Rohstoffe

Ölpreis scheint unaufhörlich zu steigen und Kupfer erstmals seit zehn Jahren über 10.000 USD

Energie: Brent-Öl – 65, 66, 67, 68, 69 …

Der Brent-Ölpreis scheint unaufhörlich zu steigen: Vom Montagstief unter 65 USD ist er gestern fast bis auf 69 USD je Barrel gestiegen. Heute Morgen notiert er zwar wieder 1 USD tiefer, doch die Stimmung am Ölmarkt scheint sehr zuversichtlich. Der Markt schaut durch die aktuelle pandemiebedingte Nachfrageschwäche in Indien hindurch und rechnet mit einem massiven Anstieg der Nachfrage und einem weiteren Abbau der Lagerbestände in der zweiten Jahreshälfte. Das aktuelle Umfeld am Ölmarkt sehen viele Marktbeobachter als “Goldlöckchen-Szenario”, wobei sich der Markt in genau der richtigen Situation befindet, in der alles stimmt. Der Preis ist weder zu hoch, noch zu niedrig, ebenso scheint die Angebots-Nachfrage-Situation ausgewogen. Wir sehen zwar durchaus Risiken sowohl seitens der hohen Nachfrageerwartungen als auch des möglicherweise verfrüht steigenden “OPEC+”-Angebots. Eine starke Korrektur scheint jedoch aus aktueller Sicht nicht mehr wahrscheinlich.

Europäischer Gaspreis auf 4-Monatshoch

Im Schatten des Ölpreises ist auch der europäische Gaspreis (TTF, 1-Monats-Forward) mit 22,5 EUR je MWh auf den höchsten Stand seit Mitte Januar gestiegen – damals sorgten die eisigen Temperaturen in der nördlichen Hemisphäre für Chaos an den Energiemärkten. Die Vorhersagen für unterdurchschnittliche Temperaturen in den nächsten Wochen und die niedrigen Bestände der Gasspeicher tragen zum Preisanstieg bei. Die europäischen Gasspeicher sind aktuell zu unter 30% gefüllt, in Deutschland sogar zu lediglich 25,6%, ein saisonales 3-Jahrestief. Auch der massiv gestiegene CO2-Preis, der seit Jahresbeginn um 50% zugelegt hat und auf einem Rekord von über 48 EUR je Tonne notiert, dürfte den Preisanstieg von Gas unterstützt haben. Nicht zuletzt ist auf das massiv gestiegene Interesse der Investmentfonds bei Gas-Futures hinzuweisen: Deren Netto-Long-Positionen stiegen in der Woche zum 23. April mit über 43 Tsd. Kontrakten auf den höchsten Stand seit dem Beginn der Datenreihe im Oktober 2018.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7SLongOil Brent FutureFaktor: 4
SD3V9LShortOil Brent FutureFaktor: -4
SD265CLongOil WTI Light FutureFaktor: 4
SD265JShortOil WTI Light FutureFaktor: -4
SD3YH2LongICE ECX EUA FutureFaktor: 4
SD4TVPShortICE ECX EUA FutureFaktor: -4
SD3BVALongNatural Gas FutureFaktor: 4
SB3T76ShortNatural Gas FutureFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold von neuerlichen ETF-Abflüssen belastet

Gold gab gestern im Tagesverlauf nicht nur sämtliche Gewinne nach der Fed-Sitzung wieder ab, sondern rutschte kurzzeitig unter 1.760 USD je Feinunze. Belastungsfaktoren waren steigende US-Anleiherenditen und zuletzt wieder stärkere ETF-Abflüsse. In dieser Woche sind bislang 30 Tonnen aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs abgeflossen, soviel wie seit März nicht mehr. Während Gold unter Druck stand, verzeichnete Palladium bei gut 2.980 USD je Feinunze ein neues Rekordhoch. Die Marke von 3.000 USD könnte noch heute erreicht werden.

