Rohstoffe

Ölpreis: Keine neuen Impulse!

Die übliche eher nachrichtenarme Woche zum Monatsende steht an. Somit dürfte der Ölpreis auf der Stelle treten, woran wohl auch die umfragebasierten Schätzungen der OPEC-Produktion nichts ändern werden, zumal diese vermutlich auf Vormonatsniveau verharrt hat. Am Freitag wird für China mit dem Einkaufsmanagerindex das letzte Konjunktursignal vor der Feiertagswoche veröffentlicht: Positive Impulse wird es hier wohl kaum geben. Am Goldmarkt ist allerhöchstens eine kurzfristige Gegenbewegung zu erwarten.

Wochenausblick: Herbstzeit…
Der Preis für ein Barrel Brentöl hat sich bei 90 USD eingependelt. Die hohen Konjunkturrisiken in einem ohnehin gut versorgten Ölmarkt halten die Preise in Schach. Die ersten umfragebasierten Schätzungen der OPEC-Produktion im September dürften zeigen, dass sich die Versorgungslage zuletzt kaum geändert hat. Offiziell sollte die tägliche OPEC+-Produktionsquote zwar im September gegenüber dem August um 100 Tsd Barrel steigen. Aber das dürfte sich bei den teilnehmenden OPEC-Staaten kaum bemerkbar machen. Hier bremst ohnehin die zuletzt unter 1 Mio Barrel pro Tag gefallene nigerianische Produktion (Grafik 1). Sie lag damit 850 Tsd Barrel pro Tag unter der Quote, und die IEA ist unter anderem wegen zu geringer Investitionen für die weitere Entwicklung der Produktion skeptisch. Allerdings ändern diese Ausfälle nichts an der guten Versorgungslage des Marktes.

Auch an den Metallmärkten dominieren zurzeit die Nachfragesorgen: Der Index der Londoner Metallbörse rutscht allmählich wieder in Richtung des Mitte Juli erreichten 1 1/2-Jahrestiefs. Auch der Ende der Woche anstehende chinesische Einkaufsmanagerindex dürfte keine positiven Impulse geben, wenn er im Einklang mit den Erwartungen weiter unter 50 rutschen sollte. Ohnehin dürften sich die Händler vor Beginn der Feiertagswoche in China zurückhalten, schwebt doch das Damokles-Schwert der Null-Covid-Politik weiterhin über den Märkten. Neue Impulse könnten dann aber Mitte des Monats folgen, wenn der Parteikongress stattfindet.

Gold steht momentan am schlechtesten dar: Der Preis handelt nahe seines Jahrestiefs. Angesichts der schnellen Anhebung der Zinsen kann Gold als zinslose Anlage derzeit nicht punkten, zumal der starke US-Dollar zusätzlich belastet. Darum ziehen auch viele ETF-Investoren weiterhin Mittel ab. Kommende Woche könnte es zwar eine kleine Gegenbewegung nach oben geben. Eine nachhaltige Wende dürfte aber erst einsetzen, wenn ein Ende der Zinserhöhungen in Sicht ist.

Die EU-Kommission will am nächsten Mittwoch weitere konkrete Vorschläge präsentieren, um die explodierenden Gaspreise zu begrenzen und die Liquidität der Energieversorger sicherzustellen. Dabei soll es zum einen darum gehen, für LNG eine alternative Preiserfassung zu dem börsengehandelten Gaspreis aufzusetzen. Zum anderen geht es um eine Änderung der Besicherungspflichten im Energiehandel bzw. um die Begrenzung von Intra-Day Volatiltität. Die Vorschläge sollen am Freitag den Energieministern präsentiert werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent FutureFaktor: 5
SH310QShortOil Brent FutureFaktor: -5
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
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Energie

  • Der Brentölpreis kam in den letzten Tage kaum vom Fleck; am Gasölmarkt dagegen haben sich die Preise weiter erholt. Der nächstfällige Kontrakt notiert schon wieder bei 1.000 USD je Tonne, und das obwohl die preisbelastenden Nachrichten nicht abrissen. Dem Bericht über höhere Dieselexporte aus China folgte der US-Lagerbericht, der die zweite Woche in Folge steigende Destillatevorräte auswies. Die Nachfrage nach Mitteldestillaten zog zwar nach dem Einbruch in der Vorwoche an, blieb aber weiterhin spürbar hinter dem Vorjahr zurück. Auch in Europa steigen die ARA Gasölvorräte wieder leicht. Dennoch bleiben die Vorräte aber hier wie dort aber deutlich niedriger als üblich, was den Preisen vorerst weiter Unterstützung gibt.
  • Laut einer Studie des Energiewissenschaftlichen Instituts der Universität Köln dürften die USA langfristig Russland als größten Gaslieferanten an die EU ablösen. Damit würde sich der Trend fortsetzen, der sich in den verfügbaren Importdaten zeigt: So haben die USA laut Bericht der EU Kommission in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ihre LNG-Exporte in die EU deutlich erhöht. Laut der EWI-Studie könnten bis zu 136 Mrd. Kubikmeter US-amerikanisches LNG (entspricht bis zu 90 Prozent der Gasimporte aus Russland in 2021) im Jahr 2030 in die EU importiert werden und die USA 40% der Gasimporte der EU ausmachen. Nichtsdestoweniger weisen die Autoren darauf hin, dass insbesondere eine geringere Nachfrage für einen Rückgang der Gaspreise entscheidend wäre. Ginge die Gasnachfrage bis zum Jahr 2030 um 20 Prozent gegenüber 2021 zurück, könnten die Großhandelspreise ganz unabhängig vom Handel mit Russland zurück auf das Niveau von 2018 fallen.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7VLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 5
SH3QBCShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -5
SH2SLDLongNatural Gas FutureFaktor: 5
SN5C7HShortNatural Gas FutureFaktor: -5
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Edelmetalle

