Rohstoffe

Ölnachfrage doch robuster als gedacht

Energie: Berichte von IEA und API sorgen für Ölpreisanstieg

Trotz eines ungünstigen fundamentalen und technischen Umfelds ist der Ölpreis seit gestern um 2 USD bzw. 5% gestiegen. WTI handelt heute Morgen wieder bei gut 39 USD und Brent über 41 USD je Barrel. Der gestrige IEA-Bericht war wohl nicht ganz so schlimm wie befürchtet, obgleich die IEA die Nachfrageschätzung für das 4. Quartal um 0,6 Mio. Barrel täglich nach unten revidiert hat. Damit dürfte die Nachfrage im Jahresdurchschnitt mit 8,4 Mio. Barrel täglich um 0,3 Mio. Barrel stärker zurückgehen als noch vor einem Monat geschätzt. Doch die Schätzungen für die gesamte Ölnachfrage und den Bedarf an OPEC-Öl für nächstes Jahr wurden weitgehend bestätigt. Erstere soll um 5,5 Mio. Barrel täglich (und wegen der niedrigeren Basis sogar um 260 Tsd. Barrel stärker als vor einem Monat geschätzt) ggü. 2020 zulegen. Außerdem hat die IEA berichtet, dass die Produktion der OPEC+ im August nur um 1,3 Mio. Barrel täglich gestiegen ist, weil einige Länder wie der Irak, die zuvor mehr produzierten, sog. kompensierende Kürzungen vorgenommen haben. Die Umsetzung der OPEC+ lag damit bei 97%. Doch gab es auch prominente Abweichungen, allen voran die VAE, die im August nur 10% der vereinbarten Kürzungen umgesetzt hat. Es bleibt abzuwarten, wie das morgige Treffen des Beobachtungskomitees der OPEC auf die schwächere Nachfrageprognosen und Abweichungen reagiert. Weitere Unterstützung für die Ölpreise kam seitens des API und der Wetterfront. Das API hat einen unerwartet starken Rückgang der US-Rohölvorräte um 9,5 Mio. Barrel berichtet. Der Bloomberg-Konsens zur heutigen offiziellen Veröffentlichung durch das DOE rechnet dagegen mit einem Aufbau der Rohölbestände um 1,5 Mio. Barrel. Unterdessen wütet gerade im Golf von Mexiko ein weiterer Hurrikan. Im Gegensatz zu Hurrikan Laura dürfte Sally zwar die meiste Ölinfrastruktur im Golf verschonen. Dennoch wurde vorsichtshalber ein Teil der dortigen Produktion geschlossen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Warten auf Fed-Sitzung, deutliche Gewinne bei Platin und Palladium

Gold unternimmt am Morgen einen neuerlichen Anlauf auf 1.970 USD je Feinunze, was gestern bereits kurzzeitig überwunden werden konnte, ehe ein festerer US-Dollar für einen Rücksetzer auf 1.950 USD sorgte. Der Preisanstieg heute erfolgt dabei ohne Rückenwind durch den Devisenmarkt. Deshalb steigt der Goldpreis in Euro auf knapp 1.660 EUR je Feinunze, den höchten Stand seit Ende August. Heute steht die Sitzung der Fed im Mittelpunkt des Interesses. Die vor drei Wochen von Fed-Chef Powell verkündete Strategieänderung hin zu einem asymmetrischen durchschnittlichen Inflationsziel von 2% dürfte dabei Eingang in das Kommuniqué finden. Genauere Hinweise, wie stark die Inflation von diesem Ziel nach oben abweichen darf, dürfte die Fed aber ebenso vermeiden wie eine Aussage über den Zeitraum dieser Abweichung. Dass die US-Notenbank noch für sehr lange Zeit an ihrer ultra-expansiven Geldpolitik festhalten wird, steht dennoch außer Frage. Dies spricht für einen weiter steigenden Goldpreis.

Noch deutlich stärker als Gold legten gestern Platin und Palladium zu. Platin stieg seit gestern um knapp 3% auf 980 USD je Feinunze. Palladium verteuerte sich um 4% und handelt damit erstmals seit Ende März wieder über 2.400 USD je Feinunze. Damit scheint sich die angespanntere Marktlage bei Platin auch in höheren Preisen niederzuschlagen. Der WPIC hatte vor einer Woche wegen hoher Angebotsausfälle in Südafrika und einer robusten Investmentnachfrage für 2020 ein Angebotsdefizit prognostiziert. Palladium profitiert von der schnelleren Erholung der Automobilnachfrage. Weiteren Aufschluss könnten die aktuellen EU-Neuzulassungszahlen geben, die der Europäische Automobilverband ACEA morgen früh veröffentlicht

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: China fängt mit mehr Kupferraffinade rückläufige Schrottimporte auf

Das staatliche chinesische Research-Institut Antaike hat letzte Woche seine Schätzung für die diesjährigen Kupferimporte Chinas zum zweiten Mal nach oben revidiert. Es erwartet nun Kupferraffinadeimporte von 3,8 Mio. Tonnen. Dies wären rund 250 Tsd. Tonnen mehr als im letzten Jahr. Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens hat China in diesem Jahr bislang schon deutlich mehr Kupfer importiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, so dass die zuvor niedrigere Prognose wohl nicht mehr haltbar war. Zweitens ist die Kupfernachfrage wegen der schnellen Erholung der Wirtschaft nach dem Corona-bedingten Lockdown zu Jahresbeginn robust. Hierfür hatte Antaike bereits im August seine Schätzung auf 11,56 Mio. Tonnen etwas nach oben revidiert. Dennoch sah Antaike zu diesem Zeitpunkt für das laufende Jahr einen Angebotsüberschuss am chinesischen Kupfermarkt in Höhe von 740 Tsd. Tonnen. Ein dritter Grund für die Erhöhung der Importprognose von Kupferraffinade ist die geringere Verfügbarkeit von Kupferschrott. Dieses Jahr war wegen des Coronavirus bislang deutlich weniger Kupfer verfügbar, das hätte wiederverwertet werden können. Hinzu kommt, dass China aus Umweltgründen schon seit Jahren die Einfuhren von Kupferschrott massiv einschränkt. Letztes Jahr wurden gemäß Daten der Zollbehörde nur noch knapp 1,5 Mio. Tonnen importiert. Dies war die geringste Menge seit dem Beginn der Datenreihe im Jahr 2004. Der Verband der chinesischen Buntmetallindustrie geht davon aus, dass die Kupferschrottimporte in diesem Jahr weiter um rund 50% fallen werden. Für dieses Jahr wurden bislang Importquoten von gut 740 Tsd. Tonnen vergeben. Der fehlende Kupferschrott wird unseres Erachtens zumindest teilweise mit Kupferraffinade aufgefangen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB37K4LongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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