Rohstoffe

Ölpreise erneut unter Druck

Energie: Ölpreise erneut unter Druck, US-Regierung plant Tankrabatt

Die Ölpreise fallen heute um rund 5% auf 109 USD je Barrel (Brent) bzw. 104 USD je Barrel (WTI). Beides entspricht dem niedrigsten Niveau seit mehr als einem Monat. Als Grund für den neuerlichen Preisrutsch werden Rezessionssorgen und das morgige Treffen von Vertretern der US-Ölindustrie mit US-Präsident Biden genannt. Biden hatte die Raffinerien in der letzten Woche öffentlich scharf kritisiert und ihnen vorgeworfen, zu wenig Benzin zu produzieren und durch die rekordhohen Verarbeitungsmargen Gewinne auf Kosten der Autofahrer einzustreichen. Offenbar geht eine Reihe von Marktteilnehmern davon aus, dass sich die Ölindustrie gefügig zeigen und das Benzinangebot deutlich ausweiten wird. Dass dies aufgrund begrenzter freier Verarbeitungskapazitäten kaum möglich sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Heute könnte Biden gut informierten Kreisen zufolge eine vorübergehende Aussetzung der bundesweiten Steuer auf Benzin in Höhe von 18,4 US-Cent je Gallone empfehlen. Man könnte daher meinen, die USA versuchen es mit einem Tankrabatt nach deutschem Vorbild. Allerdings sollte das eher preisunterstützend wirken, da die Benzinnachfrage dadurch angeregt werden dürfte. Sollten die Benzinpreise daraufhin nicht deutlich oder nur kurzzeitig sinken, dürfte die Kritik an der Ölindustrie zunehmen. Die US-Regierung bringt zudem eine weitere Idee ins Spiel, damit die Ölpreise sinken. Und zwar soll nach Vorstellung von Finanzministerin Yellen der Verkaufspreis für russisches Öl nach oben begrenzt werden. Details sind noch nicht bekannt. Es soll laut Bloomberg aber wohl darum gehen, dass Öllieferungen aus Russland international nur versichert werden dürfen, wenn die Unternehmen nicht mehr als einen zuvor festgelegten Preis für das Öl zahlen. Abgesehen von der Frage, wer den Preis nach welchen Kriterien festlegt, bleibt unbeantwortet, wie dadurch wie von der US-Regierung erhofft mehr Öl an den Markt gelangen soll. Ein geringerer Preis dürfte das verfügbare Ölangebot eher reduzieren als erhöhen. Zudem ist russisches Öl der Sorte Urals bereits rund 35 USD je Barrel billiger als Brent.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Gold kein Fels in der Brandung

Gold kann sich dem starken Rückgang der Öl- und Metallpreise nicht entziehen und fällt heute Morgen auf 1.825 USD je Feinunze. Damit wird es seinem Ruf als sicherer Hafen in den letzten Wochen wiederholt nicht gerecht, obwohl Rezessionsängste hinter dem Rückgang der zyklischen Rohstoffe stecken. Hauptbelastungsfaktor ist heute wohl der festere US-Dollar. In den letzten Wochen war bei Preisen knapp oberhalb der Marke von 1.800 USD verstärktes Kaufinteresse zu beobachten, das einen nachhaltigen Rückgang des Goldpreises unter diese Marke verhindert hat. Wir erwarten ein ähnliches Verhaltensmuster auch diesmal und sehen den Goldpreis nicht stärker fallen. Neben seiner Eigenschaft als sicherer Hafen zeichnet sich Gold normalerweise auch als wertstabile Anlage aus. In den aktuellen Zeiten der hohen Inflation sollte es daher gefragt sein. Inflation ist heute das Hauptthema bei der halbjährlichen Anhörung von Fed-Chef Powell vor dem Finanzausschuss des US-Senats. Morgen steht Powell Rede und Antwort vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses. Powell wird die Bemühungen der Fed darlegen, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Sollte der Markt neue Erkenntnisse aus der Anhörung gewinnen, dürfte dies über Bewegungen beim EUR-USD-Wechselkurs und bei den Anleiherenditen heute Nachmittag auch Auswirkungen auf Gold haben. Der Präsident der Richmond-Fed, Barkin, hatte gestern gefordert, dass die Fed die Zinsen so schnell wie möglich anheben soll, ohne den Finanzmärkten oder der Wirtschaft Schaden zuzufügen. Im Fahrwasser von Gold stehen auch die anderen Edelmetalle unter Druck, allen voran Silber. Es fällt überproportional um knapp 2% auf 21,3 USD je Feinunze.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD3APLLongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SD3APKLongSilver FutureFaktor: 7
SD3YJRShortSilver FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Kurzzeitige Angebotssorgen bei Zink und Zinn

Die Metallpreise haben sich gestern von ihrem starken Rückgang in den Wochen zuvor etwas erholt. Kupfer handelte zeitweise über der Marke von 9.000 USD je Tonne. Heute Morgen fallen die Preise allerdings bereits wieder kräftig. Zink hat gestern herausgestochen und sich um gut 2% auf knapp 3.600 USD je Tonne verteuert. Die Londoner Metallbörse (LME) berichtete von einem starken Anstieg der sog. cancelled warrants von Zink, das heißt der Menge, die zur Auslieferung aus den LME-Lagerhäusern angefordert ist. Diese sind um 87% auf rund 37 Tsd. Tonnen gestiegen, den höchsten Wert seit gut zwei Wochen. Das Material wird vor allem aus asiatischen LME-Lagerhäusern abgerufen. Damit stehen dem Markt nur noch 41,6 Tsd. Tonnen Zink frei zur Verfügung. Dies hat offenbar zu Angebotssorgen und zu erneuten Befürchtungen geführt, dass der Zinkmarkt wegen der geringen Vorräte gesqueezed werden könnte. Diese Befürchtungen gab es schon im März und April, im Zuge derer der Zinkpreis zeitweise auf über 4.500 USD gestiegen war. In den letzten Wochen hatte sich die Lage allerdings entspannt. Zugelegt hat gestern auch der Zinnpreis – und zwar um knapp 2% auf über 31.000 USD je Tonne. Indonesien erwägt laut Aussagen des Energie- und Bergbauministeriums, die Lizenzgebühren für den Abbau von Zinn zu erhöhen. Gemeinsam mit den Minenunternehmen soll eine „ideale Rate“ für die Lizenzgebühren gefunden werden. Diese beträgt aktuell 3%, ist von allen Minenunternehmen zu entrichten, und bezieht sich auf das Produktionsniveau. Gleichzeitig sollen mehr Zinnbarren im Land selbst verarbeitet werden. Hierzu will das Ministerium Investitionen anlocken. Indonesien ist der weltgrößte Zinnexporteur. Änderungen dort hätten Auswirkungen auf das weltweite Angebot. Dieses ist im Moment aber offenbar ausreichend und wie bei den anderen Metallen überwiegen derzeit auch bei Zinn eher die Nachfragesorgen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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