Rohstoffe

Ölpreise weiter im Aufwind

Energie: OPEC+ zeigt Willen zur Einigkeit

Der Brentölpreis steigt am Morgen auf knapp 39 USD je Barrel, den höchsten Stand seit knapp drei Monaten. Seit gestern ist der August-Kontrakt bei Brent die Referenz. Allein durch den Kontraktwechsel sprang der Preis gestern um knapp 2 USD nach oben, weil der August-Kontrakt deutlich höher notierte als der am Freitag ausgelaufene Juli-Kontrakt. Bei WTI gab es keinen Kontraktwechsel. Hier notiert der nächstfällige Kontrakt (Juli) bei knapp 36 USD ebenfalls auf dem höchsten Stand seit fast drei Monaten. Die Strategie der OPEC+, das Ölangebot im Mai und Juni um 9,7 Mio. Barrel pro Tag zu reduzieren, ist somit aufgegangen. Laut einer Umfrage von JBC Energy lag die Umsetzung der an den Kürzungen beteiligten Länder bei sehr hohen 89% (OPEC) bzw. 92% (OPEC+). Etwas geringer war die Disziplin laut einer Umfrage von Reuters mit 74%. Die OPEC scheint sich bereits einig zu sein, die im Mai und Juni geltenden Produktionskürzungen um zwei Monate zu verlängern. Ein Beschluss dazu soll auf einer virtuellen Schalte schon an diesem Donnerstag getroffen werden. Ursprünglich sollte die Sitzung erst am 9./10. Juni stattfinden. Den Beschluss um eine Woche vorzuziehen, würde ein starkes Signal der Einigkeit an den Markt senden. Russland scheint für eine Verlängerung bis Anfang September ebenfalls an Bord zu sein. Die Ölproduktion Russlands lag im Mai gut informierten Kreisen zufolge bei 9,39 Mio. Barrel pro Tag. Zieht man davon die Ölkondensate ab, so lag die Produktion nur knapp über der vereinbarten Menge von 8,5 Mio. Barrel pro Tag. Saudi-Arabien und drei weitere arabische Länder wollen ihre Ölproduktion in diesem Monat gemäß vorheriger Ankündigung um weitere 1,2 Mio. Barrel pro Tag reduzieren. Auch in den USA stehen die Zeichen auf weitere Drosselung der Produktion. Die Zahl der aktiven Ölbohrungen fiel in der letzten Woche laut Baker Hughes auf nur noch 222, den niedrigsten Stand seit 11 Jahren. Noch hat der Preisanstieg also nicht zu einer Erholung der Bohraktivität geführt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SR8CX1CallOil Brent FutureHebel: 4,1
CL97W7PutOil Brent FutureHebel: 3,9
CL956BCallOil WTI Light FutureHebel: 3,5
CL7MRTPutOil WTI Light FutureHebel: 3,7
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetallle: Gold nimmt neuen Anlauf