  • Die FOMC-Sitzung brachte am Ende keine neuen Impulse für den Goldmarkt. Zwar schwankte der Goldpreis nach der Zinsentscheidung und während der Pressekonferenz deutlich, er handelt aber mittlerweile wieder nahe seinen Ausgangsniveaus um 1670 USD je Feinunze. Die Fed erhöhte ihren Leitzins wie erwartet um 75 Basispunkte. Zwar revidierten die US-Notenbanker auch ihre Zinsprojektionen deutlich nach oben. Aber auch dies war aufgrund der zuletzt höheren Inflationszahlen antizipiert worden. Letztlich wurden die Erwartungen des Marktes lediglich bestätigt. Die Notenbank wiederholte, dass sie “fest entschlossen” sei, die Inflation auf das 2%-Ziel zurückzubringen. Vor diesem Hintergrund gehen die Mitglieder des FOMC davon aus, dass die Zinsen auch im kommenden Jahr noch weiter steigen werden. Laut den Projektionen sehen sie den Leitzins Ende 2022 bei 4,4% und Ende 2023 bei 4,6%. Dagegen sieht der Markt nach wie vor die Chance auf Zinssenkungen im kommenden Jahr. Solange die Fed an diesem Zinspfad festhält, dürfte es der Goldpreis schwerhaben, nachhaltig zuzulegen.
  • Die ETF-Investoren nehmen am Goldmarkt weiter Reißaus: Seit Anfang des Monats flossen weitere 39 Tonnen aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs ab; damit lässt die Dynamik nicht nach. Zum Vergleich: Im August beliefen sich die Abflüsse auf insgesamt 45 Tonnen. Auch die Bestände der Palladium-ETFs sanken weiter und bei Platin setzten die Abflüsse nach kurzer Pause wieder ein. Gegen diesen Trend sind jedoch die Bestände in den Silber-ETFs zuletzt gestiegen, was sich analog auch im steigenden Silbepreis widerspiegelt. Das Gold/Silber-Verhältnis ist folglich auf den niedrigsten Stand seit Ende Juni gefallen.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SN4ZYVLongGold FutureFaktor: 10
SH2G4PShortGold FutureFaktor: -10
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Industriemetalle

  • Der an der LME gehandelte Aluminiumpreis (3-Monats-Kontrakt) fiel nach der Veröffentlichung der neusten Zahlen des International Aluminium Institute kurzzeitig unter 2200 USD je Tonne. Zwar wies die IAI wie erwartet einen (leichten) Produktionsrückgang in Westeuropa und Nordamerika aus, wo die hohen Energiekosten für die Aluminiumhersteller besonders einschneidend sind. Dies wurde jedoch durch eine steigende Produktion insbesondere in Asien ausgeglichen. Insgesamt stieg die Produktion leicht um 0,2% gegenüber Vormonat. Vorerst bleibt der Aluminiummarkt weiterhin gut versorgt, womit die Abwärtsrisiken beim Aluminiumpreis angesichts zunehmender Nachfragesorgen dominieren.
  • Der Kupfermarkt wies laut International Copper Study Group in den ersten sieben Monaten des Jahres ein Angebotsdefizit von 126 Tsd. Tonnen aus, saisonbereinigt waren es sogar 175 Tsd. Tonnen. Damit schraubt sich das Defizit höher: Für das erste Halbjahr war im August noch ein Defizit von gut 70 Tsd. Tonnen ausgewiesen worden. Die Zahl relativiert sich allerdings in zweierlei Hinsicht: 1. Im Juli war das Defizit mit 30 Tsd. Tonnen deutlich kleiner als im Juni; saisonbereinigt war der Markt sogar ausgeglichen. 2. Die Produktion ist aufgrund neuer Minenprojekte höher als im Vorjahr, auch wenn zuletzt enttäuschende Produktionszahlen aus Chile und Peru bremsend wirkten. In den ersten sieben Monaten lag das Plus bei immerhin 3%. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich die Situation am Kupfermarkt mit der erwarteten konjunkturbedingten Nachfrageverlangsamung zumindest temporär entspannt. Wir erwarten weiterhin einen Rückgang der Kupferpreise im vierten Quartal.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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