Rohstoffe

Ölpreise im Würgegriff von Nachfragesorgen und Handelskonflikt

Energie: Die Ölpreise verloren gestern erneut deutlich. Brent rutschte sogar unter die Marke von 60 USD je Barrel und ging auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte Januar aus dem Handel. Die leichte Preiserholung am Morgen ist dagegen kaum der Rede wert. Nach wie vor halten Nachfragesorgen und der eskalierende Handelskonflikt den Ölmarkt im Würgegriff. Zudem stellt sich die Frage, wie China auf die neuen US-Strafzölle reagieren wird. Auf den Ölmarkt gemünzt stellen sich dabei zwei Fragen: 1) Warum sollte China weiterhin US-Rohöl kaufen? und 2) Warum sollte China noch länger die US-Sanktionen beim Kauf von iranischem Öl befolgen? Zu 1) lässt sich sagen, dass China bislang US-Rohöl noch nicht auf der Liste der mit Importzöllen belegten Güter hat. Das könnte sich nun ändern. China kaufte im Mai laut US-Energiebehörde 247 Tsd. Barrel pro Tag an US-Rohöl und war damit einer der wichtigsten Abnehmer. Ohne die chinesischen Käufe würde US-Rohöl, also vor allem WTI, unter Druck geraten. Zu 2) lässt sich sagen, dass China die Öleinfuhren aus dem Iran zwar nicht vollständig eingestellt, aber doch deutlich zurückgefahren hat. Im Juni lagen die Käufe nur noch bei ca. 200 Tsd. Barrel pro Tag, im Juli aller Voraussicht nach noch niedriger. Dennoch hatten die USA unlängst ein chinesisches Unternehmen auf die Sanktionsliste gesetzt, was von China stark kritisiert wurde. Kauft China wieder mehr Rohöl aus dem Iran, so wäre mehr saudi-arabisches Öl für andere Abnehmer verfügbar, das bislang nach China ging. Dies wiederum würde die internationalen Ölpreise belasten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold ist in der Nacht kurzzeitig auf über 1.470 USD je Feinunze gestiegen. US-Präsident Trump hatte China gestern der Währungsmanipulation bezichtigt und Konsequenzen angedroht. Rückenwind erhielt Gold aber nicht nur von der höheren Risikoaversion der Marktteilnehmer, sondern auch vom schwächeren US-Dollar. Die abwertende US-Währung hat wiederum den Preisanstieg von Gold in Euro gerechnet gebremst. Gold in Britischen Pfund stieg dagegen auf ein Rekordhoch von mehr als 1.200 GBP je Feinunze. Heute Morgen handelt Gold gut 10 USD tiefer, nachdem die chinesische Zentralbank den Yuan wieder unter der Marke von 7 fixiert hat.

Indien hat im Juli gemäß vorläufigen Daten des Finanzministeriums nur 20,4 Tonnen Gold importiert. Dies waren 69% weniger als im Vorjahr und die geringste Menge seit März 2016. Damals hatten die Schmuckhersteller gegen die Wiedereinführung einer Umsatzsteuer auf Schmuck gestreikt. Diesmal haben die rekordhohen lokalen Goldpreise die Inder von Goldkäufen abgehalten, womit sich die Inder einmal mehr preissensitiv gezeigt haben. Im Zuge einer stark abwertenden indischen Währung hat der Goldpreis in Indischer Rupie gerechnet gestern ein neues Allzeithoch markiert. Solange die Währung schwach bleibt und der Goldpreis entsprechend hoch ist, dürften sich die Inder auch weiterhin mit Goldkäufen zurückhalten. Dass Indien im zweiten Quartal China als größten Goldkonsumenten abgelöst hat, dürfte daher nicht mehr als eine Momentaufnahme gewesen sein. Allerdings ist auch der Goldpreis in Chinesischen Yuan gerechnet deutlich gestiegen, was wiederum die Kauflust der Chinesen bremsen dürfte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Alles fällt, nur Nickel steigt. Das war gestern die Devise im Industriemetallsektor. Der LME-Industriemetallindex ist auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren gefallen. Nur Nickel scherte aus der Reihe aus und hat sogar deutlich angezogen: An der LME in London legte Nickel zeitweise um 3,5% zu und ist wieder an die Marke von 15.000 USD je Tonne herangelaufen. Der Impuls zu diesem neuerlichen starken Preisanstieg kam erneut aus China. An der SHFE in Shanghai war der meistgehandelte Futures-Kontrakt wegen eines abermals außergewöhnlich hohen Kaufinteresses nach oben gesprungen. Wie schon Mitte Juli, als der Preis erstmals seit gut einem Jahr kurzzeitig die 15.000 USD-Marke überwand, wurde auch gestern Indonesien für den Preisanstieg verantwortlich gemacht. Wieder einmal wurde darüber spekuliert, dass der weltgrößte Nickelminenproduzent seine Rohmaterialexporte einschränken könnte. Die Lockerung des Exportverbots unbehandelter Erze Anfang 2017 war von vornherein nur auf fünf Jahre ausgelegt. Bis 2022 werden in Indonesien zahlreiche neue Nickelschmelzen gebaut, so dass das Land zukünftig weniger Nickelerz, dafür aber mehr verarbeitete Nickelprodukte ausführen wird. Den Preisanstieg gestern halten wir daher für überzogen und nicht gerechtfertigt. Zudem befindet sich Nickel aus technischer Sicht schon fast wieder im überkauften Bereich, was es unseres Erachtens reif für eine Korrektur macht.

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7L Long Copper-Future Faktor: 8
CJ3D7T Short Copper-Future Faktor: -8
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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