Rohstoffe

Ölpreise nach IEA-Bericht deutlich gestiegen

Energie: Ölpreise nach IEA-Bericht deutlich gestiegen, OPEC+ dürfte Produktion ab August erhöhen

Die Ölpreise haben am Freitag ihre anfänglichen Verluste wieder wettgemacht und jeweils über 2% im Plus geschlossen. Am Morgen geben sie leicht nach. WTI notiert aber weiter über 40 USD, Brentöl bei rund 43 USD je Barrel. Der am Freitag veröffentlichte IEA-Monatsbericht enthielt Licht und Schatten. Zwar betont die IEA angesichts hoher Neuansteckungen mit Covid-19 durchaus Risiken für die Nachfrage. Deren Rückgang im 2. Quartal war mit 10,4 Mio. Barrel täglich ggü. Vorjahr allerdings nicht ganz so stark wie befürchtet. Deswegen dürfte auch die Jahresnachfrage um 400 Tsd. Barrel täglich höher ausfallen als erwartet. Auf der Angebotsseite hat die OPEC+ im Juni die Vereinbarungen zu den Produktionskürzungen übererfüllt und zu 108% ggü. 88% im Mai umgesetzt. Insgesamt ist die Ölproduktion laut IEA vom Hoch im April um fast 14 Mio. Barrel auf 86,9 Mio. Barrel täglich gefallen, ein 9-Jahrestief. Ausgehend von den IEA-Zahlen dürfte die Nachfrage nach OPEC-Öl in der zweiten Jahreshälfte massiv steigen – auf 28,2 Mio. Barrel täglich im 3. Quartal und 30,4 Mio. Barrel täglich im 4. Quartal. Im Juni hat das Kartell durchschnittlich lediglich 22,2 Mio. Barrel täglich produziert. Der Ölmarkt steuert also auf ein klares Angebotsdefizit zu, weshalb die OPEC+ am Mittwoch wie geplant eine graduelle Rücknahme der rekordhohen Produktionskürzungen ab August um 2 Mio. Barrel täglich beschließen dürfte. Die Konkurrenz scheint nicht in der Lage, die Produktion kurzfristig zu erhöhen. Libyen, das zwar OPEC-Mitglied ist, am Abkommen jedoch nicht teilnimmt, kommt nicht zur Ruhe. Nachdem noch am Freitag die staatliche Ölgesellschaft NOC die Wiederaufnahme der Exporte angekündigt hatte, wurde diese am nächsten Tag wegen einer erneuten Blockade der Häfen und Ölfelder durch die Truppen des abtrünnigen Generals Haftar schon wieder beendet. Auch in den USA, wo die IEA mit einer baldigen Erholung der Produktion rechnet, gibt es dafür noch keine Anzeichen. Die Anzahl der aktiven Ölbohrungen ist in der Vorwoche weiter gefallen und liegt mit 181 nur noch knapp über dem Tief vom Juni 2009 mit 179.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
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CL98RYCallOil Brent FutureHebel: 7,1
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CL98RMCallOil WTI Light FutureHebel: 7,2
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold wieder über 1.800 USD, Silber über 19 USD

