Rohstoffe

Ölpreis fällt auf 17-Jahrestief

Energie: Kooperiert nun Texas mit der OPEC?

Der Ölpreis bleibt extrem volatil und anfällig für Korrekturen. Nachdem der Brentölpreis am Freitag versucht hat, die wichtige Marke von 30 USD je Barrel zu überwinden, ist er im Laufe des Handels erneut stark unter Druck geraten und hat bei rund 27 USD geschlossen. Zur Handelseröffnung heute Nacht hat der Brentölpreis sogar wieder sein 17-Jahrestief unter 25 USD getestet.

Der massive Preisverfall am Ölmarkt zwingt die Ölproduzenten zu sehr ungewöhnlichen Maßnahmen. Der jüngste Preisrutsch bei WTI – der am Freitag ausgelaufene April-Kontrakt war zum Handelsschluss kurzzeitig unter 20 USD abgesackt – hat den texanischen Ölindustrie-Regulierer, die Eisenbahnkommission, zur außergewöhnlichen Idee einer Kooperation mit der OPEC verleitet. Die Kommission, deren Strategie der Produktionsrationierung zwischen 1931 und 1972 wohl auch für die OPEC Modell stand, wolle wohl zusammen mit Saudi-Arabien und Russland die Produktion um jeweils 10% kürzen und damit die Produktionsüberschüsse zumindest reduzieren. Einige US-Ölunternehmen haben die Regulierungsbehörde explizit darum gebeten, die Ölproduktion nach dem Vorbild Albertas im Dezember 2018 zu beschränken. Die Verzweiflung der texanischen Ölindustrie, die aktuell über 40% der US-Ölindustrie verantwortet und angesichts der aktuellen Situation massive Investitionseinschnitte und Entlassungen vornehmen muss, ist verständlich. Doch ist die Maßnahme nicht nur regulatorisch und praktisch schwer umzusetzen. Sie würde wahrscheinlich angesichts der schieren Größe der Überschüsse aktuell gar keinen starken Effekt haben und nur anderen Ländern und US-Bundesstaaten etwas nutzen.

Außerdem halten wir eine rasche Abkehr Saudi-Arabiens vom Preiskrieg trotz der Versuche der USA und der “Friedensangebote” Russlands für unwahrscheinlich. Deshalb dürfte der Preisverfall am Ölmarkt noch eine längere Zeit andauern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ8EW8 Long Brent Oil Future Faktor: 3
CU2LFH Short Brent Oil Future Faktor: -3
CJ8EWY Long WTI Oil Future Faktor: 2
CJ3D4N Short WTI Oil Future Faktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold leidet weiter unter Zwangsverkäufen

Gold gibt zum Wochenauftakt nach und fällt unter 1.490 USD je Feinunze. Am Freitag hatte Gold kurzzeitig die Marke von 1.500 USD überschritten, letztlich aber knapp darunter geschlossen. Die negative Stimmung an den Finanzmärkten sorgt weiterhin für Abgabedruck durch Zwangsverkäufe spekulativer Anleger. Da heute an den Aktienmärkten aufgrund der weiterhin ungebremsten Ausbreitung des Coronavirus und immer weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den westlichen Ländern erneut mit starken Verlusten zu rechnen ist, sollte auch der Verkaufsdruck auf Gold anhalten. Dass der Preisrückgang bis Mitte des Monats stark auf Zwangsverkäufe zurückzufahren war, verdeutlichen die aktuellen CFTC-Daten zur spekulativen Marktpositionierung. Demnach fielen die spekulativen Netto-Long-Positionen in der Woche zum 17. März um 27% auf 154 Tsd. Kontrakte und damit auf das niedrigste Niveau seit Juni 2019. Seither dürften die Netto-Long-Positionen noch weiter reduziert worden sein. Auch die Gold-ETFs verzeichneten zuletzt Abflüsse. Am Freitag waren es 21 Tonnen, was dem stärksten Tagesabfluss seit November 2016 entsprach. Ein weiterer Belastungsfaktor für Gold ist der feste US-Dollar, der auf handelsgewichteter Basis auf einem 3-Jahreshoch notiert. Die aktuelle Präferenz für Liquidität und US-Dollar überlagert den Status von Gold als sicherer Hafen. Stimmen, die Gold diesen Status bereits absprechen wollen, teilen wir nicht. Wir erachten die derzeitige Schwäche als vorübergehende Anomalie wie im Herbst 2008, als Gold ebenfalls für einige Wochen unter Druck stand, danach aber umso stärker stieg und knapp drei Jahre später das noch bis heute gültige Rekordhoch markierte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E6V Long Gold Future Faktor: 5
CU3THA Short Gold Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Verlustreicher Wochenauftakt

Auch diese Woche wird wohl rau: Kupfer fällt gleich zum Auftakt um 5% unter 4.600 USD je Tonne. Belastet wird es durch die anhaltend schlechten Nachrichten rund um das Coronavirus. So gibt es in zahlreichen Ländern immer weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die Produktion wird vielerorts heruntergefahren. Das heißt auch, dass industrielle Rohstoffe wie eben Kupfer und Energieträger deutlich weniger gefragt sind. Darüber hinaus hat sich der US-Kongress bisher nicht auf die von der Trump-Regierung geforderten umfangreichen Stimulierungsmaßnahmen einigen können, was nicht zur Beruhigung der Marktteilnehmer beiträgt. Heute soll hierzu abgestimmt werden. Dies alles macht sich einmal mehr in stark fallenden Aktienmärkten bemerkbar – sowohl in Asien und Europa als auch im US-Futures-Handel. Da hilft auch nicht, dass in China die Unternehmensaktivitäten wieder hochgefahren werden. Neben Kupfer steht derzeit vor allem Zinn unter Druck: Es fällt heute Morgen um über 7% unter 13.000 USD je Tonne und handelt damit auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2009. Der Zinnpreis war letzte Woche schon um 12,5% abgesackt. Der weltweit größte Zinnproduzent aus Indonesien hatte angekündigt, seine Produktion und Exporte temporär zu drosseln, da viele Konsumenten ihre Produktion gestoppt hätten und es daher im Moment keine Nachfrage nach Zinn gebe. Die London Metal Exchange (LME) stellt übrigens ab heute den traditionellen Ring-Handel ein und geht bis auf weiteres auf einen rein elektronischen Handel über, um die Händler vor dem Coronavirus zu schützen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7G Long Copper Future Faktor: 3
CU54EW Short Copper Future Faktor: -3
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