Rohstoffe

Ölpreise stürzen ab: Stärkster Einbruch seit neun Monaten

Energie: Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit neun Monaten

Die Ölpreise erlebten gestern einen regelrechten Ausverkauf. Sowohl Brent als auch WTI fielen um 7% und verzeichneten damit den stärksten Tagesrückgang seit Juni 2020. Zeitweise betrug das Minus sogar 9%. Brent fiel im Tief bis auf 61,5 USD je Barrel, WTI rutschte bis auf 58 USD ab. Heute Morgen zeigen sich die Preise nur leicht erholt. Zu Wochenbeginn hatte Brent noch die Marke von 70 USD erreicht, danach aber sukzessive verloren, bis es gestern den Absturz gab. Mit dem gestrigen Tag haben die Ölpreise an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen verloren, was es bei Brent zuletzt im September 2020 gab, bei WTI sogar seit Februar 2020 nicht mehr. Einen spezifischen Auslöser für den gestrigen Ausverkauf gab es nicht. Wie erwähnt, neigten die Preise bereits zuvor zur Schwäche. So reichten wenige Nachrichten, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Eine wichtige Rolle spielt dabei sicherlich die Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa. Die steigenden Neuinfektionen und der nur schleppende Fortschritt bei den Impfungen machen eine baldige Lockerung der Mobilitätsbeschränkungen unwahrscheinlich. Die Restriktionen werden sogar wieder verschärft wie bspw. in Italien und im Großraum Paris. Dies dürfte somit den Ölverbrauch noch einige Zeit dämpfen. Als Beleg dafür rutschte der Gasöl/Brent-Crackspread in dieser Woche zeitweise auf 4 USD je Barrel ab. Zudem wartete die Internationale Energieagentur in dieser Woche mit überraschend pessimistischen Aussagen zur Ölnachfrage auf, auch wenn die konkreten Prognosen der IEA das nicht zeigten. Als weiterer Negativfaktor kam noch der Anstieg der US-Rohöllagerbestände hinzu. In den Wochen zuvor wurde dieser ignoriert, weil die Benzin- und Destillatebestände kräftig gefallen waren. Doch diese stiegen zuletzt ebenfalls. Dass die WTI-Terminkurve am vorderen Ende in Contango gedreht hat, war ein weiteres Puzzleteil. Der Preiseinbruch hat gezeigt, dass der Preis zuvor zu weit nach oben gelaufen und daher für eine Korrektur anfällig war. Das jetzige Preisniveau sollte eine gute Basis für eine Preiserholung sein. Denn der Ölmarkt ist weiterhin angespannt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Tauziehen am Goldmarkt, Palladium legt weiter kräftig zu

Das Geschehen am Goldmarkt bleibt volatil: Der Goldpreis ist gestern kurzzeitig unter 1.720 USD je Feinunze gefallen; wenige Stunden zuvor war er noch auf 1.755 USD gestiegen. Das Tauziehen zwischen den (belastenden) steigenden US-Anleiherenditen und der (eher preisstützenden) Nervosität am Aktienmarkt hält an. Für zusätzliches Durcheinander sorgen auch die stark gefallenen Ölpreise (siehe Energietext oben) und starke Schwankungen am Devisenmarkt. Unterdessen gehen die Abflüsse aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs weiter. Deren Bestände sind gestern erneut um vier Tonnen gesunken. Das war damit bereits der 24. Tagesabfluss in Folge. Die Bestände sind nun von ihrem Oktober-Hoch um 316 Tonnen bzw. über 9% auf ein 9-Monatstief von 3.144 Tonnen gefallen. Wir gehen von einer Bodenbildung bei Gold in den kommenden Wochen aus, wobei die Preisschwankungen hoch bleiben dürften.

Sehr hoch bleibt die Volatilität auch am Palladiummarkt. Gestern ist der Palladiumpreiszeitweise um 180 USD auf über 2.750 USD je Feinunze nach oben gesprungen. Damit hat er binnen einer Woche um 17% zugelegt. Heute notiert der Preis zwar wieder 100 USD tiefer, doch dürfte die “Gefahr” eines weiteren kurzfristigen Anstiegs hoch sein. Auf der einen Seite sind die Nachfrageerwartungen angesichts der weltweiten Konjunkturerholung groß. Auf der anderen Seite dürften die Produktionsausfälle in Russland das Angebot noch über Monate einschränken. Die Bestände der Palladium-ETFs, die seit Anfang Februar zunächst gestiegen waren, sind gestern um gut 5 Tsd. Unzen gefallen, der stärkste Tagesrückgang seit Oktober. Offensichtlich erachten einige eher längerfristig orientierte ETF-Anleger den jüngsten Preisanstieg als überzogen. Doch dürfte das starke Preismomentum und die Tatsache, dass der Preis selbst unweit des Allzeithochs von knapp 2.900 USD je Feinunze liegt, weitere Kurzfristspekulanten in den Palladiummarkt locken.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Eisenerzmarkt wird nervöser

Die Metallpreise werden heute Morgen vom gestrigen Ausverkauf bei Öl etwas nach unten gezogen, das Minus hält sich aber in Grenzen. Kupferhandelt 1,5% schwächer bei rund 8.900 USD je Tonne. Auch Eisenerzgibt nach. An der SGX in Singapur fällt es heute auf 155 USD je Tonne. Seit Monatsbeginn steht aktuell damit ein Minus von 10% zu Buche. Der Preis notiert aber weiter auf einem sehr hohen Niveau und nur rund 20 USD unter seinem Rekordhoch von Dezember. Wie an einigen Metallmärkten scheinen auch am Eisenerzmarkt die Marktteilnehmer nervöser geworden zu sein. In die bisher gute Stimmung haben sich Nachfragesorgen gemischt. Diese beziehen sich in erster Linie auf China, wo die Regierung in ihrem neuen 5-Jahresplan einen Fokus auf Dekarbonisierung legt. Einige Marktteilnehmer sehen offenbar die „Gefahr“, dass im Zuge dessen Stahlwerke geschlossen werden bzw. zum Beispiel von Hochöfen auf Elektroöfen umrüsten müssen. Letztere benötigen zur Herstellung von Stahl vor allem Stahlschrott, aber wenig Eisenerz. Dieser Prozess geschieht jedoch nicht über Nacht, sondern wird viele Jahre dauern. Zudem dürfte qualitativ hochwertiges Eisenerz, wie es Australien und Brasilien anbietet, zukünftig noch stärker gefragt sein. In der chinesischen Importstatistik ist bislang noch kein Einbruch der Eisenerznachfrage erkennbar. Zeitweise begründeten sich die Sorgen der Marktteilnehmer auf Meldungen der Stadt Tangshan (eine wichtige Industriestadt, knapp 200 km östlich von Peking), der größten stahlproduzierenden Stadt in China, die die Umweltauflagen während des Nationalen Volkskongresses verschärft und Anfang der Woche wieder aufgehoben hatte. Stahlwerke wurden aufgefordert, ihren Schadstoffausstoß zu reduzieren. Industriekreisen zufolge mussten Industrieunternehmen in der letzten Woche sogar drei Tage lang ihre Produktion ganz einstellen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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