Rohstoffe

Ölpreise fallen deutlich

Energie: Ölpreise fallen deutlich, erster Anstieg der US-Rohölvorräte seit acht Wochen

Die Ölpreise gerieten in der Nacht kräftig unter Druck. Brent fiel bis auf 85,7 USD je Barrel, nachdem gestern am frühen Abend mit 89,5 USD noch ein neuerliches 7-Jahreshoch verzeichnet wurde. WTI rutschte nach dem Kontraktwechsel bis auf 82,8 USD ab. Der Februar-Kontrakt markierte kurz vor seinem Auslaufen gestern noch ein Hoch von gut 87 USD. Bislang zeigen sich die Preise nur geringfügig erholt. Die Ölpreise hatten sich zuvor mehr und mehr von den Fundamentaldaten abgekoppelt. Denn eine Angebotsknappheit besteht auf Basis der Prognosen von OPEC und IEA nicht. Zudem reagierte der Markt zuletzt nur noch auf Nachrichten, die für höhere Preise sprachen, wie temporäre Angebotsausfälle, die inzwischen wieder behoben sind. Die Frage ist nun, ob sich die Korrektur fortsetzt oder ob das niedrigere Preisniveau von den Marktteilnehmern als Kaufgelegenheit erachtet wird. Beides ist derzeit möglich. Auslöser für den Preisrutsch war eine allgemeine Stimmungseintrübung, die sich auch in deutlich gefallenen Aktienmärkten zeigte. Die Lagerdaten des US-Energieministeriums steckten die Preise zuvor noch weg, obwohl das DOE für letzte Woche einen unerwarteten Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 515 Tausend Barrel berichtete. Das war gleichzeitig der erste Lageraufbau seit acht Wochen. Die US-Benzinvorräte stiegen um 5,9 Millionen Barrel, was deutlich stärker war als erwartet. Damit setzt sich der schon seit Wochen zu beobachtende kräftige Anstieg der Benzinbestände fort. Vom Tief im November sind diese bereits um 35 Millionen Barrel gestiegen. Die Benzinnachfrage liegt trotz eines leichten Anstiegs weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Dagegen verzeichneten die US-Destillatebestände einen Rückgang um 1,4 Millionen Barrel, was die Markterwartungen übertraf. Hierfür war der deutliche Anstieg der Destillatenachfrage verantwortlich. Vermutlich hat der Wintereinbruch im Nordosten der USA die Heizölnachfrage angefacht. Bemerkenswert ist außerdem, dass die strategischen Ölreserven nach wie vor keinen nennenswerten Rückgang zeigen, obwohl die US-Energiebehörde vor einer Woche den Verkauf von 18 Millionen Barrel Öl gemeldet hatte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T46LongOil Brent Future Faktor: 2
SB3T7VShortOil Brent Future Faktor: -2
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Gold zeigt relative Stärke, Silber holt auf

Die Edelmetalle haben gestern ihre Gewinne zeitweise ausgebaut. Gold ist unterstützt durch einen Rückgang der Anleiherenditen auf 1.845 USD je Feinunze gestiegen. Dass Gold nicht stärker zugelegt hat, lag wohl an den Realzinsen, die weiter gestiegen sind, da die Inflationserwartungen stärker gefallen sind als die Anleiherenditen. Dies hat Gold aber nicht wesentlich zugesetzt; es hat unseres Erachtens erneut relative Stärke bewiesen. Wie aus dem gestern veröffentlichten Protokoll der letzten EZB-Ratssitzung im Dezember hervorgeht, wird in der EZB intensiv über die zukünftige Geldpolitik diskutiert. Die Ratsmitglieder sind offenbar bereit, ihren Kurs zu ändern, wenn sich der Preisdruck als hartnäckiger erweisen sollte als erwartet. Wir rechnen mit der ersten EZB-Zinserhöhung im ersten Quartal 2023. Die anderen Edelmetalle erhielten zusätzlichen Rückenwind durch die festen Industriemetallpreise und haben erneut stärker zugelegt als Gold. Silber handelt bei 24,5 USD je Feinunze und das Gold/Silber-Verhältnis ist auf 75 gefallen, den tiefsten Stand seit zwei Monaten. In China wurden im letzten Jahr gemäß Angaben der National Energy Administration 51 GW an Solarkapazitäten installiert ein Rekordwert. In diesem Jahr sollen sogar 75 GW neu hinzukommen. Dies ist ein Beitrag auf dem Weg zur angestrebten Dekarbonisierung der chinesischen Wirtschaft. In den Solarmodulen wird viel Silber eingesetzt, was die Rolle von Silber in einer „grünen“ Wirtschaft unterstreicht. Die Nachfrage nach Silber aus der Photovoltaikindustrie dürfte laut Einschätzung des Silver Institute im letzten Jahr ein Rekordhoch erreicht haben und die Tendenz ist weiter steigend. Platin und Palladium verteuerten sich gestern zeitweise jeweils um 3%, so dass auch Platin gegenüber Gold aufgeholt hat. Die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin ist erstmals seit November unter 800 USD gefallen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
SF5DDTLongSilver FutureFaktor: 4
SD58JHShortSilver FutureFaktor: -4
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
SF4YAPLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Aluminiummarkt auch 2022 unterversorgt

Aluminium hat seinen Preisanstieg gestern fortgesetzt und zeitweise die Marke von 3.100 USD je Tonne überschritten. Es handelte damit auf dem höchsten Stand seit drei Monaten. Das International Aluminium Institute (IAI) berichtete gestern zwar eine rekordhohe Aluminiumproduktion auf globaler Ebene im letzten Jahr. Dies hatte jedoch keine Auswirkungen auf den Preis, da dies so erwartet wurde und die chinesischen Zahlen bereits bekannt waren. China stand im letzten Jahr für 58% der weltweiten Aluminiumproduktion. Den IAI-Daten zufolge wurde die Produktion im Vergleich zum Vorjahr um gut 3% auf 67,3 Millionen Tonnen ausgeweitet. Dabei wurde nicht nur in China, sondern auch in den Ländern außerhalb Chinas zusammengenommen eine rekordhohe Menge Aluminium hergestellt. Dennoch war der globale Aluminiummarkt im letzten Jahr stark unterversorgt, wie die Daten des World Bureau of Metal Statistics vorgestern zeigten. Auch der führende US-Aluminiumproduzent sieht den globalen Aluminiummarkt im Defizit. Dieses taxiert er für letztes Jahr auf 1 Millionen Tonnen. In diesem Jahr soll die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage sogar noch weiter aufgehen: Das erwartete Defizit soll auf 1,4 Millionen Tonnen steigen. Daher geht das Unternehmen auch von einem weiteren Abbau der Aluminiumvorräte aus. Ende 2022 sollen die Bestände nur noch den Bedarf von 44 Tagen decken, nach 52 Tagen Ende letzten Jahres. Der Produzent geht davon aus, dass die globale Aluminiumnachfrage in diesem Jahr um 2-3% zulegen und dabei von allen wichtigen Nachfragesegmenten getragen wird. Dagegen soll das Angebot weiterhin eingeschränkt bleiben wegen der hohen Energiepreise und dem Trend zu einer nachhaltigen Produktion. Vor allem in Europa dürften die Produktionskürzungen andauern. 600-700 Tausend Tonnen jährliche Kapazitäten seien mittlerweile betroffen, was rund 15% der sich in Betrieb befindlichen Kapazitäten in Europa entspräche. Solange sich an der angespannten Marktlage nichts ändert, dürfte der Aluminiumpreis unseres Erachtens gut unterstützt sein.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!