Rohstoffe

Ölpreise wegen Nachfragesorgen unter Druck

Energie: Ölpreise wegen Nachfragesorgen unter Druck

Die Ölpreise starten mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche. Brent gibt gut 2 USD nach und fällt unter die Marke von 120 USD je Barrel. WTI verliert ähnlich stark auf gut 118 USD je Barrel. Gasöl fällt nach dem Kontraktwechsel auf 1.260 USD je Tonne zurück. Die Preisdifferenz zwischen Gasöl und Brent verringert sich zudem auf 44 USD je Barrel. Auslöser für den Preisrückgang sind Nachfragesorgen aufgrund neuerlicher Corona-Lockdowns in China und Rezessionssorgen in den USA und in Europa. Nach Shanghai werden nun auch in der Hauptstadt Peking verpflichtende Massentests durchgeführt. Zudem verhängten die Behörden auch in Peking lokale Lockdowns. Hoffnungen auf eine schnelle und vollständige Normalisierung der Ölnachfrage in China, dem zweitwichtigsten Ölverbrauchsland weltweit, nach der Aufhebung der vorherigen Lockdowns sind somit verfrüht gewesen. Als weiteres belastendes Thema kommen neue Rezessionssorgen hinzu, nachdem die Inflationsrate in den USA deutlich stärker ausgefallen ist als erwartet (siehe Edelmetalle). Sollte die Fed die Zinsen daraufhin deutlich stärker anheben müssen und die US-Wirtschaft in die Rezession rutschen, würde das auch die Ölnachfrage im weltgrößten Ölverbrauchsland treffen. Rezessionssorgen gibt es zudem auch in Europa, nachdem die EZB letzte Woche recht deutliche Zinsanhebungen angekündigt hat. Somit steigen in den drei wichtigsten Nachfrageregionen die Risiken für die Ölnachfrage. Dass gleichzeitig der US-Dollar kräftig aufwertet, kommt als dritter Belastungsfaktor hinzu. Die Nachricht, dass die Ölproduktion in Libyen beinahe zum Erliegen gekommen ist, hilft den Ölpreisen heute dagegen nicht. Laut dem libyschen Energieminister sind derzeit 1,1 Mio. Barrel an täglicher Produktion lahmgelegt, nachdem durch Proteste zwei wichtige Häfen im Osten des Landes schließen mussten. Eine derartige Nachricht hätte die Preise vor einer Woche noch deutlich steigen lassen. Dass dies bislang ausbleibt, kann auf einen Stimmungswechsel am Ölmarkt hindeuten. Allerdings ist es noch immer möglich, dass der Preis mit Verzögerung auf diese Nachricht reagiert, da sie offenbar noch nicht vollständig am Markt angekommen ist.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
SH0GT7LongGas Oil FutureFaktor: 3
SH0GUQShortGas Oil FutureFaktor: -3
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold springt nach US-Inflationsdaten nach oben

