Rohstoffe

Ölpreise steigen stark an

Energie: Wie Phönix aus der Asche ist der Ölpreis gestern um über 2,5 USD bzw. 4-5% nach oben auf knapp 61 USD (Brent) bzw. 56,5 USD (WTI) je Barrel gesprungen. Eine Kombination aus Anleger- und Nachfrageoptimismus sowie weitere Sanktionen gegen den Iran und Russland haben Brent zum Überschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD verholfen. Der Preisanstieg selbst dürfte dabei weitere Anschlusskäufe ausgelöst haben. Zu einen hat sich der Konjunkturpessimismus gestern etwas gelegt, nachdem die USA und China für Anfang Oktober Handelsgespräche angekündigt und damit Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Handelsstreits geschürt haben. Die Deeskalation des Konflikts in Hongkong, nachdem die Regierungschefin den Entwurf eines umstrittenen Gesetzes zurückgenommen hat, hat der Anlegerstimmung ebenso geholfen wie die Aussicht auf weitere Senkungen des Mindestreservesatzes in China, die die Kreditvergabe chinesischer Banken erhöhen würde. Nicht zuletzt sollte man nach den gestrigen Entscheidungen des britischen Parlaments die gesunkene Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Brexits beachten. Dies alles hat zu einem höheren Risikoappetit der Anleger beigetragen und zugleich Abflüsse aus den sicheren Häfen wie dem US-Dollar begünstigt. Der Ölpreis entwickelt sich häufig in die gegenläufige Richtung wie der Dollar. Auch auf der Angebotsseite gab es unterstützende Signale, nachdem die USA weitere Sanktionen gegen den Iran, z.B. gegen Transportnetzwerke, die durch die Revolutionsgarde kontrolliert werden, beschlossen und damit die geopolitischen Risiken wieder deutlicher gemacht haben.

Von den API-Zahlen hat der Markt diesmal keine positiven Signale erhalten. Statt eines weiteren Rückgangs hat das API einen Aufbau der Rohöllagerbestände um 400 Tsd. Barrel berichtet, wenngleich die Benzin- und Mitteldestillatebestände gesunken sind.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Bei Gold gab es gestern zunächst Gewinnmitnahmen wohl seitens der spekulativen Finanzanleger, die den Preis unter Druck brachten (ETF-Investoren haben dagegen weiter Gold gekauft). Im Zuge eines schwächeren US-Dollar zog Gold aber wieder an und erreichte im späten Handel mit 1.557 USD je Feinunze den höchsten Wert seit April 2013. Heute Morgen gibt es wieder etwas nach. Das britische Unterhaus hat gestern Abend ein Gesetz auf den Weg gebracht, das der Regierung einen absichtlichen ungeordneten Brexit untersagt. Zudem hat es die von Premierminister Johnson geforderten kurzfristigen Neuwahlen verhindert. Auch wenn das Oberhaus Zustimmung signalisiert hat, ist die Kuh noch nicht vom Eis. Johnson drängt nach wie vor darauf, dass Großbritannien die EU am 31. Oktober verlässt – egal ob mit oder ohne Deal.

Indien hat gemäß vorläufigen Daten des Finanzministeriums im August nur 14,8 Tonnen Gold importiert. Dies waren 84% weniger als im Vorjahr und die geringste Menge in einem Monat seit mindestens 2016. Grund hierfür sind die stark gestiegenen Goldpreise in lokaler Währung – Gold in Indischer Rupie gerechnet ist im August um 11% gestiegen und hat gestern ein neues Rekordhoch erreicht. Darüber hinaus wurde im Juli die Importsteuer auf Gold erhöht. Von Januar bis August hat Indien den Daten zufolge 507 Tonnen Gold importiert, etwas mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Großteil der Importe erfolgte allerdings im ersten Halbjahr. Da die Goldpreise aktuell noch sehr hoch sind, schätzen Marktbeobachter, dass die indischen Goldimporte zunächst niedrig bleiben werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle: Die Erholung der Metallpreise, die am Dienstagnachmittag begann, setzte sich gestern fort und geht auch heute Morgen noch weiter. Kupfer handelt bei rund 5.800 USD je Tonne und damit fast 300 USD über seinem Tief von vorgestern. Das zuletzt viel gescholtene Zink sprang um fast 5% auf gut 2.300 USD je Tonne nach oben. Wir führen den Preisanstieg der Metalle, der sich gestern mit dem Start des US-Handels noch beschleunigte, auf den höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer und den etwas schwächeren US-Dollar zurück. Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es momentan wieder etwas Optimismus: Die Gespräche auf persönlicher Ebene sollen nun Anfang Oktober stattfinden. Zudem forderte der chinesische Staatsrat eine rechtzeitige Senkung des Mindestreservesatzes für Banken, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen.

Das zuletzt so stark gestiegene Nickel zog gestern nicht mit an und fällt sogar heute Morgen auf 17.600 USD je Tonne. In Indonesien können sich laut Angaben des Energie- und Bergbauministeriums die Minenproduzenten um neue Exportquoten für Nickelerz bewerben, die bis Ende des Jahres gültig sein sollen. Diese sollen laut den Ministeriumsangaben zusätzlich zu den bereits bestehenden Exportquoten erteilt werden. Es wird daher erwartet, dass die Minenproduzenten versuchen, bis zum Jahresende noch möglichst viel Nickelerz zu exportieren, bevor der Exportstopp zum 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Einige Marktbeobachter sprechen bereits von einer zu erwartenden Angebotsschwemme von Nickelerz aus Indonesien. Ob es tatsächlich so weit kommt, bleibt abzuwarten. Wie schon im Vorfeld des letzten Exportverbots von unbehandelten Erzen Anfang 2014 dürfte China, der größte Abnehmer von indonesischem Nickelerz, auch diesmal versuchen, noch möglichst viel Nickelerz zu importieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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