Rohstoffe

Ölpreise vor kräftigem Wochenverlust

Energie: Ölpreise vor kräftigem Wochenverlust

Die Ölpreise erholen sich heute leicht, stehen aber dennoch vor einem Wochenverlust von mehr als 5%. Gestern ging es mit den Preisen um weitere 2,6% nach unten. Brent fiel kurzzeitig unter 66 USD je Barrel und war damit so preiswert wie zuletzt im Mai. Wir erachten diesen Preisrückgang als übertrieben. Die dafür verantwortlichen Nachfragesorgen spielen sich bislang vor allem in den Köpfen der Marktteilnehmer ab. Wirklich belastbare Zahlen dafür gibt es bis auf die Abwärtsrevision der Nachfrageprognose durch die IEA vor einer Woche noch nicht. Trotz der weiteren Anhebung der Ölproduktion durch die OPEC+ ist der Ölmarkt zumindest kurzfristig nicht überversorgt. Darauf deuten auch die Terminkurven hin, die auch am vorderen Ende weiterhin in Backwardation sind. Ein aktuelles Gerichtsurteil in den USA stärkt zudem die Position der OPEC+ als maßgeblichen Anbieter am Ölmarkt. Denn ein Bundesgericht verbot einem US-Ölunternehmen, ein geplantes Ölprojekt in Alaska weiter voranzutreiben. Damit wurde die vom früheren Präsidenten Trump erteilte Genehmigung annulliert. Dies zeigt einmal mehr, wie schwierig es für westliche Ölunternehmen inzwischen geworden ist, neue Projekte zu planen und umzusetzen.

Hoffnung auf baldigen Start von Nord Stream 2 bremst Gaspreisrally aus

Der Gaspreis am europäischen Kassamarkt ist gestern auf gut 40 EUR je MWh gefallen, nachdem der Preis des nächstfälligen Monatsfutures am virtuellen Knotenpunkt TTF noch am Montag bei gut 48 EUR Intraday ein neues Rekordhoch markiert hatte. Auslöser für die Korrektur um 16% waren Hoffnungen auf einen baldigen Start von Nord Stream 2. Gestern präzisierte der größte russische Gasproduzent erstmals, dass noch dieses Jahr 5,6 Mrd. Kubikmeter durch die neue Pipeline gepumpt werden könnten. Das würde zumindest etwas Entlastung am durch Lieferausfälle und eine hohe Nachfrage momentan angespannten europäischen Gasmarkt schaffen und dürfte einige Investoren zu Gewinnmitnahmen veranlasst haben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD13PBLongOil Brent FutureFaktor: 5
SD2TANShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD1XJGLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
SD2S7WLongNatural Gas FutureFaktor: 5
SF2DF8ShortNatural Gas FutureFaktor: -5
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Edelmetalle: Platin und Palladium im Abwärtssog der Industriemetalle

Gold hat das Protokoll der letzten Fed-Sitzung halbwegs verdaut und sich bei knapp 1.790 USD je Feinunze stabilisiert. Vor der Zentralbankkonferenz in Jackson Hole nächste Woche dürfte es Gold unseres Erachtens allerdings schwer haben, die restlichen Verluste im Zuge des US-Arbeitsmarktberichts aufzuholen. Stark unter Druck standen gestern erneut die industriellen Edelmetalle, die von den fallenden Industriemetallen mit nach unten gezogen wurden. Platin ist zeitweise um 3,5% auf ein 8-Monatstief von 964 USD je Feinunze gefallen. Palladium sackte um fast 5% ab auf 2.300 USD je Feinunze. Dies ist der niedrigste Wert seit fünf Monaten. Auch wenn sich beide Edelmetalle heute Morgen leicht erholen, steht Palladium vor dem größten Wochenverlust seit März letzten Jahres (-12%). Eine Rolle beim Preisrutsch von Platin und Palladium dürfte auch die zunehmende Chip-Knappheit in der Automobilindustrie gespielt haben. Einer der weltgrößten Automobilhersteller hatte deswegen gestern angekündigt, seine Produktion im September für mehrere Tage anzuhalten. Dies sollte sich in einer geringeren Nachfrage nach Platin und Palladium niederschlagen. Auch Silber hat gestern nachgegeben, allerdings längst nicht so stark wie Platin und Palladium. Es notiert bei 23,2 USD je Feinunze. Im Gegensatz zu Gold hat es seine Verluste nach den US-Arbeitsmarktdaten vor zwei Wochen aber kaum aufgeholt. Es handelt noch fast 2 USD unter dem Niveau, bevor der Absturz erfolgte. Da Silber mehrheitlich in der Industrie verwendet wird und daher kein reines Anlagemetall ist, wird es nicht nur von Gold, sondern auch von den Industriemetallen bewegt, die sich in den letzten Tagen sehr schwach zeigten. Der fast 70 Tonnen große Abfluss aus den Silber-ETFs hat gestern den Preis nicht stärker belastet. Dadurch wurde allerdings ein Großteil der Zuflüsse der vorangegangenen Tage wieder rückgängig gemacht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SD49EBLongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SD34P8ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Starke Preisschwankungen bei Kupfer & Co.

