Rohstoffe

Ölpreise auf 7-Jahreshoch

Energie: Ölpreise erreichen höchstes Niveau seit Oktober 2014

Die Preisrally am Ölmarkt setzt sich fort. Brent verteuert sich weiter und erreicht am Morgen mit 88 USD je Barrel das höchste Niveau seit Oktober 2014. Gleiches gilt für WTI, das auf 85,7 USD steigt. Marktteilnehmer führen den jüngsten Preisanstieg neben der schon seit einigen Tagen genannten Angebotsknappheit auf zunehmende geopolitische Spannungen im Mittleren Osten zurück. So gab es gestern einen Drohnenangriff durch Huthi-Rebellen auf ein Öldepot in Abu Dhabi. Die Rebellen haben außerdem mit weiteren Angriffen gedroht. Hintergrund ist, dass die Vereinigten Arabischen Emirate Teil der von Saudi-Arabien geführten Allianz sind, die im Jemen die Huthis bekämpft. Gestern reagierten die Preise allerdings noch nicht auf diese Nachricht. Zudem gibt es weitere Indikatoren, die auf eine Unterversorgung hindeuten. Auf die sich verstärkende Backwardation in den Terminkurven hatten wir bereits in den vergangenen Tagen hingewiesen. Auch am physischen Markt weiten sich die Preisaufschläge für kurzfristige Öllieferungen aus. Für russisches Öl der Marke Sokol mit Lieferung im März müssen 40 US-Cent je Barrel mehr gezahlt werden als zuvor. Der Preisaufschlag für ESPO, das vor allem von chinesischen Raffinerien bevorzugt wird, ist Händlern zufolge auf das höchste Niveau seit November gestiegen. Das Energieberatungsunternehmen FGE verweist zudem auf zusätzlichen Rückenwind für den physischen Markt durch die hohen Raffineriemargen. All dies deutet auf eine robuste Nachfrage hin. Spannend wird nun, ob OPEC und IEA ihre bisherige Sicht korrigieren, wonach der Ölmarkt im laufenden Quartal 1,3 Millionen bzw. 1,5 Millionen Barrel pro Tag überversorgt ist. Die OPEC veröffentlicht ihren Monatsbericht heute, die IEA folgt morgen. IEA-Chef Birol hatte letzte Woche von einer stärker als erwarteten Nachfrage gesprochen, was eine Aufwärtsrevision der Nachfrageschätzung nahelegt. Ob dies ausreicht, das bislang prognostizierte Überangebot aufzuzehren, hängt auch von der Einschätzung zum Angebot ab. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten könnte nun auch Russland Schwierigkeiten haben, die vorgesehene monatliche Ausweitung der Fördermenge um 100 Tausend Barrel pro Tag zu erreichen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6ALongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SD1CL9LongWTI Light Crude Future Faktor: 3
SD2TASShortWTI Light Crude FutureFaktor: -3
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gegenwind für Gold, historisch schwache EU-Autoneuzulassungen

Der Goldpreis steht heute Morgen leicht unter Druck und fällt auf 1.815 USD je Feinunze zurück. Gegenwind erhält Gold vom US-Dollar, der etwas aufwertet. Vor allem aber steigen die Anleiherenditen: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist heute in der Spitze auf 1,85% geklettert, den höchsten Stand seit zwei Jahren. Die Rendite für 2-jährige Treasuries liegt erstmals seit fast zwei Jahren wieder über der Marke von 1%. Durch den Renditeanstieg steigen auch die Realzinsen, da sich die marktbasierten Inflationserwartungen nicht verändert haben. Die Realzinsen in den USA liegen jetzt bei -0,65%. So „hoch“ waren sie zuletzt im April letzten Jahres. Dies macht Gold als zinslose Anlageralternative weniger attraktiv. Zudem preist der Markt gemessen an den Fed Fund Futures weitere Zinserhöhungen ein. Für die Sitzung der US-Notenbank Fed im März erwartet der Markt nun eine Zinserhöhung von mehr als 25 Basispunkten. Bis zum Jahresende sind es mittlerweile deutlich über 100 Basispunkte. Vor diesem Hintergrund schlägt sich der Goldpreis unseres Erachtens noch recht beachtlich.

Wie der Verband der europäischen Automobilproduzenten (ACEA) heute berichtete, hat der EU-Automarkt im letzten Jahr ein historisch schwaches Jahr verzeichnet. EU-weit wurden 2021 demnach nur 9,7 Millionen Autos neu zugelassen. Die Autoneuzulassungen lagen damit sogar 2,4% unter dem Corona-geprägten Vorjahr und ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau. Die ACEA führt dies auf die Chip-Knappheit zurück, die die Autoproduktion insbesondere im zweiten Halbjahr beeinträchtigt hat. Von den drei wichtigsten Automärkten weltweit (China, USA, EU) war der EU-Markt im letzten Jahr der schwächste. Platin und Palladium reagieren verhalten auf die ACEA-Daten. Platin fällt leicht auf 970 USD je Feinunze, Palladium hält sich bei 1.880 USD je Feinunze. Die schwachen Zahlen waren unseres Erachtens weitgehend erwartet und wohl bereits eingepreist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Zinnpreis mit neuem Allzeithoch, Nickelmarkt stark angespannt

Die Metallpreise haben gestern eine Verschnaufpause eingelegt und sich wenig bewegt wohl auch wegen des Feiertages in den USA, der für eine geringere Liquidität an den Märkten gesorgt hat. Heute Morgen legen sie allesamt wieder moderat zu. Dabei spielen offenbar Erwartungen eine Rolle, dass in China die Zinsen weiter gesenkt werden könnten, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Möglicherweise erfolgt der nächste Zinsschritt schon am Donnerstag, denn dann entscheidet die chinesische Zentralbank über den 1- und 5-Jahressatz. Zinn sticht unter den Industriemetallen heute etwas heraus: Es ist auf ein neues Allzeithoch von 42.000 USD je Tonne gestiegen. Die Rally des Zinnpreises begann im März 2020, dem Ausbruch der Corona-Pandemie, und hält bis heute an. Seitdem hat sich der Zinnpreis mehr als verdreifacht. Seit Beginn dieses Jahres steht bereits wieder ein Plus von 8% zu Buche. Viele Marktteilnehmer erachten den Zinnmarkt als chronisch unterversorgt. Die Unterversorgung wird zudem durch die anhaltenden Logistikprobleme verschärft. Nickel steigt heute Morgen ebenfalls etwas stärker als die meisten anderen Industriemetalle auf 22.300 USD je Tonne. Der Nickelmarkt scheint derzeit merklich angespannt, was sich in der Terminkurve widerspiegelt, die am vorderen Ende stark in Backwardation ist. Gestern ist zudem der Spread zwischen dem Kassapreis und dem 3-Monats-Forward auf fast 500 USD je Tonne gestiegen. Dies ist der höchste Aufschlag seit Mitte 2007 und unterstreicht die aktuelle Knappheit. In dieses Bild passt, dass die Lagerbestände weiter abgebaut werden: In den LME-Lagerhäusern liegen jetzt nur noch 97 Tausend Tonnen Nickel, die geringste Menge seit über zwei Jahren.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!