Rohstoffe

Ölpreise im Korrekturmodus

Energie: Debatte über Freigabe der strategischen Ölreserven drückt Ölpreise auf 6-Wochentiefs

Die Ölpreise sind in der Nacht weiter gefallen, nachdem sie gestern auf 6-Wochentiefs aus dem Handel gegangen waren. Brent rutschte unter die Marke von 80 USD je Barrel, WTI unter 78 USD. Die an Dynamik gewinnende Debatte um eine Freigabe der strategischen Ölreserven lastet zunehmend schwer auf den Preisen. Die USA wollen nun auch andere wichtige Verbrauchsländer wie Japan, Südkorea, Indien und China dazu bringen, ihre Notfallreserven anzuzapfen. Eine koordinierte Aktion hätte sicher einen größeren Einfluss auf den Ölmarkt als wenn nur die USA alleine diesen Weg gehen würden. Letztmals gab es eine koordinierte Freigabe vor zehn Jahren, als der Bürgerkrieg in Libyen zu einem Ausfall der dortigen Ölproduktion führte. Beim virtuellen Video-Gipfel Anfang der Woche soll US-Präsident Biden mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi auch darüber gesprochen haben. China hat inzwischen signalisiert, weitere staatliche Reserven freigeben zu wollen. China hatte bereits im September staatliche Ölreserven zum Verkauf angeboten, was aber nur teilweise erfolgreich war. Zudem hat Biden gestern die Federal Trade Commission damit beauftragt, nach möglichen wettbewerbswidrigen oder anderweitigen Verstößen bei der Preisbildung von Benzin zu suchen. Biden ist dabei offenbar die Diskrepanz zwischen den weiterhin hohen Tankstellenpreisen und den seit Ende Oktober gesunkenen Börsenpreisen für Benzin ein Dorn im Auge. Auch die US-Lagerdaten halfen den Ölpreisen gestern nicht, obwohl diese einen unerwarteten Rückgang der Rohölbestände um 2,1 Millionen Barrel und einen weiteren Abbau der Benzinvorräte um gut 700 Tausend Barrel zeigten. Das API hatte allerdings am Vortag einen stärkeren Lagerabbau bei Benzin berichtet. Offenbar wurden diese Daten dahingehend interpretiert, dass eine Freigabe der strategischen Reserven dadurch wahrscheinlicher geworden ist. Dagegen kam es in Cushing, dem Auslieferungspunkt von WTI, zum ersten Lageraufbau seit sechs Wochen.

Der TTF-Erdgaspreis stieg gestern erstmals seit Mitte Oktober wieder über 100 EUR je MWh. Die Inbetriebnahme der Ostseepipeline Nord Stream 2 könnte sich deutschen Regierungskreisen zufolge bis März 2022 hinziehen. Die Bundesnetzagentur hatte das Genehmigungsverfahren in dieser Woche vorläufig ausgesetzt, weil zunächst eine Betreiberfirma nach deutschem Recht gegründet werden muss. Sollte daraufhin auch in den kommenden Monaten weniger Gas aus Russland nach Deutschland fließen, könnte das den Gaspreis weiter steigen lassen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
SB3T44LongNatural Gas FutureFaktor: 2
SB3T7TShortNatural Gas FutureFaktor: -2
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Physischer Silbermarkt dieses Jahr im Defizit

