Rohstoffe

Ölpreise auf Talfahrt

Energie: Ölpreise auf Talfahrt

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck. Brent fiel in der Nacht auf 77,6 USD je Barrel und markierte damit das tiefste Niveau seit Anfang Oktober. Gleiches gilt für WTI mit weniger als 75 USD. Am Freitag gab Brent um knapp 3% nach. Bei WTI waren es wegen des Kontraktwechsels sogar noch etwas mehr. Im Wochenvergleich verlor Brent 4%, WTI knapp 6%. Damit verzeichneten die Ölpreise bereits den vierten Wochenverlust in Folge sowie den stärksten seit drei Monaten. Auslöser war der rekordstarke Anstieg der Corona-Neuinfektionen in vielen Ländern Europas, der die Politik zu einer spürbaren Verschärfung der Maßnahmen bis hin zu lokalen beziehungsweise flächendeckenden Lockdowns veranlasst. Damit geht die Sorge einher, dass die Ölnachfrage spürbar gebremst wird. Die Erfahrung aus dem Sommer zeigt zwar, dass diese Sorgen auch schnell wieder verfliegen können. Damals kam es aufgrund von Corona-Ausbrüchen und lokalen Lockdowns in Asien wiederholt zu kurzzeitigen kräftigen Preisrückgängen am Ölmarkt, die allerdings schnell wieder wettgemacht wurden. Diesmal könnte die Schwächephase allerdings länger anhalten, da sich das Virus im Winter wesentlich schneller verbreitet und ein baldiges Ende der derzeitigen Welle daher nicht zu erwarten ist. Hinzu kommt, dass die Debatte um eine Freigabe der strategischen Ölreserven trotz des kräftigen Preisrückgangs in der letzten Woche nicht aufhört. Am Wochenende zeigte sich Japan aufgeschlossen dazu, obwohl ein Gesetz dies nur im Falle von Angebotsengpässen oder Naturkatastrophen erlaubt, nicht jedoch, um die Preise zu drücken. Man sucht offenbar nach Wegen, dieses Gesetz zu umgehen. So wird laut einer von Reuters zitierten Quelle erwogen, den Teil der Ölreserven anzuzapfen, der die vorgegebene Mindestmenge überschreitet. Wie Reuters unter Berufung auf offizielle Daten berichtet, hielt Japan im September Ölreserven, die den Bedarf von 145 Tagen abdecken. Erforderlich sind mindestens 90 Tage. Sollte Japan staatliche Notfallreserven freigeben, wäre dies ein Novum. Nicht einmal während des Golfkrieges 1991, noch nach der Tsunami-Katastrophe 2011 hat es dies gegeben. Damals taten dies nur die Ölunternehmen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Fester US-Dollar hält Gold in Schach, aber verstärktes Investoreninteresse

Gold ist am Freitag spürbar um 0,7% gefallen und auf 1.845 USD je Feinunze abgerutscht. Auf diesem Niveau hat es sich stabilisiert und handelt in etwa dort auch heute Morgen. Wir führen den Preisrückgang auf den anhaltend festen US-Dollar zurück der EUR-USD-Wechselkurs notiert erneut unter der Marke von 1,13. Die in dieser Woche zur Veröffentlichung anstehenden Daten dürften zeigen, dass die US-Wirtschaft weiterhin rund läuft. Dahingegen sorgen die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in vielen europäischen Ländern bei den Marktteilnehmern für Verunsicherung. Dies hat bereits dazu geführt, dass die Zinserhöhungserwartungen an die EZB wieder nach hinten verschoben wurden der Markt erwartet jetzt die erste Zinsanhebung 2023. Darüber hinaus haben sich mehrere Fed-Mitglieder für eine schnellere Durchführung des sogenannten Tapering ausgesprochen. Fed-Gouverneur Waller argumentierte sogar für frühere Zinserhöhungen, um die stark steigende Inflation zu bekämpfen. Dies alles hat den Dollar wohl gestärkt beziehungsweise den Euro geschwächt. Für uns etwas überraschend verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs am Freitag Zuflüsse von gut zehn Tonnen. Dies war der höchste Tageszufluss seit Mitte Januar. Etwa acht Tonnen davon entfielen auf den SPDR Gold Trust in den USA. Wochenlang zuvor hatte sich diese Anlegergruppe mit Goldkäufen zurückhalten bzw. sogar eher Bestände veräußert. Die spekulativen Finanzinvestoren haben laut CFTC-Statistik in der Woche zum 16. November ihre Netto-Long-Positionen bei Gold um weitere 13% auf 142,3 Tausend Kontrakte ausgebaut, den höchsten Wert seit April 2020. Sie haben damit wohl mit zum Preisanstieg von Gold in der Beobachtungsperiode beigetragen. Das heißt unseres Erachtens aber auch, dass der Preisanstieg auf wackeligen Beinen steht und Gold anfällig für Gewinnmitnahmen sein könnte. Gleiches gilt für Silber, wo die Netto-Long-Positionen ebenfalls kräftig ausgeweitet wurden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
SF5DDVLongSilver FutureFaktor: 5
SF5DDEShortSilver FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Freundlicher Wochenauftakt

Die Metallpreise starten trotz des festen US-Dollar freundlich in die neue Handelswoche. Kupfer verteuert sich auf knapp 9.700 USD je Tonne. Nickel steigt auf über 20.000 USD je Tonne und den höchsten Stand seit fast vier Wochen. Zinn erreicht mit knapp 39.000 USD je Tonne ein neues Rekordhoch. Eisenerz befindet sich seit Freitag in einer Erholungsbewegung und hat vom Tief letzten Donnerstag mittlerweile 10% zugelegt. Aluminium baut auf den Gewinnen von Freitag auf (+2,4%) und steigt heute Morgen zeitweise auf knapp 2.700 USD je Tonne. Es handelt damit an der charttechnisch wichtigen 100-Tage-Linie. Sollte diese überwunden werden, könnte dies zu technischen Anschlusskäufen und in der Folge weiteren Preisanstiegen führen. An der SHFE in Shanghai ist der meistgehandelte Futures-Kontrakt auf über 19.000 CNY je Tonne (umgerechnet gut 3.000 USD) gestiegen. Am Freitag gab eine Meldung dem Aluminiumpreis Auftrieb, wonach eine große Schmelze in der chinesischen Provinz Yunnan nach einem Vorfall schließen musste. Laut dem Nachrichten und Datenanbieter SMM hat die Schmelze eine jährliche Produktionskapazität von 300 Tausend Tonnen. Laut Betreiberangaben handelte es sich um ein Leck in einem elektrolytischen Bad. Die Produktion sei heute wieder aufgenommen worden. Heute veröffentlicht das International Aluminium Institute neue Daten zur globalen Aluminiumproduktion. Die Drosselung der chinesischen Produktion dürfte sich auch auf globaler Ebene bemerkbar machen. Das gleiche Bild, allerdings wesentlich stärker im Ausmaß, dürfte der Weltstahlverband diese Woche für den globalen Stahlmarkt zeichnen. Bei Kupfer wird interessant sein zu sehen, ob sich das bislang nach Lesart der International Copper Study Group recht beachtliche Angebotsdefizit am globalen Markt weiter ausgeweitet hat oder dieser zuletzt wieder besser versorgt war. Allerdings decken die Daten nur die ersten acht Monate des Jahres ab.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!