Wie am Freitag veröffentlicht wurde, ist die Inflation in den USA im Mai unerwartet auf einen neuen Höchststand von 8,6% gestiegen. Die Preise haben dabei auf breiter Basis zugelegt. Hoffnungen, dass die Inflation in den USA ihren Hochpunkt erreicht haben könnte, wurden damit enttäuscht. Der Inflationsdruck bleibt vielmehr groß, zumal in den letzten Wochen die Benzinpreise deutlich gestiegen sind. Die Reaktionen der Märkte auf die Inflationszahlen waren deutlich: Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro kräftig auf unter 1,05 EUR-USD aufgewertet. Daneben sind in den USA die Anleiherenditen stark gestiegen – im 10-Jahresbereich auf fast 3,2%, im 2-Jahresbereich erstmals seit 14 Jahren auf über 3%. Die Marktteilnehmer haben zudem in Reaktion auf die Inflationszahlen ihre Zinserwartungen an die US-Notenbank Fed nach oben geschraubt: Sie erwarten jetzt, dass die US-Leitzinsen am Jahresende bei 3,5% stehen (Obergrenze, aktuell 1,0%), 50 Basispunkte mehr als vor den Inflationsdaten. Am Mittwoch dürfte die Fed wie schon auf ihrer Sitzung Anfang Mai die Zinsen abermals um 50 Basispunkte anheben und weitere Zinsschritte signalisieren. Der Goldpreis hatte am Freitag auf die Inflationsdaten zunächst negativ reagiert und ist auf 1.830 USD je Feinunze gefallen. Nur kurze Zeit später ist er dann allerdings deutlich auf rund 1.870 USD gestiegen. Er hat dabei sowohl den festen US-Dollar als auch die gestiegenen Anleiherenditen ignoriert. Offenbar war Gold als wertstabile Anlage gefragt. Auch kam Gold wohl seine Eigenschaft als sicherer Hafen im Zuge der Konjunktursorgen und der gefallenen Aktienmärkte zugute. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs erfreuten sich am Freitag über Zuflüsse von fast 3 Tonnen. Während Gold heute Morgen die Gewinne von Freitag weitgehend verteidigt und nur leicht nachgibt, stehen die anderen Edelmetalle deutlicher unter Druck. Sie werden wohl von den schwachen Industriemetallen mit nach unten gezogen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33 LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SF4YARLongSilver FutureFaktor: 7
SD3YJRShortSilver FutureFaktor: -7
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
SH2G4ALongPlatinum FutureFaktor: 7
SF2RTVShortPlatinum FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Schlechte Stimmung, rekordhohe chinesische Aluminiumexporte

Die Stimmung an den Metallmärkten hat sich zuletzt wieder spürbar eingetrübt. Der LME-Industriemetallindex hat seit Mitte letzter Woche knapp 4% verloren. Auch zu Beginn der neuen Handelswoche zeigen sich die Metallpreise von ihrer schwachen Seite: Sie geben allesamt nach – sowohl an der LME in London als auch an der SHFE in Shanghai. Kupfer fällt unter 9.400 USD je Tonne zurück, Aluminium rutscht auf ein 6-Monatstief von 2.640 USD je Tonne ab und Eisenerz gibt um 4,5% auf rund 133 USD je Tonne nach. An den Märkten scheint sich wieder eine höhere Risikoaversion breit gemacht zu haben, die sich auch in schwachen Aktienmärkten widerspiegelt. Offenbar haben Konjunktur- und damit auch Nachfragesorgen die Oberhand zurückgewonnen, da in China in einigen großen Städten neue Corona-Restriktionen eingeführt werden, um einen neuen Ausbruch des Virus einzudämmen. Die diese Woche zur Veröffentlichung anstehenden Mai-Konjunkturdaten aus China werden unseres Erachtens das Ruder nicht herumreißen, da sie noch von den bisherigen Corona-Restriktionen negativ beeinflusst sein dürften. Auch die überraschend hohen Inflationsdaten aus den USA und der daraufhin weiter feste US-Dollar lasten wohl auf den Metallpreisen. Wie die letzte Woche veröffentlichten Daten der chinesischen Zollbehörde zeigten, hat China im Mai mit knapp 677 Tsd. Tonnen eine rekordhohe Menge Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert. Die Ausfuhren waren mehr als 50% höher als im Vorjahr. In den ersten fünf Monaten des Jahres lagen die Aluminiumexporte damit 34% über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die chinesischen Händler hatten sich unter anderem Arbitragemöglichkeiten zunutze gemacht, da die Weltmarktpreise – wohl auch bedingt durch den Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Angebotssorgen – höher waren als die chinesischen Aluminiumpreise. Dies hat sich mittlerweile aber geändert, da die LME-Preise in den letzten Wochen stärker gefallen sind als die SHFE-Preise, so dass China in den kommenden Monaten unseres Erachtens weniger Aluminium exportieren dürfte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureHebel: 5
SH0ETJShortCopper FutureHebel: -5
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Investieren in Impfstoff-Hersteller

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