Gold hat gestern trotz des anhaltend festen US-Dollar fast alle Verluste des Vortages aufgeholt. Heute Morgen handelt es bei 1.865 USD je Feinunze. Gold in EUR gerechnet ist sogar auf ein neues 12-Monatshoch von etwas über 1.650 EUR je Feinunze gestiegen. Silber hat ebenfalls verlorenen Boden gut gemacht und handelt wieder bei 25 USD je Feinunze. In den vergangenen Tagen ist Silber mehrfach an der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie abgeprallt. Sollte diese überwunden werden, könnte Silber im Zuge technischer Anschlusskäufe in Richtung unseres Jahresendziels von 26 USD steigen. Gestern Nachmittag hat das Silver Institute einen Zwischenbericht zur Lage am globalen Silbermarkt veröffentlicht. Demnach soll der physische Markt in diesem Jahr erstmals seit 2015 wieder ein Angebotsdefizit aufweisen (7 Millionen Unzen). Die gesamte Silbernachfrage soll um 15% auf 1,29 Milliarden Unzen steigen, den höchsten Wert seit sechs Jahren, wozu alle Nachfragekomponenten beitragen. Die industrielle Silbernachfrage soll sogar um 8% auf ein Rekordhoch von 524 Millionen Unzen anziehen. Sie wird dabei angetrieben von der Photovoltaikindustrie und von elektrischen/elektronischen Anwendungen, was die Rolle von Silber in der „grünen“ Wirtschaft unterstreicht. Auch die Schmucknachfrage dürfte dieses Jahr deutlich höher ausfallen (+18%). Den größten Nachfrageanstieg erwartet das Silver Institute aber bei der Investmentnachfrage, die um 32% auf ein 6-Jahreshoch von 263 Millionen Unzen zulegen soll. Dies wird auf eine starke Münz- und Barrennachfrage in Ländern wie den USA und Indien zurückgeführt. Den Silber-ETFs sollen in diesem Jahr 150 Millionen Unzen zufliessen, weniger als die Hälfte des letzten Jahres. Die Erwartung des Silver Institutes für das Gesamtjahr impliziert aber, dass die Zuflüsse in den verbleibenden Wochen des Jahres noch kräftig anziehen müssen. Das Silberangebot soll zwar um 5% ausgeweitet werden, kann die Nachfrage aber nicht ganz befriedigen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
SF5DDTLongSilber FutureFaktor: 4
SD58JHShortSilber FutureFaktor: -4
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Nicht genügend Angebot

Nach Lesart des World Bureau of Metal Statistics (WBMS) waren alle Metallmärkte in den ersten drei Quartalen des Jahres im Angebotsdefizit. Das absolut betrachtet höchste Defizit war demnach bei Aluminium zu beobachten, das WBMS mit 1,27 Millionen Tonnen angibt. Ein großer Aluminiumproduzent hatte schon vor einigen Wochen von einem Defizit in etwa derselben Größenordnung für diesen Zeitraum berichtet. Grund hierfür ist die starke Nachfrageerholung. Dieses Bild zieht sich durch fast alle Märkte hindurch: So waren auch der globale Nickel-, Zink- und Bleimarkt wesentlich stärker unterversorgt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei Kupfer wiederum zeigt sich die Lage konträr zu den anderen Märkten: Gemäß den WBMS-Daten war zwar auch der globale Kupfermarkt von Januar bis September nicht ausreichend versorgt, das Angebotsdefizit fiel aber deutlich geringer aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dies führt WBMS auf eine niedrigere Nachfrage in China zurück. Das Angebotsdefizit am globalen Zinkmarkt taxiert WBMS auf 48 Tausend Tonnen, das am globalen Bleimarkt auf 269 Tausend Tonnen. Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) sieht den Zinkmarkt in den ersten drei Quartalen ebenfalls im Defizit (93 Tausend Tonnen). Der hohe Überschuss im entsprechenden Vorjahreszeitraum wurde also komplett abgebaut. Dies ist auf eine starke Nachfrage zurückzuführen, die im Vorjahresvergleich um fast 9% gestiegen ist. Das Angebot wurde dagegen „nur“ um 3% ausgeweitet. Das Defizit dürfte sich unseres Erachtens seitdem erhöht haben, da im Oktober kurz hintereinander zwei führende Zinkproduzenten angekündigt hatten, die Produktion in ihren europäischen Werken wegen hoher Strompreise teils drastisch zu kürzen. Die Daten der ILZSG zur Lage am Bleimarkt stehen dagegen weiter im Widerspruch zu den WBMS-Zahlen. Die ILZSG berichtete einen Angebotsüberschuss von 64 Tausend Tonnen, der sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings mehr als halbiert hat.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5NLongCopper FutureFaktor: 3
SB3T9GShortCopper FutureFaktor: -3
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!