Rohstoffe

Ölpreise mit neuen 12-Monatshochs

Energie: Ölpreise mit neuen 12-Monatshochs

Die Preise für Brent und WTI markieren heute Morgen mit 58 USD bzw. über 55 USD je Barrel jeweils neue 12-Monatshochs. Der Marktfokus liegt jetzt offenbar auf den Konjunkturhoffnungen und der Angebotseinengung, wobei Nachfragesorgen oder ein stärkerer US-Dollar in den Hintergrund treten. Außerdem hat die OPEC+ gestern signalisiert, dass sie durch weitere freiwillige Produktionskürzungen die überschüssigen Lagerbestände bereits bis zur Jahresmitte abbauen will. Die Förderdisziplin der Gruppe bleibt weiterhin sehr gut, wobei auch im Januar die Produktionsquoten zu 100% umgesetzt wurden. Die Statistiken weltweit spiegeln das Angebotsdefizit im Abwärtstrend der Lagerbestände wider. So sind die Rohölvorräte in den USA laut API in der letzten Woche erneut um fast 4,3 Mio. Barrel gesunken, davon allein um 1,9 Mio. Barrel in Cushing. Ebenfalls sind die Bestände für Benzin und Destillate um 240 Tsd. bzw. 1,6 Mio. Barrel zurückgegangen. Bei der heutigen offiziellen DOE-Veröffentlichung rechnet der Bloomberg-Konsens mit einem deutlich geringeren Abbau bei Rohöl und Destillaten und sogar mit einem Zuwachs bei Benzin. Auch in China sind die Rohölvorräte laut dem Marktforschungsunternehmen Kayrros, das Satelliten-Daten analysiert, zuletzt die siebte Woche in Folge gefallen und liegen nun mit 990 Mio. Barrel auf dem niedrigsten Stand seit Februar letzten Jahres.

CO2-Preis versucht sich erneut an der 35 EUR-Marke

Die Preise im EU-Emissionshandel machten gestern einen Satz nach oben: Die allgemein gute Stimmung an den (Energie-)Märkten, die nach einer Pause ersten erfolgreichen Auktionen an der EEX von Zertifikaten für die vierte Handelsperiode und optimistische Preisaussichten, die aus Hedge-Fonds-Kreisen geäußert wurden, ließen die Preise gestern zum zweiten Mal in diesem Jahr über 35 EUR je Tonne klettern. Angesichts des momentan konjunkturbedingt geringen Bedarfs an Emissionszertifikaten sind wir skeptisch, dass sich der Preis bereits auf diesem Niveau etablieren kann.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SD3BU9LongICE ECX EUA FutureFaktor: 4
SB5U9GShortICE ECX EUA FutureFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold unter Druck, Silber auf dem Rückzug

Gold fiel belastet durch einen festeren US-Dollar und steigende US-Anleiherenditen gestern zwischenzeitlich auf 1.830 USD je Feinunze. Eine nennenswerte Preiserholung hat es über Nacht nicht gegeben. In den USA gibt es erste warnende Stimmen wie die des früheren Finanzministers Summers, der angesichts der massiven Fiskalhilfen vor einem Überhitzen der US-Wirtschaft warnt und damit indirekt eine Abkehr der Fed von der ultra-lockeren Geldpolitik fordert. Jüngste Kommentare aus den Reihen der US-Notenbank deuten aber nicht darauf hin, dass die Fed derartiges beabsichtigt. Sollte diese Debatte angesichts robuster Konjunkturdaten und steigender Inflationsrisiken an Dynamik gewinnen, würde dies Gold belasten.

Der Spuk bei Silber scheint vorüber. Gestern stürzte der Preis regelrecht ab. Am Ende des Handelstages stand ein Minus von mehr als 8% zu Buche. Heute Morgen handelt Silber unter 27 USD je Feinunze. Vom zu Wochenbeginn verzeichneten 8-Jahreshoch hat Silber damit mehr als 3 USD verloren. Der durch Kleinanleger ausgelöste Preisanstieg, der letzten Donnerstag begann, wurde mittlerweile zu zwei Drittel wieder rückgängig gemacht. Es würde uns nicht überraschen, wenn auch das verbleibende Drittel in den nächsten Tagen noch aufgezehrt wird. Was bleibt vom Hype der letzten Tage übrig? Jede Menge Aufmerksamkeit, von dem Silber längerfristig profitieren könnte. Viele Anleger dürften aber auf Verlusten sitzen, da sie physisches Silber in Form von Münzen und Barren zu deutlich höheren Preisen gekauft haben. Gleiches gilt auch für die ETF-Anleger. Nach den massiven Zuflüssen am Freitag vermeldete der iShares Silver Trust auch für Montag noch einmal Zuflüsse von 580 Tonnen, womit innerhalb von zwei Tagen 1.650 Tonnen Silber in den weltgrößten Silber-ETF flossen. Das ist mehr als es im gesamten dritten Quartal 2020 an Zuflüssen in den iShares Silver Trust gab, das ein ausgesprochen starkes Quartal in Sachen ETF-Käufen war.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold FutureFaktor: 6
SB3T6TShortGold FutureFaktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SD3ALYShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Eisenerzpreis spürbar unter Druck

Die meisten Metallpreise sind gestern leicht gefallen und geben heute Morgen weiter moderat nach. Dies wird mit dem bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest, das nächste Woche gefeiert wird (12. Februar), in Verbindung gebracht. Denn in China bleiben die Märkte rund um das Neujahrsfest eine Woche lang geschlossen und die Wirtschaftsaktivitäten werden heruntergefahren. Entsprechend gering sollte die Nachfrage nach Metallen in China ausfallen. Nach dem Neujahrsfest beginnt dann aber eine saisonbedingt nachfragestarke Zeit, so dass wir in einigen Wochen wieder mit höheren Metallpreisen rechnen. Kupfer handelt am Morgen bei gut 7.700 USD je Tonne, Aluminium bei 1.960 USD je Tonne und Nickel bei 17.500 USD je Tonne. Stärker unter Druck stand gestern Eisenerz: In Singapur ist der Preis um 4,4% gefallen und notiert heute bei rund 145 USD je Tonne auf einem 2-Monatstief. Der Abwärtstrend hat vor 2½ Wochen eingesetzt, seitdem hat sich Eisenerz um 15% verbilligt. Im vierten Quartal 2020 war es allerdings auch um 35% gestiegen, im gesamten letzten Jahr sogar um 73%. Dies relativiert den aktuellen Preisrückgang etwas. Das Momentum spricht allerdings unseres Erachtens dafür, dass sich der Preisrückgang noch etwas fortsetzt. Dieser kann übrigens auf fundamentale Gründe zurückgeführt werden. Hier ist die ohnehin geplante Produktionsdrosselung in der chinesischen Stahlindustrie zu nennen, auf die wir bereits in den letzten Wochen hingewiesen hatten. Sie könnte zu einer geringeren Nachfrage Chinas nach Eisenerz führen. Zudem sind in den letzten Wochen die Eisenerzvorräte in den chinesischen Häfen leicht gestiegen. Darüber hinaus haben Australien und Brasilien im Januar mehr Eisenerz exportiert, so dass der seewärtige Markt besser versorgt war. Marktbeobachtern zufolge sind die australischen Ausfuhren um 2% gegenüber Vorjahr gestiegen. Brasilien hat gemäß Daten des Ministeriums für Industrie und Außenhandel sogar fast 9% mehr Eisenerz exportiert.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

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