Rohstoffe

Ölpreise ohne klare Richtung

Energie: Der Brentölpreis stieg gestern in der Spitze dank eines höheren Risikoappetits auf 59,5 USD je Barrel, konnte die Gewinne jedoch nicht halten und ging letztlich unverändert aus dem Handel. Am Morgen legt der Preis wieder leicht zu. Das Auf und Ab zeugt von einer gewissen Orientierungslosigkeit, was angesichts einer widersprüchlichen Nachrichtenlage nicht verwunderlich ist. Hoffnungen auf eine Annäherung in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China wechseln sich ab mit Ernüchterung (siehe Industriemetalle unten). Das dürfte vermutlich bis Ende der Woche so weitergehen. Über das Ergebnis der Gespräche lässt sich keine Aussage treffen. Von einer teilweisen Einigung, einem erneuten Waffenstillstand bis hin zum Scheitern scheint alles möglich. Entsprechend groß ist das Spektrum der möglichen Preisreaktion. Der Ölmarkt selbst bringt auch keine Klarheit über den Preistrend. Gestern hat das gigantische Ölfeld “Johan Sverdrup” in der norwegischen Nordsee seinen Betrieb aufgenommen. Bis Mitte 2020 soll die Produktion 440 Tsd. Barrel pro Tag erreichen. Das Nicht-OPEC-Angebot steigt also nicht nur in den USA, was den Druck auf die OPEC erhöht, an den Produktionskürzungen festzuhalten und diese gar zu vertiefen. Ob Russland daran weiter teilnimmt, scheint alles andere als sicher. So sieht Energieminister Nowak den “fairen” Ölpreis bei 50 USD. Nowak zufolge könnte Russland falls erforderlich schon kurzzeitig seine Ölproduktion um 300-500 Tsd. Barrel pro Tag anheben. Dem stehen Angebotsrisiken gegenüber. In Ekuador und im Irak gibt es Proteste. In Ekuador haben diese bereits die Ölproduktion beeinträchtigt. Zudem droht bei einem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien die Situation in der gesamten Region noch unübersichtlicher zu werden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold ist gestern unter die Marke von 1.500 USD je Feinunze gerutscht und handelt heute Morgen bei rund 1.490 USD. Wir führen dies auf den im späten Handel etwas festeren US-Dollar und einen höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer zurück, da die zyklischen Rohstoffe angezogen haben. Der höhere Risikoappetit spiegelte sich auch in freundlichen Aktienmärkten und steigenden Anleiherenditen wider. Zudem dürften die spekulativen Finanzinvestoren weitere Gewinne mitgenommen haben, nachdem sie laut CFTC-Statistik in der Woche zum 1. Oktober ihre Netto-Long-Positionen bereits um 20% auf ein 2-Monatstief reduziert hatten. Wie aber schon in den letzten Wochen immer wieder zu beobachten war, kam auch gestern beim Preisrückgang Kaufinteresse in den Markt: Die Gold-ETFs verzeichneten Zuflüsse von fast vier Tonnen. Weiter schwach zeigt sich dagegen die Goldnachfrage in Asien, und dort vor allem in Indien. Vorläufigen Daten des Finanzministeriums zufolge hat Indien im September nur 13,5 Tonnen Gold importiert. Dies waren 86% weniger als im Vorjahr und zugleich die geringste Menge seit über drei Jahren. Grund hierfür sind in erster Linie die hohen lokalen Goldpreise, die Käufer abschrecken. Gold in Indischer Rupie hatte Anfang September ein Rekordhoch markiert. Die indischen Händler setzen nun ihre Hoffnungen auf die bevorstehenden hinduistischen Feiertage wie zum Beispiel „Diwali“, zu denen traditionell viel Gold verschenkt wird. Heute könnten die Marktteilnehmer mit einem Auge nach Denver schauen, wo der Fed-Vorsitzende Powell eine Rede auf einer Konferenz hält. Ob von dieser Rede neue Erkenntnisse zur zukünftigen Geldpolitik der Fed ausgehen, ist aber fraglich.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Die chinesischen Händler sind nach der Feiertagswoche wieder zurück im Markt. Da sich die Metallpreise an der LME in London während der Abwesenheit der Chinesen nicht stark bewegt haben, sind heute an der SHFE in Shanghai keine größeren Preisausschläge zu beobachten. In Shanghai wie auch in London wartet man offenbar auf die Handelsgespräche zwischen den USA und China, die am Donnerstag wieder aufgenommen werden. Diese stehen unseres Erachtens allerdings unter keinem guten Stern. Wie wir gestern schon berichtet haben, steht China einem umfassenden Handelsabkommen angeblich skeptisch gegenüber. Letzte Nacht hat die US-Administration zudem acht große chinesische Technologieunternehmen wegen angeblicher Verletzungen von Menschenrechten auf eine „schwarze Liste“ aufgenommen. Dies dürfte die Kompromissbereitschaft der Chinesen nicht unbedingt stärken. Unterdessen hat der Weltbank-Präsident vor einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums gewarnt. Er sieht den Brexit, eine Rezession in Europa und die Handelsunsicherheiten als größte Risiken. Sowohl die Weltbank als auch der IWF haben angedeutet, im Rahmen ihrer gemeinsamen Jahrestagung Ende nächster Woche ihre Wachstumsprognosen nochmals nach unten zu revidieren. Vor diesem Hintergrund halten sich die Metallpreise unseres Erachtens noch relativ gut. Es könnte allerdings ein böses Erwachen geben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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