Rohstoffe

Ölpreise klettern immer höher

Energie: Ölpreise klettern immer höher

Der Brentölpreis hat gestern die Marke von 67 USD je Barrel mit Leichtigkeit überwunden und nimmt schon die nächste Marke von 68 USD ins Visier. Der WTI-Ölpreis steigt heute mit über 64 USD je Barrel auf den höchsten Stand seit über einem Monat. Die gestrigen DOE-Lagerdaten waren (im Gegensatz zu den API-Zahlen vom Vortag) wenig überraschend, bis auf die Destillatebestände, die mit 3,3 Mio. Barrel deutlich stärker gefallen sind als erwartet. Auch die Ölproduktion ist zurückgegangen. Dagegen sind die Rohölimporte mit über 6,6 Mio. Barrel täglich auf den höchsten Stand seit Anfang Juli 2020 gestiegen, was auch auf eine höhere US-Nachfrage hindeutet. Neben dem Nachfrageausblick dürfte mittel- bis langfristig u.E. entscheidend sein, ob sich die US-Ölproduktion wie erhofft erholen wird. Denn die Vorschläge der Biden-Regierung in Bezug auf den Ölsektor sehen eine weitgehende Abschaffung der Subventionen für fossile Brennstoffe und höhere Unternehmenssteuersätze vor, was die Rentabilität des Ölsektors beeinträchtigen dürfte. Die Erschließungs- und Betriebskosten dürften steigen und das Explorationstempo sinken. Dies dürfte die Ölpreise langfristig unterstützen. Nichtsdestotrotz scheint der aktuelle Optimismus am Ölmarkt insbesondere angesichts der Situation in Indien mit täglich fast 400 Tsd. Neuinfektionen doch etwas überzogen. So hat das Beratungsunternehmen Rystad Energy seine Einschätzungen für die indische Ölnachfrage wegen der Mobilitätseinschränkungen im April um 575 Tsd. Barrel und im Mai um 915 Tsd. Barrel täglich nach unten revidiert. Deshalb soll der globale Ölmarkt kurzfristig nicht mehr nahezu ausgeglichen, sondern deutlich überversorgt sein. Im April soll das Überangebot 900 Tsd. Barrel und im Mai sogar 1,4 Mio. Barrel täglich betragen, wozu auch die ab Mai höhere Ölproduktion der OPEC+ beitragen dürfte. Rystad will zudem weitere Abwärtsrevisionen der indischen Ölnachfrage nicht ausschließen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD1XJMLongOil Brent FutureFaktor: 8
SD3V9JShortOil Brent FutureFaktor: -8
SD1CMBLongOil WTI Light FutureFaktor: 8
SD335VShortOil WTI Light FutureFaktor: -8
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Edelmetalle: ETF-Abflüsse belasteten Goldnachfrage im ersten Quartal

Der Goldpreis stieg in der Nacht bis auf 1.790 USD je Feinunze und notierte damit gut 20 USD höher als gestern Nachmittag. Wie nicht anders zu erwarten, hat die US-Notenbank Fed die ultra-expansive Ausrichtung ihrer Geldpolitik bestätigt. Auf der anschließenden Pressekonferenz gab Fed-Chef Powell keinerlei Hinweise darauf, dass eine Rücknahme der Anleihekäufe näher rückt. Der Anstieg der Inflation wurde von ihm erneut als vorübergehend bezeichnet. Entsprechend gaben US-Dollar und Anleiherenditen nach und Gold legte im Umkehrschluss zu. Allerdings steigen die Anleiherenditen inzwischen wieder, was Gold auf 1.780 USD fallen lässt.

Der World Gold Council hat am Morgen Daten zur Goldnachfrage im ersten Quartal veröffentlicht. Diese fiel um 23% gegenüber dem Vorjahr auf 816 Tonnen und lag damit nur leicht über dem im Vorquartal verzeichneten 13-Jahrestief. Wesentlicher Belastungsfaktor war eine deutlich schwächere Investmentnachfrage, die um 71% auf 162 Tonnen einbrach. Maßgeblich trugen die bereits vorab bekannten Abflüsse aus den Gold-ETFs in Höhe von 178 Tonnen dazu bei. Der andere Teil der Investmentnachfrage, die Nachfrage nach Barren und Münzen, legte dagegen um 36% auf 340 Tonnen zu. Die Schmucknachfrage stieg sogar um 52% auf 477 Tonnen. Damit verteidigte die Schmucknachfrage ihre im Vorquartal wiedergewonnene Spitzenposition. Im letzten Jahr hatte die Investmentnachfrage dank massiver ETF-Zuflüsse die Schmucknachfrage zwischenzeitlich überholt. Die Konsumentennachfrage in China stieg im ersten Quartal auf 286 Tonnen, das höchste Niveau seit vier Jahren. Hier macht sich die Erholung der chinesischen Wirtschaft vom coronabedingten Einbruch bemerkbar. Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass die auf den ersten Blick niedrige Goldnachfrage ausschließlich durch die ETF-Verkäufe verursacht wurde, während die anderen Nachfragekomponenten durchaus zu überzeugen wussten. Die Daten zeigen allerdings auch, dass eine Erholung der ETF-Nachfrage für eine Aufhellung der Perspektiven am Goldmarkt unabdingbar ist.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33LongGold FutureFaktor: 7
SB3T8LShortGold FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Globaler Nickelmarkt bleibt 2021 im Überschuss

Die International Nickel Study Group (INSG) hat gestern nach dem Abschluss ihrer Frühjahrstagung neue Angebots- und Nachfrageschätzungen zum globalen Nickelmarkt in diesem Jahr veröffentlicht. Demnach soll der Nickelmarkt das zweite Jahr in Folge überversorgt sein. Den Überschuss taxiert die INSG auf 45 Tsd. Tonnen, etwas niedriger als noch im Herbst unterstellt. Letztes Jahr bestand ein Angebotsüberschuss in Höhe von 108 Tsd. Tonnen, der weitgehend den Erwartungen der INSG von ihrer Herbsttagung entsprach. Den erwartet geringeren Überschuss in diesem Jahr führt die INSG auf einen starken Anstieg der Nachfrage zurück, die sich nach dem Corona-bedingten Rückgang im letzten Jahr erholt. Sie soll um 12% zulegen, was die höchste Wachstumsrate seit 12 Jahren wäre. Nachfragetreiber sind dabei die Edelstahlindustrie und die Elektromobilität. Das Angebot soll um 9% ausgeweitet werden, hauptsächlich wegen einer höheren Nickelroheisenproduktion in Indonesien. Der erneute Angebotsüberschuss, der allerdings schon vor gut einem halben Jahr avisiert wurde, sollte das Preispotenzial von Nickel in diesem Jahr unseres Erachtens begrenzen. Wir sehen den Nickelpreis am Jahresende bei 18.000 USD je Tonne (aktueller Preis: rund 17.500 USD). Langfristig betrachtet wird Nickel unserer Meinung nach deutlich höher notieren, da es stark von der Elektromobilität profitiert. Wir erachten das aktuelle Nickelpreisniveau wie auch mögliche Rücksetzer für Konsumenten als Absicherungsmöglichkeiten ihres langfristigen Nickelbedarfs. Kurzfristig könnten Nickel und die anderen Metallpreise weiteren Auftrieb von guten US-BIP-Daten erhalten, die heute Nachmittag veröffentlicht werden. Unseres Erachtens ist die US-Konjunktur recht stark in das Jahr gestartet. Kupfer kratzt gerade an der Marke von 10.000 USD je Tonne.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.