Der Goldpreis steigt am Morgen wieder über 1.800 USD je Feinunze, nachdem er am Freitag knapp unter dieser Marke geschlossen hatte und damit den ersten Wochenschluss über 1.800 USD seit knapp neun Jahren haarscharf verpasste. Dennoch stand damit am Ende der Woche der fünfte Wochenanstieg in Folge zu Buche. Der neuerliche Preisanstieg heute zeigt zudem, dass Preisrückgänge wie am Freitag weiterhin als Kaufgelegenheit erachtet werden und der Markt weiter nach oben will. Während Gold in nahezu allen wichtigen Währungen in diesem Jahr bereits Allzeithochs markierte, fehlen in US-Dollar gerechnet dazu noch gut 100 USD. Argumente für weiter steigende Preise gibt es zur Genüge. So steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiterhin im Rekordtempo. Dies gilt sowohl weltweit als auch für die USA. Angesichts dessen steigt bei den Aktienmärkten das Korrekturpotenzial. Der Technologie-Index Nasdaq erklomm letzte Woche sogar ein neues Rekordhoch. Auch die Aktienmärkte in Asien legen am Morgen deutlich zu. Der Shanghai Composite notiert mittlerweile auf dem höchsten Stand seit Anfang 2018. Zwar dürften die Konjunkturdaten in den USA und China in dieser Woche allesamt deutlich nach oben zeigen und eine spürbare Erholung vom coronabedingten Einbruch im Frühjahr signalisieren. In China sollte sich die Erholung von nun an aber merklich verlangsamen. In den USA bleibt abzuwarten, inwiefern die dort seit Ende Juni grassierende neue Corona-Welle die kommenden Daten negativ beeinflussen werden. Regierung und Zentralbank dürften deshalb noch einmal nachlegen. Der jüngst zu beobachtende leichte Rückgang der Fed-Bilanzsumme könnte sich daher als kurzes Intermezzo erweisen. Während bei Gold die ETF-Zuflüsse zuletzt etwas nachließen – der SPDR Gold Trust verzeichnete sogar an zwei Tagen leichte Abflüsse – wurde bei Silber am Freitag erneut ein massiver ETF-Zufluss von fast 300 Tonnen gemeldet. Seit Monatsbeginn sind es damit bereits wieder gut 1.100 Tonnen. Silber steigt am Morgen über 19 USD je Feinunze und erreicht damit den höchsten Stand seit gut 10 Monaten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
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CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Kupfer springt auf 2-Jahreshoch

An der LME springt der Kupferpreis zum Wochenauftakt um 3,4% auf 6.630 USD je Tonne nach oben und erreicht damit den höchsten Stand seit zwei Jahren. An der SHFE ist das Plus mit 5,4% sogar noch ausgeprägter. Nach wie vor sind es im Wesentlichen Angebotssorgen, die den Preis weiter in die Höhe treiben und den Anstieg zuletzt sogar beschleunigt haben. Neben den Befürchtungen, dass die Kupferminenproduktion in Chile wegen des sich weiter ausbreitenden Coronavirus gedrosselt werden muss, droht nun auch ein Streik im Andenland, dem weltweit größten Kupferminenproduzenten. Die Arbeiter in der „Zaldivar“-Mine haben ein letztes Tarifangebot des Minenbetreibers abgelehnt. Ein Streik könnte Gewerkschaftsangaben zufolge bereits übermorgen beginnen. Die Mine stand im letzten Jahr für rund 2% der gesamten chilenischen Kupferproduktion. Daneben trägt die gute Stimmung der Marktteilnehmer zum Preisanstieg von Kupfer bei. Diese macht sich in festen Aktienmärkten bemerkbar, so zum Beispiel heute wieder in Asien. Und hierbei spielt wohl ein gewisser China-Optimismus eine Rolle: Das Land scheint gut durch die Corona-Krise hindurchgekommen und bereits wieder auf den Wachstumspfad eingeschwenkt zu sein. Wie weit sich Chinas Wirtschaft bisher erholt hat, wird eine Reihe von Konjunkturdaten (zum Beispiel das BIP für das zweite Quartal) zeigen, die am Donnerstag veröffentlicht werden. Für den Kupferpreis herrscht derzeit also fast ein perfekter Sturm. Neben den Angebotssorgen und dem Nachfrageoptimismus waren in den letzten Wochen auch die spekulativen Finanzinvestoren am starken Preisanstieg beteiligt. Sie haben laut CFTC-Statistik ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 7. Juli auf den höchsten Stand seit zwei Jahren ausgeweitet. Aus technischer Sicht ist Kupfer mittlerweile klar überkauft: Der Relative-Stärke-Index der letzten 14 Tage ist mit 86 aktuell so hoch wie zuletzt im November 2016.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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