Rohstoffe

Ölpreise rutschen weiter ab

Energie: Ölpreise rutschen weiter ab

Der Brentölpreis ist heute auf knapp 23 USD je Barrel gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit November 2002. WTI rutschte zwischenzeitlich unter 20 USD. Die Nachrichtenfront bleibt denkbar negativ. Nahezu täglich werden die Schätzungen für die Nachfrage nach unten revidiert. Auf der Angebotsseite gibt es weiterhin keine Anzeichen für eine Annäherung Saudi-Arabiens und Russlands. Vielmehr haben beide Seiten zuletzt ihre Bereitschaft betont, die angekündigten Produktionserhöhungen ab April umzusetzen, trotz der Schlichtungsversuche vor allem von den USA. In diesem Monat gilt noch das “OPEC+”-Abkommen zu den freiwilligen Produktionskürzungen. Laut Saudi-Arabien hat es keine Gespräche mit Russland über gemeinsame Produktionskürzungen gegeben. Von russischer Seite hat sich Vize-Energieminister Sorokin dahingehend geäußert, dass ein Preis von 25 USD je Barrel keine Katastrophe für russische Ölproduzenten wäre und sie ab April ihre Produktion erhöhen dürfen. Ob diese Erlaubnis umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Denn die russische Ölsorte Urals handelt aktuell nur noch bei knapp 15 USD. Besonders krass ist die Situation für die Ölproduzenten in Kanada. Der Preis für Western Canada Select (WCS) fiel am Freitag sogar auf 5 USD je Barrel, womit die Transportkosten höher liegen als der Ölpreis vor Ort. Mancherorts müssen Produzenten Abnehmern bereits Geld bezahlen, weil es keine freien Lagerkapazitäten mehr gibt und sie ihre Anlagen nicht stilllegen wollen. Die Kollateralschäden des Preiskriegs zwischen Saudi-Arabien und Russland sind besonders hoch bei den nordamerikanischen Ölproduzenten. Die Anzahl aktiver Ölbohrungen in den USA ist letzte Woche um 40 auf 624 gefallen. In Kanada waren zuletzt sogar nur noch 18 Bohrungen aktiv statt 172 im Februar. Doch das eigentliche Problem liegt aktuell an der extrem schwachen Nachfrage und an den Lagerkapazitäten, die recht schnell ausgeschöpft sein dürften, wenn das Überangebot von mehr als 10 Mio. Barrel täglich noch über Monate besteht. Denn so stark dürfte das Angebot kaum gekürzt werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D4XLongOil Brent Future Faktor: 2
CJ3D46ShortOil Brent Future Faktor: -2
CJ8EWYLongOil WTI Light Crude Faktor: 2
CJ3D4NShortOil WTI Light Crude Faktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Weiterhin hohe Nachfrage nach Gold- und Silber-ETFs

Die Edelmetalle starten mit Abschlägen in die neue Handelswoche. Gold fällt leicht auf 1.620 USD je Feinunze. Stärker unter Druck stehen dagegen Silber und Platin (jeweils -3%). Sie werden offensichtlich von den fallenden Aktienmärkten mit nach unten gezogen, was ihrem industriellen Charakter geschuldet ist. Aber auch Gold wies zuletzt eine positive Korrelation zu Aktien auf. Der kräftige Goldpreisanstieg letzte Woche ging einher mit dem stärksten Wochenanstieg des Dow Jones Industrial Average seit 82 Jahren. Zuvor war Gold im Zuge des Aktiencrashs ebenfalls unter Druck geraten, da Anleger zwangsweise Goldpositionen verkauften, um Liquidität für den Ausgleich von Verlusten in anderen Anlageklassen und zur Erfüllung von Nachschussverpflichtungen zu schaffen. Von daher bleibt abzuwarten, ob sich Gold einem erneuten Abwärtssog bei Aktien entziehen kann. Sehr robust ist weiterhin die Nachfrage der Anleger nach Gold-ETFs. In der letzten Woche verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 64 Tonnen. Der Großteil davon entfiel auf den SPDR Gold Trust in den USA. Dieser wird inbesondere von institutionellen Anlegern benutzt, die Gold offenbar weiterhin als Portfoliostabilisator ansehen, auch wenn diese Strategie zuletzt wie oben beschrieben nicht so recht funktionierte. Auch könnten Kleinanleger zuletzt auf Gold-ETFs zurückgegriffen haben, da die Verfügbarkeit von Münzen und Barren momentan eingeschränkt ist. Die Serie von Zuflüssen setzte sich auch bei Silber fort. Hier wurden am Freitag nochmals 215 Tonnen gemeldet, auch wenn dieser Zufluss größtenteils schon am Donnerstag erfolgte. In der gesamten Woche belaufen sich die Zuflüsse damit auf 774 Tonnen, was dem stärksten Wochenzufluss seit Juli 2019 entspricht, als die Silber-ETFs über mehrere Wochen massive Zuflüsse verzeichneten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold Future Faktor: 5
CU3THAShortGold Future Faktor: -5
CU0E6SLongSilver Future Faktor: 4
CJ7RLWShortSilver Future Faktor: -4
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Industriemetalle: Märkte zwischen Hoffen und Bangen

Den Metallmärkten steht eine Woche mit wahrscheinlich desaströsen Konjunkturdaten vor allem aus den USA bevor. In Europa werden einige Stimmungsindikatoren wohl ebenfalls ein düsteres Bild der Lage zeichnen. Lichtblicke könnte es dagegen aus China geben, wo die Wirtschaft bereits wieder fast auf Normalniveau ist. Unseres Erachtens hat sie bereits wieder rund 95% ihrer normalen Leistung erreicht. Laut der Einschätzung von Bloomberg Economics lag sie in den ersten drei März-Wochen bei über 70%, was aber ebenfalls deutlich höher war als im Februar. Für eine Normalisierung der Wirtschaft und insbesondere der Industrie in China spricht der Bestandsabbau in den Lagerhäusern der SHFE. In der letzten Woche wurden sowohl die Kupfer-, als auch die Zink- und Aluminiumvorräte reduziert. Noch liegen sie zwar allesamt auf hohen Niveaus, dies könnte aber der Beginn einer Trendwende sein. Bloomberg berichtet zudem, dass bei Kupfer die Prämien im chinesischen Kassa-Markt wieder gestiegen sind, was für ein Anziehen der Nachfrage spricht. Vor rund einem Monat gab es demnach noch einen großen Abschlag. Zur Unterstützung der chinesischen Wirtschaft hat die Zentralbank heute die Zinsen für 7-tägige Reverse-Repo-Geschäfte um 20 Basispunkte gesenkt, so stark wie zuletzt 2015. Zudem ist die politische Führung Chinas zusammengekommen und hat das Haushaltsdefizit für dieses Jahr erhöht. Die Regierung will „zweckgerichtete Staatsanleihen“ zur Stützung der Wirtschaft begeben. Dies dürfte mit dazu beitragen, dass die Metallpreise zum Start in die neue Handelswoche nur leicht nachgeben. Wir denken aber, dass die generellen Sorgen vor dem Coronavirus wieder die Oberhand gewinnen werden und die Metallpreise anfällig für eine Korrektur sind.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper Future Faktor: 5
CJ3D7RShortCopper Future Faktor: -5
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