Rohstoffe

Ölpreise deutlich gestiegen

Energie: Ölpreise deutlich gestiegen, Hurrikan Ida wirkt weiter nach

Die Ölpreise stiegen gestern um 2%. Brent handelt damit wieder bei 73 USD je Barrel auf dem Niveau vor dem Kontraktwechsel. WTI übertraf erstmals seit vier Wochen die Marke von 70 USD. Am Morgen notieren die Preise nur knapp unter ihren gestern verzeichneten Hochs. Rückenwind gab der kräftige Rückgang der US-Rohöllagerbestände um mehr als 7 Mio. Barrel auf das niedrigste Niveau seit fast zwei Jahren, den das US-Energieministerium am Vortag berichtet hatte. Auch die optimistischen Aussagen der OPEC+ zur Nachfrageentwicklung hallten noch nach. Schließlich sieht die OPEC+ den Ölmarkt trotz der angekündigten weiteren graduellen Erhöhung der Ölproduktion bis zum Jahresende weiterhin unterversorgt. Das erwartete implizite Überangebot im nächsten Jahr fällt zudem deutlich niedriger aus als zuvor erwartet, während die Lagerbestände in den OECD-Ländern noch bis Mai 2022 unter dem 5-Jahresdurchschnitt vor der Corona-Pandemie liegen sollen. Dies eröffnet der OPEC+ etwas mehr Spielraum, die Produktion auch im nächsten Jahr weiter zu erhöhen. Wie IHS Markit berichtet, werden die meisten der von Hurrikan Ida getroffenen Raffinerien innerhalb von drei Wochen wieder funktionstüchtig sein. Damit scheint die Normalisierung der Rohölverarbeitung doch etwas schneller zu gehen als zunächst befürchtet. Es gibt allerdings auch vorsichtigere Meldungen, was den Zeitraum für die Wiederaufnahme der Raffinerietätigkeit in den vom Sturm betroffenen Gebieten betrifft. Aktuell sind noch tägliche Verarbeitungskapazitäten von rund 2 Mio. Barrel außer Betrieb. Dagegen dauert die Wiederaufnahme der Ölproduktion im Golf von Mexiko länger als erwartet. Auch gestern waren weiterhin 1,7 Mio. Barrel pro Tag an Produktionskapazitäten offline. Die Zerstörung der Transportinfrastruktur an Land wie Hubschrauberflugplätze und Kraftstoffdepots verhindert gut informierten Quellen zufolge die Rückkehr der Ölarbeiter auf die Plattformen. Der als Folge des Hurrikan resultierende Anstieg der Rohölvorräte könnte daher moderater ausfallen als erwartet.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7VLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SD2TANShortOil Brent FutureFaktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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Edelmetalle: Gold kaum bewegt, schwache US-Autoabsätze belasten Palladium

Gold dümpelt im Vorfeld der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten heute Nachmittag weiter in einer engen Handelsspanne vor sich hin. Am Morgen kostet es gut 1.810 USD je Feinunze. Es notiert damit fast genau auf dem Niveau vor dem letzten US-Arbeitsmarktbericht Anfang August. Vor der wichtigen Datenveröffentlichung stehen die ETF-Investoren weiter an der Seitenlinie und haben gestern abermals Bestände verkauft. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs hatten im August Abflüsse von 25,6 Tonnen verzeichnet. Dies war bereits der dritte Monat in Folge, in dem die Bestände abgebaut wurden. Die Abflüsse hatten sich im letzten Monat auch wieder beschleunigt. Damit Gold spürbar und nachhaltig steigt, braucht es unseres Erachtens aber die Unterstützung dieser Investoren. Großes Interesse – zumindest regional – besteht dagegen noch an Goldmünzen: In den USA wurden Daten der U.S. Mint zufolge im August 136 Tsd. Unzen (4,2 Tonnen) Goldmünzen verkauft, mehr als doppelt so viel wie im Vormonat. Auch gegenüber Vorjahr sind die Absätze gestiegen. Sie können die Abflüsse aus den ETFs in den USA aber bei weitem nicht auffangen.

In den USA wurden Mittwochabend Zahlen zu den Fahrzeugverkäufen im August veröffentlicht, die deutlich unter den Erwartungen lagen. Gemäß Angaben der WARD’s Automotive Group ist die saisonbereinigte annualisierte Verkaufsrate letzten Monat auf nur noch 13,06 Mio. Fahrzeuge gesunken, (-14% ggü. Vj.). Dies war der niedrigste Wert seit Mai letzten Jahres und zugleich der vierte Monatsrückgang in Folge. Ein Grund für die schwachen Fahrzeugverkäufe dürfte der Chip-Mangel sein, der die Produktion ausbremst. Auf die Preise von Platin und Palladium hatten die Daten zunächst kaum Auswirkungen. Palladium hat mit etwas Verzögerung reagiert und ist gestern um 1,5% auf gut 2.400 USD je Feinunze gefallen. Wegen der durch den Chip-Mangel gedrosselten Produktion müsste eigentlich die Nachfrage nach Platin und vor allem nach Palladium aus der Automobilindustrie leiden. Da der US-Automarkt benzinlastig ist, sollte Palladium stärker betroffen sein als Platin.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SD34P8ShortPlatinum FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Exportsteuer in Russland endet planmäßig, Fortschritte im Zollstreit USA-EU

Die russische Regierung plant laut Aussagen des stellvertretenden Industrie- und Handelsministers von Anfang der Woche nicht, die Exportsteuer auf Stahl und Industriemetalle in das nächste Jahr zu rollen. Die Steuer wurde zum 1. August eingeführt und soll demnach planmäßig Ende des Jahres auslaufen. Grund hierfür sind laut Aussagen des stellvertretenden Ministers die mittlerweile niedrigeren Preise, die zu einer Abkühlung der Märkte geführt hätten. Die Ausnahme sei allerdings Stahlschrott, wo nach wie vor eine erhöhte inländische und externe Nachfrage zu beobachten sei. Er schloss in seinen Ausführungen nicht aus, dass es ein temporäres Exportverbot von Stahlschrott geben könnte, falls sich ein Marktdefizit auftut und die Preise weiter steigen. Dass die Exportsteuer nicht über das Jahresende hinaus verlängert werden soll, muss übrigens nicht unbedingt positiv für die Versorgungssicherheit der Materialien aus Russland sein. Denn laut S&P Global Platts erwarten verschiedene Industriekreise, dass die Regierung die Exportsteuer durch eine Erhöhung der Steuer auf die Gewinnung von Bodenschätzen (mineral extraction tax, MET) ersetzt, so dass auf die Metall- und Minenunternehmen in Russland im nächsten Jahr eine insgesamt höhere Steuerlast zukommen könnte. Unterdessen will die US-Administration den Zollstreit mit der EU laut einem Bloomberg-Bericht mittels einem Quotensystem endgültig beenden. Ein entsprechender Vorschlag soll der EU dem Bericht zufolge unterbreitet werden. Demnach sollen die Einfuhren von Stahl und Aluminium aus der EU, die bislang mit 25% bzw. 10% verzollt werden, bis zu einem gewissen Kontingent einem geringeren Zollsatz unterliegen. Erst über dem vorab festgelegten Schwellenwert soll dann ein höherer Zollsatz zum Tragen kommen. Die USA und die EU arbeiten darauf hin, bis Jahresende den Zollstreit, der unter dem vorherigen Präsidenten Trump aufgeflammt ist, beizulegen.

Smart denken – clever handeln: Haben Sie das Zeug zum “Trader 2021”?

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