Rohstoffe

Ölpreise wegen der Blockade des Suezkanals weiterhin volatil

Energie: Ölpreise wegen der Blockade des Suezkanals weiterhin volatil

Die Ölpreise nehmen die anhaltende Blockade des Suezkanals durch ein auf Grund gelaufenes Containerschiff bislang erstaunlich gelassen auf. Einem Anstieg am Mittwoch um 6%folgte gestern ein Rückgang um 4%. Zwar steigen die Preise heute wieder um ca. 2%. Bei all dem hin und her der letzten Tage dürften die Ölpreise die Woche dennoch mit einem Minus abschließen, sofern heute kein deutlicher Preisanstieg erfolgt. Vor zwei Wochen hätte die Nachricht von der Blockade einer der wichtigsten Transportrouten der Welt die Ölpreise sicherlich kräftig steigen lassen. Seither hat sich die Marktstimmung aber deutlich verändert. Der Nachfrageoptimismus ist verflogen und einer deutlich skeptischeren Einschätzung der Nachfrageaussichten gewichen. Grund hierfür sind die verschärften und verlängerten Lockdowns in Europa und steigende Neuinfektionen in Indien. Wenn die Blockade länger andauert, die Rede ist inzwischen von bis zu einer Woche, könnte es allerdings zu lokalen Versorgungsengpässen kommen. Schließlich sollen sich inzwischen mehr als 30 Öltanker auf beiden Seiten des Kanals stauen. Die Tankerraten sind in der Folge des Zwischenfalls bereits deutlich gestiegen und einige Schifffahrtsgesellschaften erwägen bereits, die längere Route rund um Afrika zu nehmen. Dies dauert allerdings zwei Wochen länger und erhöht die Transportkosten. Laut der auf die Beobachtung von Öltankern spezialisierten Firma Kpler wurden im letzten Jahr täglich 1,74 Mio. Barrel Rohöl und 1,54 Mio. Barrel Ölprodukte durch den Suezkanal transportiert. Allerdings hat der Suezkanal nicht mehr die Bedeutung für den Öltransport wie früher, da der Großteil des in der Golfregion geförderten Öls nach Asien verschifft wird. Europa bezieht sein Öl größtenteils von anderen Anbietern wie Russland, Norwegen, Libyen und Nigeria. Tankschiffe, die Öl von der Nordsee nach China transportieren, nehmen in der Regel die Route um Afrika herum. Zudem gibt es die Sumed-Pipeline, die parallel zum Suezkanal auf dem Landweg verläuft, mittels der das Öl ebenfalls transportiert werden kann. Wirklich knapp dürfte Öl daher nicht werden, wegen der gestiegenen Tankerraten für die Verbraucher allerdings teurer.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold mit relativer Stärke

Obgleich der Goldpreis heute Morgen wieder knapp unter 1.730 USD je Feinunze notiert, zeigt er u.E. relative Stärke. Die ansonsten belastenden Faktoren, wie die steigenden Aktienmärkte und der feste US-Dollar, scheinen den Goldpreis aktuell nicht allzu sehr zu belasten. Der handelsgewichtete Dollar-Index, der häufig eine negative Korrelation zum Goldpreis aufweist, ist gestern auf ein 4-Monatshoch gestiegen. Außerdem haben die US-Anleiherenditen nach einer schwächer als erwarteten Auktion von 7-jährigen Anleihen des US-Schatzamtes, bei der die Nachfrage unter den Durchschnitt der letzten Auktionen fiel, wieder etwas angezogen. Normalerweise belasten steigende Renditen den Goldpreis, weil Gold eine zinslose Anlage ist. Auch verzeichneten die Gold-ETFs weitere Abflüsse – gestern sind deren Bestände um 2 Tonnen gefallen. In nur zwei Monaten sanken sie um 6,5% bzw. 216 Tonnen. Darüber hinaus zeigt sich die chinesische Nachfrage weiter recht schwach: Die Februar-Importe aus Hongkong waren im Vergleich zum Vormonat mit 4,2 Tonnen nahezu unverändert, gegenüber Vorjahr sind sie um 8% gefallen. Wenngleich die Daten aus Hongkong möglicherweise kein vollständiges Bild der chinesischen Käufe wiedergeben, da Gold auch über Shanghai und Peking importiert wird, deutet auch die Entwicklung der physischen Prämien auf eine Nachfrageschwäche hin. Dies alles hat den Goldpreis nicht sonderlich beeindruckt. In Euro gerechnet war er gestern sogar auf ein 4-Wochenhoch von über 1.470 EUR je Feinunze gestiegen, was allerdings auf den festen US-Dollar zurückzuführen ist.

