Rohstoffe

Ölmarkt entwickelt Immunität

Energie: Ölpreise halten sich trotz ungünstigen Umfelds gut

Die negativen Nachrichten konnten den Ölpreisen zuletzt nichts anhaben. Trotz des ungünstigen fundamentalen Umfelds – negative Rekordzahlen in Bezug auf Covid-19, erneute USD-Stärke und eine steigende Ölproduktion Libyens – halten sich die Ölpreise weiterhin auf hohem Niveau. Heute Morgen notiert der WTI-Ölpreis bei 41,5 USD, der Brentölpreis bei 44 USD je Barrel. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man die negativen Nachfragerevisionen betrachtet. So hat die OPEC in ihrem Monatsbericht die Nachfrageschätzungen für dieses und das nächste Jahr um jeweils 300 Tsd. Barrel täglich nach unten revidiert. In diesem Jahr rechnen die Analysten der Organisation mit einem Einbruch um 9,8 Mio. und einer Nachfrage von lediglich durchschnittlich 90 Mio. Barrel täglich, vor allem wegen einer schwächeren Nachfrage in den OECD-Ländern und zusätzlicher Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19. Diese Zahlen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn die Revision für das 4. Quartal lag bei minus 1 Mio. Barrel täglich. Auch im nächsten Jahr rechnet die OPEC mit einem angesichts des massiven Einbruchs in diesem Jahr recht schwachen Nachfragewachstum von 6,2 Mio. Barrel täglich. Die schleppende Erholung der Nachfrage und ein Produktionsanstieg in den Ländern, die dem Kürzungsabkommen nicht beigetreten sind, dürften starke Maßnahmen seitens der OPEC+ unabdingbar machen. Ob die OPEC+ dazu in der Lage ist, ist allerdings fraglich. Einige Länder haben entweder so gut wie keine Kürzungen vorgenommen oder die versprochenen zusätzlichen Kürzungen für die vorherige Überproduktion nicht umgesetzt. Deshalb gestalten sich die Diskussionen im Vorfeld der OPEC-Konferenz Ende des Monats schwierig. Bis jetzt sieht es bestenfalls nach einer Verlängerung bestehender Produktionskürzungen um weitere drei bis sechs Monate aus. Dies reicht aus unserer Sicht nicht aus, um das Überangebot und einen weiteren Anstieg der Lagerbestände weltweit zu verhindern.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold erneut unter Druck, Palladium fällt deutlich

Gold gelingt es weiterhin nicht, den Preissturz zu Wochenbeginn abzuschütteln. Der Goldpreis fiel gestern zwischenzeitlich sogar bis auf 1.855 USD je Feinunze und näherte sich damit dem Tief von Montag bis auf wenige Dollar. Mittlerweile notiert Gold wieder ca. 10 USD höher, aber noch immer deutlich tiefer als gestern früh. Preisbelastend war eine Kombination aus höherem Risikoappetit und festerem US-Dollar, auch wenn dies eigentlich ein Widerspruch ist, da der USD zuletzt eher in Zeiten von Risikoaversion gefragt war. Auch charttechnisch hat sich das Bild eingetrübt, da am Montag die 100-Tage-Linie deutlich unterschritten wurde. Es ist daher gut möglich, dass kurzfristig orientierte Marktteilnehmer Long-Positionen glattgestellt haben. Etwas Unterstützung könnte Gold von den zwei wichtigen hinduistischen Feiertagen Dhanteras und Diwali erhalten, die morgen und übermorgen in Indien gefeiert werden. An diesen wird für gewöhnlich viel Gold verschenkt. Es ist daher vorstellbar, dass einige Inder den jüngsten Preisrückgang zu Goldkäufen nutzen. Allzu viel sollte man sich davon aber nicht versprechen. Das auf Edelmetalle spezialisierte Research-Unternehmen Metals Focus sprach Ende Oktober von der schwächsten Goldnachfrage anlässlich der Feiertagssaison seit dem Jahr 2008. Als Grund nannte Metals Focus die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Auch die im September wieder deutlich gesunkenen indischen Goldimporte deuten auf eine nur verhaltene Nachfrage im Vorfeld der Feiertage hin. Ohne nennenswerte Nachrichten fiel Palladium gestern um knapp 6% auf fast 2.300 USD je Feinunze. Zuvor hatte sich Palladium dem Preisrutsch bei Gold in dieser Woche weitgehend entzogen. Es könnte sich somit um eine verzögerte Reaktion gehandelt haben.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB42XALongPalladium FutureFaktor: 4
SB3T8BShortPalladium FutureFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Chinesische Zinkschmelzen reagieren auf fallende Schmelzgebühren

In China hat ein Zinkproduzent gefordert, einen Verband der Zinkschmelzen zu gründen, um gemeinsam mit den Minenunternehmen die Schmelzgebühren zu verhandeln. China ist der weltgrößte Zinkraffinadeproduzent und auf Importe von Zinkkonzentrat angewiesen, um die Schmelzen mit Rohmaterial zu versorgen. Mit der Gründung eines solchen Verbandes wollen die chinesischen Schmelzen mehr Marktmacht in den Verhandlungen mit den Minenunternehmen erreichen. Bei den Kupferschmelzen gibt es bereits einen vergleichbaren Zusammenschluss, das sog. China Smelters Purchase Team (CSPT), das aus 12 Schmelzen besteht. Es setzt jedes Quartal einen Minimumpreis für die Schmelzgebühren fest und stellt eine Einheit in den Verhandlungen der jährlichen Schmelzgebühren mit den Minenunternehmen dar. Der Aufruf, eine Gruppe der Zinkschmelzen zu gründen, ist wohl auch vor dem Hintergrund der aktuell prekären Lage der Schmelzen zu sehen. Denn laut dem chinesischen Datenanbieter SMM sind die Schmelzgebühren bis Oktober auf nur noch 110 USD je Tonne drastisch zurückgegangen. Anfang des Jahres waren sie fast dreimal so hoch. Einige Zinkschmelzen in China stehen wohl mit dem Rücken zur Wand. Grund für den Einbruch war der Rückgang der Minenproduktion, wodurch sich der Markt für Zinkkonzentrat angespannt hat. Insbesondere in Lateinamerika (Peru, Bolivien, Mexiko) hat diese stark unter den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus gelitten. Dadurch haben die Minenunternehmen mehrere hunderttausend Tonnen Produktion verloren. Auch wenn die meisten Minen in dieser Region mittlerweile wieder produzieren, wird es laut Einschätzung der International Lead and Zinc Study Group für einige Minen nicht einfach, schnell wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.