Gold konnte über die Pfingsteiertage ordentlich zulegen und handelt am Morgen bei 1.740 USD je Feinunze. Vom Tief in der letzten Woche hat sich Gold um mehr als 40 USD verteuert. Bis zum 7½-Jahreshoch von Mitte Mai fehlen damit noch rund 25 USD. Der jüngste Preisanstieg wurde unterstützt durch einen schwächeren US-Dollar, der gegenüber dem Euro seit letztem Mittwoch ca. 2 US-Cents verlor. Darin kommt der höhere Risikoappetit an den Finanzmärkten zum Ausdruck, was sich in steigenden Aktienmärkten widerspiegelt. Der S&P 500 notiert wieder über der Marke von 3.000 Punkten und hat damit ca. 70% des coronabedingten Absturzes im Februar/März wettgemacht. Der Goldpreis in Euro stieg dagegen kaum und handelt wenig verändert bei 1.560 EUR je Feinunze. Das Rekordhoch von Mitte Mai bleibt damit noch mehr als 70 EUR entfernt. Wir gehen allerdings davon aus, dass auch dieses in Kürze wieder in Schlagdistanz gerät. Denn der von der EU-Kommission vorgeschlagene 750 Mrd. Euro schwere Wiederaufbaufonds würde zu einem dramatischen Anstieg der Schulden in der EU führen, selbst wenn diese nicht auf die einzelnen Länder angerechnet werden sollten. Zudem dürfte die EZB in dieser Woche eine Aufstockung ihres während der Coronapandemie aufgelegten Anleihekaufprogrammes PEPP um 500 Mrd. auf dann 1,25 Bio. EUR beschließen, damit sie zumindest bis Mitte 2021 im aktuellen Ausmaß Anleihen kaufen kann. Die dadurch ausgelöste Ausweitung der EZB-Bilanzsumme kommt einer Verwässerung des Euro-Wertes gleich. Das Gleiche gilt allerdings auch für den USD, da auch die Fed die Bilanzsumme massiv ausweitet. Dass die Anleger dem beispiellosen Gelddrucken der beiden wichtigsten Zentralbanken misstrauen, zeigt sich auch an den anhaltenden Zuflüssen in die Gold-ETFs. Im Mai flossen 140 Tonnen Gold in die von Bloomberg erfassten ETFs. Gestern gab es den 27. Tag in Folge ETF-Zuflüsse. Bis zur Einstellung der Rekordstrecke im Januar/Februar fehlt damit nur noch ein Tag.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Höhere Verfügbarkeit von Kupfer voraus

Der LME-Industriemetallindex ist auf den höchsten Stand seit Mitte März gestiegen. Der offizielle und der private (Caixin) Einkaufsmanagerindizes für China lagen im Mai mit 50,6 bzw. 50,7 erneut über die Marke von 50 und deuten damit auf eine weitere Erholung der chinesischen Wirtschaft hin. Der Index für den Dienstleistungssektor, der mehr als die Hälfte des China-BIPs verantwortet, ist sogar stärker als erwartet auf 53,6 gestiegen. Der Anstieg des Kupferpreises, der häufig als vorlaufender Konjunkturindikator angesehen wird, überrascht also wenig, zumal die Lagerbestände an der SHFE in Shanghai erstmals seit Mitte Januar unter 150 Tsd. Tonnen gefallen sind. Noch im März lagen sie bei über 380 Tsd. Tonnen. Offensichtlich haben die coronabedingten Minenschließungen (bislang) einen größeren Einfluss auf die Verfügbarkeit von Kupfer gehabt als die Nachfrageschwäche. Doch insbesondere mit der Wiederinbetriebnahme der Kupferminen in Peru, dem zweitgrößten Minenproduzenten der Welt, dürfte sich die Konzentratverfügbarkeit wieder verbessern. Deshalb haben sich die Verarbeitungs- und Raffineriemargen bei Kupfer, sog. TC/RC, die (chinesische) Raffinerien für das Konzentrat an die Minen bezahlen, jüngst wieder erholt. Im Mai sind diese wegen der niedrigen Konzentratimporte teilweise auf die tiefsten Stände seit 2012 gefallen. Das Angebot in China dürfte sich also angesichts einer höheren Verfügbarkeit von Konzentrat und Kupferschrott sowie steigenden Importen – die zollfreien Lager in Shanghai sind zuletzt laut SMM erstmals seit neun Wochen ununterbrochener Rückgänge um 2 Tsd. auf 212 Tsd. Tonnen gestiegen – erhöhen. Auf der anderen Seite bleibt der Ausblick für die weltweite Nachfrage angesichts der Wirtschaftsschwäche eingetrübt. Wir halten den Anstieg des Kupferpreises, der sich vom Tief im März bereits um knapp 20% auf rund 5500 USD je Tonne erholt hat, für verfrüht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.