Rohstoffe

Ölpreise geben alle Gewinne seit Jahresbeginn wieder ab

Energie: Ölpreise geben alle Gewinne seit Jahresbeginn wieder ab

Am Ölmarkt gab es gestern einen bemerkenswerten Stimmungsumschwung. Verzeichnete der Brentölpreis zu Handelsbeginn noch ein 4-Monatshoch, so brach er im Tagesverlauf ein und ging letztlich mit einem Minus von 4% bei gut 65 USD aus dem Handel. Zwischen Tageshoch und Tagestief lagen mehr als 9% bzw. fast 7 USD. Im Laufe des Tages setzte sich am Markt die Meinung durch, dass die Eskalation zwischen den USA und dem Iran mit dem iranischen Vergeltungsschlag auf Militärstützpunkte im Irak in der vorherigen Nacht ihren Höhepunkt erreicht hat und es keine militärische Antwort der USA geben wird. Dies bestätigte später US-Präsident Trump mit einer kurzen Stellungnahme. Trump will “lediglich” weitere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängen. Zuvor hatte auch der wöchentliche Lagerbericht des US-Energieministeriums für zusätzlichen Abgabedruck bei den Ölpreisen gesorgt. Denn entgegen der Markterwartung und des API-Berichts vom Vortag vermeldete das DOE einen Lageraufbau um 1,2 Mio. Barrel. Die US-Benzinvorräte stiegen sogar um gut 9 Mio. Barrel, was dem stärksten Wochenanstieg seit vier Jahren entsprach. Mit dem gestrigen Preisrückgang haben die Ölpreise sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn wieder abgegeben. Rein fundamental ist dies nachvollziehbar. Denn falls es keine Angebotsausfälle gibt, ist der Ölmarkt reichlich versorgt. Zudem halten die spekulativen Anleger sehr hohe Netto-Long-Positionen, was Spielraum für Gewinnmitnahmen eröffnet. Wir würden allerdings davor warnen, die Eskalation im Mittleren Osten voreilig für beendet zu erklären. Auch wenn der Iran selbst zunächst keine weiteren Vergeltungsmaßnahmen mehr beabsichtigt, könnten iranfreundliche schiitische Milizen weiterhin für Störfeuer sorgen, wie der Raketenbeschuss der Grünen Zone in Bagdad in der Nacht zeigte.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold lässt Federn

Gold hat gestern nicht nur seine anfänglichen Gewinne vollständig wieder abgegeben, sondern ist bis zum Handelsende auch ins Minus gerutscht. Heute Morgen kostet Gold „nur“ noch 1.540 USD je Feinunze und damit etwa 70 USD weniger als im Hoch gestern. Die Lage im Mittleren Osten scheint sich zu entspannen. US-Präsident Trump hat zwar gestern in Reaktion auf den iranischen Raketenangriff auf US-Militäreinrichtungen im Irak weitere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran angekündigt, aber auf eine militärische Antwort verzichtet. Dies hat zu einem höheren Risikoappetit der Marktteilnehmer geführt und Gewinnmitnahmen bei Gold ausgelöst. Ersichtlich werden diese zum Beispiel in einem ETF-Abfluss von acht Tonnen. Während es gestern Morgen noch so aussah, als könnte Gold wegen der sich zuspitzenden Lage im Mittleren Osten weiter steigen, dürfte sich im Falle einer Deeskalation nun die Preiskorrektur fortsetzen. Noch hat Gold nicht alle Gewinne seit der Tötung eines hochrangigen iranischen Generals durch die USA wieder abgegeben. Zum gestrigen Preisrückgang von Gold trugen auch die positiven ADP-Arbeitsmarktdaten bei, die den US-Dollar aufwerten ließen und für morgen einen guten offiziellen US-Arbeitsmarktbericht erwarten lassen. Deutlich stärker unter Druck als Gold steht Silber, obwohl es Gold auf dem Weg nach oben in den letzten Tagen nicht outperformt hatte. Es fällt heute Morgen auf 17,8 USD je Feinunze und das Gold/Silber-Verhältnis steigt auf 87. Während Platin ebenfalls nachgibt, setzt sich die Preisrally von Palladium fort: Es steigt zeitweise auf fast 2.150 USD je Feinunze, gibt anschließend aber vorübergehend um 90 USD nach.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6W Long Silver Future Faktor: 5
CJ7RLV Short Silver Future Faktor: -5
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Industriemetalle: Preise weiterhin gut behauptet

Die Industriemetalle haben sich auch gestern gut behauptet. Obwohl die Ölpreise, die die Metallpreise in den Tagen zuvor unterstützt haben, gestern stark gefallen sind, sind fast alle Metallpreise gestiegen. Im Zuge des höheren Risikoappetits der Marktteilnehmer nach der Deeskalation der Lage im Mittleren Osten, der sich unter anderem in steigenden asiatischen Aktienmärkten widerspiegelt, legen sie heute Morgen weiter zu. Kupfer kostet wieder rund 6.200 USD je Tonne. Das chinesische Handelsministerium hat heute offiziell bestätigt, dass nächste Woche das „Phase-1-Abkommen“ mit den USA unterzeichnet wird. Hierzu wird eine chinesische Delegation unter Führung des Chefunterhändlers Liu He vom 13. bis 15. Januar nach Washington reisen. Die genauen Inhalte des Abkommens wurden bislang nicht veröffentlicht. Der größte Gewinner unter den Industriemetallen war gestern mit Abstand Zink: Es verteuerte sich um 2,4% auf 2.400 USD je Tonne. Neue Nachrichten, die den Preisanstieg erklären könnten, gab es jedoch nicht. In dieser Woche hat sich aber das charttechnische Bild von Zink aufgehellt, nachdem der Preis die 100-Tage-Linie überwunden hatte.

Australien verschifft rekordhohe Menge Eisenerz über Port Hedland

Der Eisenerzpreis fällt heute um 2% auf 92 USD je Tonne, da Australien im letzten Jahr über den Hafen von Port Hedland eine rekordhohe Menge Eisenerz exportiert hat. Gemäß Daten des Hafenbetreibers wurden 2019 knapp 516 Mio. Tonnen verschifft, und dass trotz der wetterbedingten Unterbrechungen zu Jahresbeginn. Das australische Ministerium für Industrie, Innovation und Wissenschaft erwartet, dass Australien insgesamt in diesem Jahr deutlich mehr Eisenerz exportieren wird. Da auch die brasilianischen Ausfuhren wieder anziehen, sollte der seewärtige Eisenerzmarkt gut versorgt sein, was unseres Erachtens für fallende Eisenerzpreise spricht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU6XLF Long Copper Future Faktor: 8
CL1Y53 Short Copper Future Faktor: -8
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Agrar: ICO erwartet ab April Entspannung am Kaffeemarkt

Die Internationale Kaffeeorganisation ICO hat ihre Prognose für das Defizit am globalen Kaffeemarkt in der laufenden Saison 2019/20 von 502 Tsd. auf 626 Tsd. Sack angehoben. Die Preise dürften nur moderat reagieren, denn die ICO spricht explizit davon, dass die Anspannung am Markt nicht über das Jahr anhalten wird. Als Hauptgrund wird die ab April anstehende Ernte eines Hochertragsjahres im weltgrößten Kaffeeanbauland Brasilien genannt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU08R7 Long Coffee Future Faktor: 5
CJ3D6P Short Coffee Future Faktor: -5
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