Rohstoffe

Öl: Vorsichtige Haltung der OPEC+ zahlt sich aus

Energie: Vorsichtige Haltung der OPEC+ zahlt sich aus

Die vorsichtige Haltung der OPEC+ in Bezug auf die Nachfrageentwicklung scheint sich zu bewahrheiten und auszuzahlen. So hat gestern das sogenannte Gemeinsame Technische Komitee (JTC) der OPEC+ seine Schätzungen für die Ölnachfrage im Jahr 2021 nach unten revidiert. Das JTC rechnet nun damit, dass die globale Ölnachfrage in diesem Jahr um 5,6 Mio. Barrel täglich steigen wird, anstatt um 5,9 Mio. Barrel wie noch vor einem Monat erwartet. Insbesondere die Nachfrageschätzung für das 2. Quartal wurde wegen der anhaltenden Corona-bedingten Mobilitätseinschränkungen um 1 Mio. Barrel täglich nach unten revidiert. Nach dieser pessimistischen Vorlage ist eine Beibehaltung der Produktionsquoten für einen weiteren Monat wahrscheinlich. Eigentlich wollte die Gruppe im Laufe des Jahres die noch zurückgehaltene Fördermenge von bis zu 1,2 Mio. Barrel täglich peu à peu wieder an den Markt bringen. Doch daraus wird wohl (vorerst) nichts, zumal die OPEC+ nach wie vor das Ziel hat, die weltweiten Lagerüberschüsse im Zuge der Überproduktion während der Pandemie komplett bis zur Jahresmitte abzubauen. Dazu dürfte Saudi-Arabien mit seinen zusätzlichen freiwilligen Produktionskürzungen von 1 Mio. Barrel pro Tag, die es seit Februar vorgenommen hat, beitragen. Wir können uns zwar vorstellen, dass es angesichts der hohen Preise und guten Konjunktur weltweit – die chinesischen März-Einkaufsmanagerindizes haben positiv überrascht, wobei unsere Volkswirte ihr unter dem Konsens liegendes BIP-Wachstumsziel für China von 8% in diesem Jahr bestätigt haben – zu Spannungen innerhalb der Gruppe kommt. Insbesondere Russland dürfte auf eine weitere Produktionserhöhung pochen. Doch dürfte die künstliche Angebotsverknappung seitens der OPEC+ die Ölpreise weiter unterstützen. Dagegen konnten weder der starke US-Dollar noch die gestrigen ungünstigen API-Lagerdaten etwas ausrichten. Laut API sind die US-Rohölbestände letzte Woche um 3,9 Mio. Barrel gestiegen. Der Analystenkonsens rechnet bei der heutigen offiziellen DOE-Veröffentlichung dagegen mit einem Rückgang um rund 900 Tsd. Barrel.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold bekommt weiterhin viel Gegenwind

Gold ist gestern unter die psychologisch wichtige Marke von 1.700 USD je Feinunze gefallen. Technische Anschlussverkäufe haben den Preis bis unmittelbar auf das 9-Monatstief von Anfang März (1.677 USD) gedrückt. Der Goldpreis bekommt weiterhin viel Gegenwind. So haben die Anleiherenditen gestern spürbar angezogen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist auf 1,77% nach oben gesprungen, den höchsten Stand seit Januar 2020. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist auf den höchsten Stand seit fast fünf Monaten gestiegen. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs sind gestern erstmals seit letztem Mai unter 100 Mio. Unzen (rund 3.100 Tonnen) gefallen. Hinter all dem steht ein hoher Risikoappetit und ein offenbar nur geringes Sicherheitsbedürfnis der Marktteilnehmer. Dieser speist sich unter anderem durch den schnellen Fortschritt der Impfungen in den USA – bis Mitte April sollen laut US-Präsident Biden 90% der Erwachsenen Anspruch auf eine Impfung haben. Heute will Biden Details zu seinem geplanten neuen Konjunkturprogramm vorstellen, das die Wirtschaft weiter ankurbeln soll. Solange sich am aktuellen Marktumfeld nichts ändert, wird es Gold unseres Erachtens schwer haben, verlorenen Boden zurückzugewinnen. Und mit den heute zur Veröffentlichung anstehenden ADP-Arbeitsmarktdaten in den USA, die ein Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag sind, könnte der nächste Belastungsfaktor für Gold schon in den Startlöchern stehen. Denn sollten die Daten positiv ausfallen, könnte daraufhin der US-Dollar noch weiter aufwerten. Silber hat im Fahrwasser von Gold nachgegeben und ist erstmals seit Mitte Dezember unter die Marke von 24 USD je Feinunze gefallen. Sollte Silber die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie, die es Anfang der Woche unterschritten hat, nicht schnell zurückerobern, droht auch hier kurzfristig ein weiteres Abrutschen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Gute China-Daten geben keinen Auftrieb, mehr Nickelangebot

Der feste US-Dollar (siehe Edelmetalle oben) hält auch die Industriemetallpreise in Schach. Dieser scheint im Moment der Hauptbelastungsfaktor für die Metalle zu sein. Gestern ist der LME-Industriemetallindex um gut 1% gefallen. Auch heute Morgen zeigen sich die meisten Metalle schwächer. Neben dem Dollar belasten fallende asiatische Aktienmärkte. Die Metallpreise profitieren dagegen nicht von den besseren Einkaufsmanagerindizes in China im März. Der PMI für den Dienstleistungssektor ist förmlich nach oben gesprungen, der für das verarbeitende Gewerbe ist ebenfalls stärker als erwartet auf ein 3-Monatshoch von 51,9 gestiegen. Dies zeigt, dass die chinesische Wirtschaft nach dem Neujahrsfest wieder Fahrt aufgenommen hat.

Nach einem Jahr Stillstand wegen nationaler Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie ist letzte Woche die „Ambatovy“-Nickelmine in Madagaskar wieder angelaufen. Sie ist eine der weltweit größten Nickelminen. In den letzten Monaten sollen 3 Tsd. Tonnen Nickel produziert worden sein. Im weiteren Jahresverlauf soll die Mine vollständig hochgefahren werden. Sie hat eine jährliche Produktionskapazität von 60 Tsd. Tonnen Nickel und 5,6 Tsd. Tonnen Kobalt. Im Jahr 2018 hat die Mine laut Angaben des Betreibers allerdings „nur“ 33 Tsd. Tonnen Nickel produziert. Auf die Preisentwicklung von Nickel hatte die Wiederinbetriebnahme der Mine keine Auswirkung, da sie frühzeitig angekündigt wurde. Händlern zufolge dürfte das zusätzliche Angebot zudem vom Markt absorbiert werden, vor allem von chinesischen Käufern. Der Nickelpreis bewegt sich seit nunmehr fast vier Wochen seitwärts um die Marke von 16.000 USD je Tonne. Dieses Niveau sehen wir für Konsumenten weiterhin als attraktive Absicherungsmöglichkeit für ihren langfristigen Nickelbedarf.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.