Rohstoffe

Ölpreise kennen kein Halten

Energie: Ölpreis-Rally setzt sich fort

Wir haben in den letzten Wochen immer wieder auf die Risiken für den Ölpreis sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite hingewiesen. Umso überraschender ist der jüngste starke Preisanstieg, wobei der Brentölpreis mittlerweile stramm in Richtung 50 USD je Barrel zieht und heute Morgen schon fast 49 USD erreicht hat. Dabei hat die Terminkurve erstmals seit Juni in Backwardation gedreht, d.h. der nächstfällige Futures-Kontrakt liegt oberhalb der späteren Kontrakte. Eine fallende Terminkurve wird häufig als Zeichen einer Angebotsknappheit interpretiert. Diese kann man zumindest in den aktuellen Lagerdaten nicht erkennen. Laut API sind in der letzten Woche die US-Rohölvorräte um 3,8 Mio. und die an Benzin um 1,3 Mio. Barrel gestiegen, während die Destillatevorräte um 1,8 Mio. Barrel gesunken sind. Damit droht bei der heutigen DOE-Veröffentlichung eher eine Enttäuschung. Denn der Konsens rechnet mit 200 Tsd. bzw. 800 Tsd. Barrel gegenüber Vorwoche mit einem deutlich geringeren Aufbau der Bestände an Rohöl und Benzin und einem stärkeren Abbau der Destillatebestände. Von der Angebotsseite gibt es zugleich wenig Positives zu berichten. Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung IATA erwartet, dass im nächsten Jahr 2,8 Mrd. Passagiere reisen werden, 1 Mrd. mehr als im Jahr 2020, aber 1,7 Mrd. weniger als 2019. Das Ausmaß der Krise wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass die eigentliche Nachfrage nach Flugtransport, gemessen in Passagierkilometern (PKM bzw. die Anzahl zahlender Passagiere multipliziert mit der zurückgelegten Strecke), im Jahr 2021 voraussichtlich 50% höher sein soll als in diesem Jahr, aber 50 % niedriger als im letzten Jahr. IATA rechnet daher mit einer langen und schwierigen Erholung, wobei das Passagieraufkommen frühestens 2024 wieder das Niveau von 2019 erreichen soll. Für den Zusammenhalt der OPEC+ könnte sich der jüngste Preisanstieg als kontraproduktiv erweisen. Denn er könnte die Allianzmitglieder eher zu einer “laissez-faire”-Haltung verleiten bzw. eine Einigung auf schmerzhafte freiwillige Einschnitte unwahrscheinlicher machen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Preissturz bei Gold zum Stehen gekommen

Der Ausverkauf bei Gold ist an der Marke von 1.800 USD je Feinunze zum Stehen gekommen. Dort verlaufen gleich mehrere wichtige charttechnische Unterstützungen wie die 200-Tage-Linie, der Aufwärtstrend seit Mitte 2019 und einige zyklische Hochs der Jahre 2011 und 2012. Zudem benötigte der Goldpreis im Juli zwei Wochen, bis er diesen Bereich nachhaltig überwunden hatte und zu seiner finalen Rally auf das Rekordhoch ansetzte. Auch der auf 30 gefallene RSI deutet auf eine Stabilisierung hin. Zu einer wirklichen Gegenbewegung ist es bislang aber auch noch nicht gekommen, so dass ein nochmaliger Versuch, den Preis unter 1.800 USD zu drücken, nicht ausgeschlossen werden kann. Sollte dieser erfolgreich sein, könnten darunter liegende Stopps den Preis durchaus noch um einiges weiter fallen lassen. Der scharfe Preisrückgang der letzten Tage hat offenbar die ETF-Anleger aufgeschreckt. Diese ziehen sich weiter in Scharen aus Gold zurück. Für gestern meldete Bloomberg einen erneuten kräftigen Abfluss von 15,4 Tonnen. Dieser entfiel nahezu vollständig auf den SPDR Gold Trust in den USA, der vor allem von institutionellen Investoren als Anlagevehikel genutzt wird. Seit Monatsbeginn sind damit bereits 73 Tonnen Gold aus den ETFs abgezogen worden. Das wäre der stärkste Monatsabfluss seit Dezember 2016. Seit Jahresbeginn stehen aber noch immer Zuflüsse von knapp 800 Tonnen zu Buche. Ebenfalls deutlich Federn lassen mussten zuletzt die Silber-ETFs. Diese verzeichneten in den vergangenen sechs Handelstagen Abflüsse von 580 Tonnen, davon allein 320 Tonnen vor zwei Tagen. Auch Silber ist im Schlepptau von Gold spürbar unter Druck geraten, hat aber die Tiefs von Ende Oktober und Ende September noch nicht unterschritten. Das Gold/Silber-Verhältnis ist kaum gestiegen, was in derartigen Korrekturphasen eher ungewöhnlich ist.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Hohe Angebotsüberschüsse am Zink-, Blei- und Nickelmarkt

Während der globale Kupfermarkt zumindest bis August im Angebotsdefizit war, sind viele andere Metallmärkte überversorgt. So zum Beispiel der globale Zinkmarkt, für den die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) den Angebotsüberschuss in den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf 437 Tsd. Tonnen beziffert. Zur gleichen Zeit im Vorjahr bestand noch ein Angebotsdefizit von 197 Tsd. Tonnen. Der Swing von über 600 Tsd. Tonnen ist der schwachen Nachfrage geschuldet, die unter den Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus gelitten hat. Diese ist laut ILZSG im Vergleich zum Vorjahr um 5,8% gefallen, während das Angebot geringfügig ausgeweitet wurde. Auf ihrer Herbsttagung im Oktober hat die ILZSG für das Gesamtjahr 2020 sogar einen noch deutlich höheren Überschuss unterstellt. Das heißt, sie erwartet offenbar keine schnelle Trendumkehr. Am globalen Bleimarkt ist die Lage ähnlich. Gemäß den ILZSG-Daten war der Markt in den ersten drei Quartalen dieses Jahres mit 186 Tsd. Tonnen überversorgt. Zur gleichen Zeit im Vorjahr stand ein Defizit von 57 Tsd. Tonnen zu Buche. Auch bei Blei ist die Wende auf die schwache Nachfrage zurückzuführen, die um 7,9% gefallen ist. Damit wurde der selbst schon recht starke Produktionsrückgang von 5,2% übertroffen. Wie für Zink erwartet die ILZSG auch für Blei einen deutlich höheren Überschuss im Gesamtjahr 2020. Und aller guten Dinge sind drei: Die International Nickel Study Group (INSG) berichtete von Januar bis September ebenfalls einen Angebotsüberschuss am globalen Nickelmarkt in Höhe von 108,9 Tsd. Tonnen. Dieser entspricht weitgehend der Schätzung für das Gesamtjahr. Zur gleichen Zeit im Vorjahr war der Nickelmarkt noch unterversorgt (Defizit von 37,5 Tsd. Tonnen). Der Swing ist auch hier auf den Nachfragerückgang zurückzuführen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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