Der Palladiumpreis scheint der Dollar-Stärke ebenfalls zu trotzen und legt heute Morgen auf 2.650 USD je Feinunze zu. Der Wassereinbruch in zwei Minen des weltgrößten Palladiumproduzenten aus Russland droht, einen bereits angespannten Markt noch weiter einzuengen. Dieses Jahr halten wir ein Angebotsdefizit von über 1 Mio. Unzen für möglich. Wir haben daraufhin unsere Preisprognosen nach oben angepasst

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Lange Lieferzeiten für Stahlprodukte

Gemäß der am Dienstag veröffentlichten Daten des Weltstahlverbands ist die globale Stahlproduktion im Februar gegenüber Vorjahr um 4,1% auf 150,2 Mio. Tonnen gestiegen. Auf Tagesbasis wurde ein Rekordniveau von 5,36 Mio. Tonnen erzielt. Der Anstieg erfolgte größtenteils wegen China, wo die Produktion um 10,9% ausgeweitet wurde. China war vor einem Jahr im Corona-bedingten Lockdown, daher ist die Steigerungsrate auch ein Basiseffekt. Die stärksten Rückgänge unter den großen stahlproduzierenden Ländern gab es in den USA und in Deutschland mit über 10%. Laut der Wirtschaftsvereinigung Stahl wurde hierzulande die Produktion durch das schlechte/kalte Wetter beeinträchtigt, da deswegen nicht genügend Rohmaterialien zu den Stahlwerken geliefert werden konnte. Indien und Japan als weltweit zweit- und drittgrößter Hersteller haben ebenfalls weniger Stahl produziert. Laut Einschätzung von S&P Global Platts, die sich auf den Verband der europäischen Stahlproduzenten (Eurofer) beziehen, reicht in der EU der unterstellte Produktionsanstieg in diesem Jahr nicht aus, die durch fiskalpolitische Maßnahmen unterstützte erwartete Nachfrageerholung zu befriedigen. Dies hat demnach bei verschiedenen Stahlprodukten bereits zu einer Knappheit geführt und deren Preise stark steigen lassen. Die Knappheit macht sich teilweise in niedrigen Lagerbeständen bemerkbar und dürfte bis ins dritte Quartal hinein anhalten. Diese Einschätzung teilt auch der Stahlanalysedienst MEPS. Er erwartet, dass die Preise für warmgewalzten Stahl in Europa in den nächsten Wochen Rekordniveaus erklimmen werden, bevor es im zweiten Halbjahr zu einer Korrektur kommt. Dann sollten die Märkte eher wieder im Gleichgewicht sein. Laut MEPS bedienen viele Hersteller von Flachstahlprodukten aktuell nur noch das Kontraktgeschäft und Stammkunden. Die meisten Produzenten von Langstahl seien ausgebucht.

Technologiewerte im Fokus

Seit dem Corona-Crash 2020 haben sich die Aktienmärkte oft mehr als erholt. Dabei sticht vor allem der Tech-Sektor mit seiner Performance hervor. Hier erfahren Sie, was die Branche antreibt und welche Einzelwerte Sie sich einmal genauer ansehen sollten.