Gestern waren wir bereits auf die verschiedenen Bereiche der Goldnachfrage im ersten Quartal eingegangen. Heute machen wir hierzu noch einige Ergänzungen und richten einen Blick auf das Angebot. Laut World Gold Council waren die ETF-Abflüsse im vergangenen Quartal die stärksten seit dem Schlussquartal 2016. Dem stand eine sehr robuste Nachfrage nach Barren und Münzen gegenüber. Diese erreichte spiegelbildlich zu den ETF-Abflüssen das höchste Niveau seit dem vierten Quartal 2016. Die Goldnachfrage in China soll in diesem Jahr laut Aussage des WGC wieder das Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erreichen. Die Zentralbanken kauften im vergangenen Quartal 96 Tonnen Gold. Das war die höchste Menge seit dem zweiten Quartal 2020. Zwei Drittel der Käufe war auf die ungarische Zentralbank zurückzuführen, die im März Käufe von 63 Tonnen bekanntgab. Für das laufende Jahr rechnet der WGC insgesamt mit ähnlich hohen Zentralbankkäufen wie im letzten Jahr. Auf der Angebotsseite gab es im ersten Quartal einen kräftigen Anstieg der Minenproduktion um 4%. Diese stieg damit auf das höchste Niveau in einem ersten Quartal überhaupt. Grund hierfür waren angebotsdämpfende Effekte im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen im Vorjahresquartal und eine höhere Produktion in Nordamerika sowie in Indonesien. Dem stand allerdings ein um 8% niedrigeres Angebot an Altgold und ein De-hedging von 25 Tonnen gegenüber, so dass das Goldangebot im ersten Quartal insgesamt 4% niedriger ausfiel als im Vorjahr.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Wieder ein “squeeze” am Zinnmarkt?

Kupfer ist gestern Nachmittag erstmals seit mehr als zehn Jahren kurzzeitig über die Marke von 10.000 USD je Tonne gestiegen. Die Gewinne wurden anschließend aber komplett abgegeben – dies führen wir auf Gewinnmitnahmen und den festeren US-Dollar zurück. Heute Morgen verhindert ein schwächerer offizieller chinesischer PMI einen neuerlichen Preisanstieg.

Der Zinnpreis ist vorgestern um über 5% gestiegen und hat die Marke von 28.000 USD je Tonne geknackt. Gestern hat er zeitweise weiter bis auf knapp 29.000 USD zugelegt. Dies war der höchste Stand seit Juli 2011. In Sachen Performance steht Zinn somit Kupfer in nichts nach: Seit seinem Tief im März letzten Jahres hat sich der Zinnpreis mittlerweile mehr als verdoppelt. Wie bei Kupfer läuft unseres Erachtens aber auch die Rally bei Zinn heiß: Aus technischer Sicht ist Zinn aktuell überkauft. Wir führen den Preisanstieg in diesem Monat insbesondere auf ein verstärktes spekulatives Kaufinteresse in einem kleinen Markt zurück. Daneben ist die Backwardation in der Terminkurve wieder etwas ausgeprägter, das heißt die Terminkurve hat sich am vorderen Ende wieder etwas versteilert. Der Spread zwischen dem Kassa-Preis und dem 3-Monats-Future hat sich innerhalb der letzten beiden Tage auf rund 2.500 USD je Tonne mehr als verdoppelt. Dies ist der größte Abstand seit 1½ Monaten und deutet auf einen neuerlichen „squeeze“ am Zinnmarkt hin. Dieser ist allerdings im Moment noch nicht so ausgeprägt wie Mitte Februar (Spread von zeitweise 6.500 USD). Zuletzt wurden eigentlich eher Daten veröffentlicht, die für eine Entspannung am globalen Zinnmarkt gesprochen haben: Zum einen hatte China im März aufgrund günstiger Arbitrage-Möglichkeiten netto die größte Menge Zinn seit fast zwei Jahren exportiert. Zum anderen hatte Indonesien, der weltgrößte Zinnexporteur, im März ebenfalls deutlich mehr Zinn ausgeführt. Die sehr hohen Preise sollten zudem Anreiz geben, noch mehr Zinn zu produzieren und zu exportieren. Und das World Bureau of Metal Statistics hatte letzte Woche schon für die ersten beiden Monate des Jahres einen Angebotsüberschuss ausgewiesen. Für uns sieht es so aus, als hätte sich der Zinnpreis aktuell von den Fundamentaldaten entkoppelt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.