Rohstoffe

Ölmarkt: Dunkle Wolken ziehen auf

Energie: Gewinnmitnahmen am Ölmarkt

Die Ölpreise können sich der höheren Risikoaversion angesichts der Ängste rund um das Coronavirus nicht entziehen. Brent fällt auf 40 USD, WTI unter 38 USD je Barrel. Der jüngste Preisanstieg, als der Brentölpreis am 23. Juni auf fast 44 USD anzog, war auch spekulativ bedingt. Laut CFTC haben die Großanleger ihre Netto-Long-Positionen an der ICE zum 23. Juni um 18 Tsd. bzw. rund 9% auf 222 Tsd. Kontrakte erhöht, den höchsten Stand seit Anfang März. Treten nun die Nachfragesorgen in den Vordergrund, dürfte dies die Stimmung am Ölmarkt eintrüben. Zumindest agieren die Abnehmer preisbewusst und opportunistisch. So dürften europäische Kunden nun russische Rohöllieferungen meiden, weil Urals nach dem jüngsten Preisanstieg sogar mit einem Aufschlag zu Brentöl notiert. Auch China, der weltgrößte Ölimporteur, verhält sich wählerisch und will sich wohl trotz jüngster Angebotsverknappung in Folge der freiwilligen Produktionskürzungen der OPEC+ und höherer Binnennachfrage nicht um jeden Preis Rohöl sichern. So bleibt das Land weit hinter den vereinbarten Zielen des Phase-1-Handelsabkommens mit den USA zurück. In den ersten fünf Monaten des Jahres hat China US-Energieträger im Wert von weniger als 800 Mio. USD importiert bzw. gerade einmal 3,1% der vereinbarten Importe von über 25 Mrd. USD in diesem Jahr. Dafür importierte China umso mehr Rohöl aus Saudi-Arabien, das im April und Mai mit hohen Rabatten wegen des Preiskriegs mit Russland angeboten wurde. Im Mai hat China mit umgerechnet 2,16 Mio. Barrel täglich soviel wie nie zuvor und fast doppelt soviel Rohöl aus Saudi-Arabien importiert wie vor einem Jahr. Unterstützend für den Ölpreis wirkt die nach wie vor fehlende Reaktion der US-Ölproduzenten auf den Preisanstieg. Zwar ist die Zahl aktiver US-Ölbohrungen in der letzten Woche nur um eine gefallen. Doch dürften die Investitionen angesichts gigantischer Schuldenberge und hoher finanzieller Risiken vorerst ausbleiben. Am Sonntag hat eines der größten und ältesten US-Schieferöl- und -gasunternehmen Insolvenz angemeldet.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL98RSCallOil Brent FutureHebel: 7,2
CL470VPutOil Brent FutureHebel: 7,2
CL99LNCallOil WTI Light FutureHebel: 7,2
CL5NRWPutOil WTI Light FutureHebel: 7,2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Steigende Corona-Infektionszahlen schieben Gold weiter nach oben

Gold handelt am Morgen bei 1.775 USD je Feinunze und damit nur leicht unter dem in der vergangenen Woche verzeichneten 7½-Jahreshoch. Der Rücksetzer am Freitagnachmittag auf 1.750 USD wurde umgehend wieder aufgeholt. Erneut zeigte sich, dass Preisrückgänge als Kaufgelegenheit erachtet werden. Es spricht Einiges dafür, dass es mit Gold in dieser Woche weiter nach oben geht. Die Risikoaversion ist zurück. Die Aktienmärkte stehen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen in den USA und Lateinamerika unter Druck. In den USA ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt auf ein Rekordniveau von 45.000 gestiegen. Pro 100.000 Einwohner haben sich in den USA in den letzten sieben Tagen durchschnittlich 11,1 Personen mit Covid-19 angesteckt, was ebenfalls einem neuen Höchststand entspricht. In Brasilien liegt die entsprechende Zahl sogar bei 16,8. Die besonders betroffenen US-Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Florida haben beabsichtigte Lockerungen ausgesetzt und einige Beschränkungen wieder eingeführt. Die in dieser Woche anstehenden US-Konjunkturdaten wie das Verbrauchervertrauen, der ISM-Index und der Arbeitsmarktbericht dürften zwar allesamt auf eine voranschreitende wirtschaftliche Erholung hindeuten. Die jüngsten Entwicklungen sind darin allerdings noch nicht enthalten. Das Interesse an Gold spiegelt sich in anhaltenden ETF-Zuflüssen wider. Am Freitag waren es 5,6 Tonnen, seit Quartalsbeginn sind es bereits 380 Tonnen. Damit läuft das aktuelle Quartal auf die stärksten Zuflüsse seit dem 1. Quartal 2009 hinaus, als die große Finanz- und Wirtschaftskrise die Welt in Atem hielt. Zuletzt gesellten sich auch die Spekulanten wieder als Käufer hinzu. Die Netto-Long-Positionen stiegen in der Woche zum 23. Juni auf 129 Tsd. Kontrakte. Zwei Wochen zuvor waren es noch 91 Tsd. Kontrakte. Dies entspricht Käufen von umgerechnet 119 Tonnen innerhalb dieses Zeitraumes über den Terminmarkt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Kupfer steigt wegen Angebotssorgen auf 6.000 USD

Der Kupferpreis ist letzten Freitag an der LME in London erstmals seit fünf Monaten kurzzeitig über die Marke von 6.000 USD je Tonne gestiegen und notiert heute Morgen nur knapp darunter. An der SHFE in Shanghai ist er heute ebenfalls auf ein 5-Monatshoch gestiegen (48.500 CNY bzw. umgerechnet rund 6.850 USD je Tonne). Getrieben wird er von Angebotssorgen der Marktteilnehmer. Denn in Chile, dem weltweit größten Kupferminenproduzenten mit einem Marktanteil von 28%, breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Unter den Rohstoffproduzenten ist dabei laut Gewerkschaftsangaben das weltweit größte Kupferminenunternehmen besonders stark betroffen. Wegen der stark gestiegenen Zahl der Neuinfektionen hat es bereits alle Schmelzaktivitäten in der „Chuquicamata“-Mine gestoppt und weitere Maßnahmen in anderen Minen ergriffen. Die Gewerkschaften fordern eine komplette Schließung von „Chuquicamata“ für zwei Wochen, um eine gründliche Reinigung durchzuführen. Viele Minen in Chile werden derzeit mit einer Notbesetzung betrieben, um weiterproduzieren zu können. Eine möglicherweise geringere Minenproduktion in Chile hätte auch Auswirkungen auf Kupferschmelzen, zum Beispiel in China. Diese sind der größte Abnehmer von chilenischem Kupfererz und -konzentrat. Die Schmelzen in China fahren laut Industriekreisen wegen der sich anbahnenden Knappheit von Kupfererz nicht mit voller Auslastung. Noch kann der globale Kupfermarkt, für den dieses Jahr ein hoher Angebotsüberschuss erwartet wird, mit den drohenden Angebotsausfällen unseres Erachtens gut umgehen. Die Nachfrage erholt sich zwar, hat aber noch längst nicht wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht. Die Angebotssorgen sind auch in der Terminkurve von Kupfer sichtbar: Diese dreht aus Contango raus und ist am vorderen Ende mittlerweile fast flach.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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