Rohstoffe

Ölpreis fällt auf 5-Monatstief

Energie: Ölpreis fällt auf 5-Monatstief, OPEC in Zugzwang

Der WTI-Ölpreis fällt heute Morgen weiter um über 4% auf fast 34 USD, den niedrigsten Stand seit Mai. Der Brentölpreis (seit heute der Januar-Kontrakt) rutscht erstmals seit fünf Monaten unter 37 USD je Barrel. Damit sind die Anstrengungen der OPEC und ihrer Verbündeten (OPEC+) seit Mai, als man zwischenzeitlich bis zu 10 Mio. Barrel Tagesproduktion vom Markt genommen hatte, schon wieder Makulatur. Außerdem scheinen einige OPEC-Länder, die ihre Produktionskürzungen zunächst nicht vollständig umgesetzt hatten, laut der aktuellen Reuters-Umfrage die von ihnen zugesagten kompensierenden Kürzungen nicht vorzunehmen. Gleichzeitig steigt insbesondere die Produktion in Libyen stark. Am Wochenende wurde vermeldet, dass diese schon jetzt 800 Tsd. Barrel täglich erreicht hat, sogar schneller als angekündigt. Zugleich wurde eine weitere Erhöhung auf 1,3 Mio. Barrel täglich in den kommenden Monaten in Aussicht gestellt. Auch außerhalb der OPEC steigt die Produktion. So soll das größte westeuropäische Ölfeld Johan Sverdrup in Norwegen im November eine rekordhohe Produktion von 470 Tsd. Barrel täglich erreichen. Russland hat die Produktion einschließlich Kondensate im Oktober ebenfalls etwas auf nunmehr umgerechnet 9,98 Mio. Barrel täglich ausgeweitet. In den USA ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen laut Baker Hughes in der letzten Woche um 10 gestiegen. Insgesamt stieg die Bohraktivität in den vier Oktoberwochen um insgesamt 32, was für eine höhere Ölproduktion in den kommenden Monaten spricht. All das erhöht den Druck auf die OPEC+ massiv, einen wahrscheinlichen Überschuss auszugleichen. Derzeit befindet sich die OPEC+ wohl “hinter der Kurve”. Aktuell fangen in der Allianz erst die Diskussionen darüber an, keine weitere Anhebung um fast 2 Mio. Barrel täglich Anfang nächsten Jahres vorzunehmen. Ob das angesichts vielerlei preisbelastender Faktoren ausreicht, wagen wir zu bezweifeln. Eine entschiedene koordinierte Ankündigung und Aktion seitens der OPEC+ wäre eigentlich vonnöten, um einen weiteren Preisverfall zu verhindern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Goldpreis mit drei Monatsverlusten in Folge

Obwohl der Goldpreis am Freitag leicht gestiegen ist, hat er den Oktober im Minus beendet. Dies war bereits der dritte Monat in Folge mit Verlusten. In Anbetracht der starken Anstiege in den Monaten zuvor sind die kumulierten Verluste der letzten drei Monate (-4,9%) aber fast vernachlässigbar. Zum Auftakt in die neue Handelswoche und damit auch in den neuen Monat zeigt sich Gold wenig verändert bei 1.885 USD je Feinunze. Ein Preisanstieg wird wohl durch den festen US-Dollar und steigende Anleiherenditen verhindert. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist am Freitag auf ein 5-Monatshoch gestiegen, was Gold als Anlagealternative unattraktiver macht. Dies spiegelt sich auch in ETF-Abflüssen wider: Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs haben am Freitag den dritten Tagesabfluss hintereinander verzeichnet (insgesamt 11 Tonnen). Die spekulativen Finanzinvestoren haben Gold hingegen noch die Stange gehalten: Laut CFTC-Statistik haben sie ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 27. Oktober nochmals auf jetzt 101,9 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Der Preisrückgang seit Mitte letzter Woche ist in diesen Daten aber noch nicht enthalten. Wir gehen davon aus, dass sich einige dieser Investoren mittlerweile zurückgezogen haben. Diese Woche findet zwar die Fed-Sitzung statt und es werden wichtige Konjunkturdaten insbesondere zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht, diese dürften aber kaum Auswirkungen auf den Goldpreis haben. Denn der Fokus der Marktteilnehmer liegt wohl auf den US-Wahlen morgen. Sollte das Wahlergebnis nicht eindeutig sein und beide Kandidaten den Sieg für sich beanspruchen, könnte dies zu Verunsicherung an den Finanzmärkten führen. Dies muss jedoch nicht zwangsweise positiv sein für Gold – nämlich dann, wenn der US-Dollar als sicherer Hafen gesucht sein sollte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Negative und positive Nachrichten halten Metallpreise in der Waage

Die Metallpreise starten nahezu unverändert in die neue Handelswoche. Kupfer notiert bei 6.700 USD je Tonne, Aluminium nach dem starken Anstieg am Freitag bei 1.840 USD je Tonne. Preispositive und -negative Nachrichten halten sich zum Wochenauftakt für die Metalle die Waage. In vielen europäischen Ländern treten in diesen Tagen neue umfangreiche Lockdown-Maßnahmen in Kraft, die Sorgen schüren, dass die Wirtschaftserholung abgewürgt wird und somit auch die Nachfrage nach Metallen leidet. Zudem richten die Marktteilnehmer ihren Fokus auf die US-Wahlen, die morgen stattfinden. Sollte der Ausgang knapp sein und es zu einer Hängepartie kommen, dürfte die Unsicherheit an den Finanzmärkten steigen. Die dann zu erwartende höhere Risikoaversion sollte unseres Erachtens auch die Metallpreise belasten. Unterstützung erhalten sie dagegen von guten chinesischen Konjunkturdaten: Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) hat im Oktober sein Niveau mit 51,4 fast verteidigt, der von Caixin erhobene PMI ist entgegen den Erwartungen sogar auf 53,6 gestiegen. Dies spiegelt die vergleichsweise gute Lage Chinas wider und zeigt, dass Chinas Wirtschaft weiter auf Erholungskurs ist. Darauf haben die Marktteilnehmer in den letzten Wochen wohl verstärkt ihre Hoffnungen gesetzt und den Metallpreisen entsprechend Auftrieb gegeben, so dass der LME-Industriemetallindex im Oktober um 2,3% gestiegen ist und den Rückgang im September mehr als wettgemacht hat. Heute wird in den USA der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Wir, wie auch der Bloomberg-Konsens, erwarten einen Anstieg, d.h. demnach würde sich die Lage auch in der US-Industrie weiter aufhellen, während es im Dienstleistungssektor zuletzt Bremsspuren gab.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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