Kupfer ist gestern erstmals seit Mitte April unter die Marke von 9.000 USD je Tonne gefallen und im Tief bis auf 8.740 USD durchgerutscht. Die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie hatte nur kurz Unterstützung gegeben. Ihr Unterschreiten hat wohl zu technischen Anschlussverkäufen geführt und den Preisrückgang von Kupfer verstärkt. Im späteren Handel hat Kupfer etwa die Hälfte der Verluste aufgeholt und erholt sich heute Morgen weiter auf gut 9.000 USD. Kupfer wird von vielen Marktteilnehmern als Konjunkturbarometer wahrgenommen. Wahrscheinlich deshalb ist es in den letzten Tagen stärker gefallen als die anderen Industriemetalle, da die preisbelastenden Sorgen konjunktureller Natur sind (ausgehend von der Ausbreitung des Coronavirus). Zwar sind an den Metallmärkten dunkle Wolken aufgezogen, wir sind aber noch nicht überzeugt, dass dies den Beginn einer breit angelegten und länger anhaltenden Korrektur darstellt. In den letzten Monaten hatten sich die Metallpreise nach Rückschlägen stets schnell erholt. Zu Wochenbeginn gab es noch keine Anzeichen, dass der Kupferpreis gestern so stark fallen würde. Wir empfehlen Kupferkonsumenten, die niedrigeren Preise zu nutzen und ihren kurzfristigen Bedarf abzusichern. Sollte es doch zu einer Korrektur kommen, könnte der Eisenerzpreis, der in den letzten Wochen kollabiert ist, einen Vorgeschmack über das Ausmaß geben. Wobei Eisenerz eher ein Sonderfall ist. Zinn, das Metall mit der besten Preisentwicklung in diesem Jahr, ist gestern ebenfalls unter die Räder gekommen und hat phasenweise mehr als 11% bzw. 4.000 USD verloren. Wie Kupfer hat es sich später erholt und handelt mit 32.500 USD je Tonne auf einem unseres Erachtens weiterhin hohen Niveau. Laut Angaben auf der Internetseite der Shanghai Metal Exchange wird China im August keine Metalle aus seinen Staatsreserven verkaufen. Begründet wird dies mit der Ausbreitung des Coronavirus. Grundsätzlich wird China laut Aussagen der nationalen Behörde für Nahrungsmittel und strategische Reserven aber weitere Staatsreserven freigeben, um die Märkte zu beruhigen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD3YH4LongCopper FutureFaktor: 4
SB3T73ShortCopper FutureFaktor: -4
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Smart denken – clever handeln: Haben Sie das Zeug zum “Trader 2021”?

Am 6. September startet das große Börsenspiel Trader. Beweisen Sie Ihr Können an der Börse: Sie starten mit zwei fiktiven Depots, die jeweils mit 100.000 Euro Spielgeld ausgestattet sind. Ziel ist es, durch den Handel von Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten den höchsten Depotwert von allen Teilnehmern zu erreichen. Hauptpreis ist ein Jaguar I-PACE!

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