Rohstoffe

Ölpreise aktuell gut unterstützt

Energie: Ölpreise aktuell gut unterstützt

Die Ölpreise verteidigen ihre Gewinne von letzter Woche. Brent handelt bei 64 USD je Barrel und WTI bei 59 USD jeweils weiter in der Nähe ihrer am Freitag verzeichneten 3-Monatshochs. Noch immer wirkt die Entscheidung der OPEC+ nach, die Ölproduktion ab Januar 2020 stärker zu kürzen. Wie wir gestern dargelegt haben, erachten wir die beschlossenen Kürzungen jedoch als unzureichend, um ein Überangebot zu verhindern. Dies dürfte auch der Monatsbericht der US-Energiebehörde heute Abend verdeutlichen. Darin dürfte die EIA einen weiteren Anstieg der US-Ölproduktion prognostizieren. Ebenfalls preisunterstützend wirkt die Nachricht vom Wochenende, dass China im November rekordhohe 11,13 Mio. Barrel Rohöl pro Tag importiert hat. In den ersten elf Monaten zusammen liegen die Rohölimporte bei gut 10 Mio. Barrel pro Tag und damit 10,4% über dem Vorjahr. Bremsspuren bei der Nachfrage etwa aufgrund des Handelskonflikts lassen sich somit nicht erkennen. Allerdings dürften die Importzahlen die tatsächliche Ölnachfrage Chinas überzeichnen. Ein Teil der Rohölimporte dürfte in den Lageraufbau gegangen sein. Ein anderer Teil wird in Form von verarbeiteten Ölprodukten wieder exportiert. Die Exporte von Ölprodukten lagen nach elf Monaten 14,2% höher als im Vorjahr.

Positives für den EU-Emissionshandel aus Deutschland?

Der in den letzten Monaten eher seitwärts schwankende CO2-Preis bekommt wohl Unterstützung aus Deutschland: Laut einem Bloombergbericht war aus dem Bundesumweltministerium zu hören, dass sich die Ressorts nun doch darauf einigen konnten, die aufgrund des geplanten Kohleausstiegs überschüssigen Emissionsrechte unmittelbar zu löschen bzw. zurückzuhalten. Dagegen sprachen bislang die entsprechenden Einnahmeverluste in den Auktionen. Eine unmittelbare Absorption der Emissionsrechte (und nicht erst später über die Marktstabilitätsreserve) wäre zweifellos preisstützend. Konkrete Angaben, auch zur Ausgestaltung, gibt es allerdings noch nicht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
CJ8G2R Long ICE ECX EUA Future Faktor: 4
CJ8G2S Short ICE ECX EUA Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Zurückhaltung vor wichtigen Ereignissen

Der Goldpreis hat sich bislang nicht vom Preisrutsch nach den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag erholt und handelt weiterhin bei rund 1.460 USD je Feinunze. Im Vorfeld der Fed-Sitzung heute und morgen, der EZB-Sitzung und der britischen Parlamentswahlen am Donnerstag sowie der Frist für die Einführung neuer US-Strafzölle gegen China am Sonntag halten sich die Marktteilnehmer aus nachvollziehbaren Gründen mit neuen Engagements zurück. Denn jedes dieser Ereignisse könnten den Goldpeis in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Für 2020 gehen wir von steigenden Goldnotierungen aus.

Palladiumpreis mit neuem Rekordhoch trotz erneut schwacher chinesischer Autoabsätze

Der chinesische Automarkt sieht bislang kein Licht am Ende des Tunnels. Gemäß Daten der Passenger Car Association sind die Autoabsätze im November im Vergleich zum Vorjahr um 4,2% gefallen. Demnach hat die schwächelnde Konjunktur die Konsumenten von Autokäufen abgehalten, vor allem in den Regionen außerhalb der großen Städte. Einen besonders starken Absatzrückgang verzeichneten erneut Autos mit neuen Antriebsformen, darunter Elektrofahrzeuge, die um 42% einbrachen. Grund hierfür ist, dass die Behörden seit Monaten die Subventionen für den Kauf von Elektroautos zurückfahren. Insgesamt betrachtet ist der chinesische Automarkt 2019 auf dem Weg zum zweiten Jahresrückgang in Folge. Der Palladiumpreis hat sich von den kontinuierlich schwachen Absatzzahlen in China bislang überhaupt nicht beeindrucken lassen. Im Gegenteil, der Preis eilt weiter von Rekord zu Rekord. Das Niveau wurde mittlerweile auf knapp 1.900 USD je Feinunze nach oben geschraubt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
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Industriemetalle: China hat weniger Stahl und Aluminium exportiert, Indonesien weniger Zinn

Die am Wochenende von der chinesischen Zollbehörde veröffentlichte Handelsbilanz für November enthielt nicht nur Positives. Während die Importe von nahezu allen Rohstoffen stark ausfielen (siehe TagesInfo Rohstoffe von gestern und Energie oben), was auf eine robuste Nachfrage in China hindeutet, zeigten sich die Exporte weiter verhalten. Insgesamt betrachtet sind sie im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, was wir in erster Linie auf den Handelsstreit mit den USA zurückführen. Dies hatte zur Folge, dass der Handelsbilanzüberschuss im November gesunken ist. Bezogen auf Stahl hat China letzten Monat nur 4,58 Mio. Tonnen exportiert, 14% weniger als im Vorjahr und die geringste Menge seit Februar. Seit Mitte Oktober haben die Stahlpreise in China deutlich angezogen, so dass es für die Produzenten attraktiver war, Stahl auf dem heimischen Markt zu verkaufen anstatt zu exportieren. Die Aluminiumausfuhren lagen mit 452 Tsd. Tonnen 16% unter Vorjahr. In China wurde zuletzt etwas weniger Aluminium produziert, da einige Schmelzen im Sommer technische Probleme hatten, die erst sukzessive gelöst wurden. Dies hat sich in den Exporten bemerkbar gemacht.

In Indonesien haben die Zinnschmelzen offenbar ihre Ankündigung umgesetzt und im November weniger Zinn ausgeführt (4.614 Tonnen). Sollten die Exporte im Dezember nicht gestiegen sein, hätte man das Ziel von 66 Tsd. Tonnen im Gesamtjahr 2019 nicht übertroffen. Um den Zinnpreis, der immerhin wieder bei 17.000 USD je Tonne notiert, nachhaltig zu unterstützen, müssten die Exportbeschränkungen im nächsten Jahr beibehalten werden. Dies ist laut Einschätzung der International Tin Association aber fraglich.