nur geringen Einfluss.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Nickel springt über die Marke von 18.000 USD je Tonne

Wie wir bereits am Montag hier kurz angerissen hatten, ist der Nickelpreis gleich zu Jahresbeginn um über 5% nach oben gesprungen. Seitdem hat er weiter zugelegt; heute Morgen steigt er erstmals seit 16 Monaten über die Marke von 18.000 USD je Tonne. Schon in der ersten Dezemberhälfte hatte der Nickelpreis um fast 2.000 USD angezogen. Neben der guten Marktstimmung und dem schwachen US-Dollar wird der jüngste Preissprung mit guten Aussichten für die Nickelnachfrage zur Produktion von Batterien für Elektroautos begründet. Die Batterieproduktion ist auch unseres Erachtens der wichtigste Treiber für die Nickelnachfrage in den nächsten Jahren. Preislich betrachtet dürften Elektroautos etwa Mitte dieses Jahrzehnts mit Autos mit Verbrennungsmotoren auf Augenhöhe sein, was den Elektroautos unserer Meinung nach mehr und mehr Schub geben sollte. In Norwegen wurden bereits letztes Jahr erstmals mehr Elektroautos verkauft als solche mit Verbrennungsmotoren. Auch wenn dies mit deutlich steigenden Nickelpreisen einhergehen dürfte, ist der jüngste Preisanstieg unseres Erachtens zu schnell erfolgt. Noch ist die Edelstahlindustrie der mit Abstand wichtigste Nickelkonsument. Und die Edelstahlhersteller kämpfen mit den hohen Nickelpreisen, die deren Produktionskosten spürbar steigen lassen. Kurz vor Weihnachten wurde aus dem asiatischen Raum berichtet, dass Edelstahlhersteller Angebote an ihre Kunden und Händler zurückgezogen haben, um ihre Preise an die stark gestiegenen Rohmaterialkosten anzupassen. Auf die Edelstahlkonsumenten kommen neben den hohen Produktpreisen auch steigende Frachtkosten zu, da es derzeit Industriekreisen zufolge nicht genügend Container-Kapazitäten gibt. Der vom maritimen Research- und Beratungsunternehmen Drewry berechnete „Welt-Container-Index“ für 40-Fuß-Container lag Ende Dezember auf einem Rekordhoch (4.359 USD je Container).

Produktidee: Faktor-Optionsscheine

Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!