Rohstoffe

Öl und Metalle weiter auf der Überholspur

Energie: Ölpreis vor kräftigem Wochenplus, Gasöl hinkt zurück

Brent verzeichnete am Morgen bei knapp 55 USD je Barrel ein neues 10½-Monatshoch. Die Ölpreise dürften damit die Woche mit einem satten Plus abschließen. Aktuell beläuft es sich bei Brent auf knapp 6% und wäre damit das stärkste seit Ende November. In den letzen zehn Handelswochen hat es zudem nur einen Wochenrückgang gegeben, der außerdem vergleichsweise gering ausfiel. Dies verdeutlicht die Stärke des Ölmarktes in den letzten 2½ Monaten. Waren es zunächst Hoffnungen auf der Nachfrageseite wegen der Verfügbarkeit von Impfstoffen, die den Preisanstieg auslösten, so sind in dieser Woche Meldungen auf der Angebotsseite hinzugekommen. Durch die freiwillige Produktionskürzung von Saudi-Arabien dürfte der Ölmarkt im laufenden Quartal voraussichtlich ein Angebotsdefizit von mehr als 1 Mio. Barrel pro Tag aufweisen. Um diesen Betrag könnte die Nachfrage also schwächer ausfallen, bevor der Markt in einen Überschuss dreht. Im zweiten Quartal kehrt sich die Lage allerdings um. Dann droht ein Überschuss in Höhe von 500 Tsd. Barrel pro Tag, sollte Saudi-Arabien die Produktionskürzung im April wie angekündigt wieder zurücknehmen und die OPEC+ ihre Produktion wie geplant graduell erhöhen. Dann ist also eine stärkere Nachfrage vonnöten, um einen Überschuss zu verhindern. Dies spricht für eine Preiskorrektur in den kommenden Monaten. Der Gasölpreis vollzog den Anstieg bei Brent in dieser Woche nur unterproportional nach. Dieser handelt aktuell bei knapp 440 USD je Tonne und hat damit noch nicht das Hoch von Anfang der Woche überschritten. Der Gasöl/Brent-Crackspread fiel daraufhin unter 5 USD je Barrel auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember. Hier dürfte u.a. der kräftige Anstieg der US-Destillatebestände belastet haben. Zudem wird aufgrund der derzeitigen Lockdowns weniger Diesel verbraucht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB3T6WLongGas Oil FutureFaktor: 6
SB3T6QShortGas Oil FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold weiter unter Druck

Gold wird durch den festeren US-Dollar und durch weiter steigende Anleiherenditen in Schach gehalten. Heute Morgen fällt der Goldpreis unter 1.900 USD je Feinunze. Der Fokus der Marktteilnehmer dürfte sich auf den Arbeitsmarktbericht in den USA richten, der am frühen Nachmittag veröffentlicht wird. Wie die ADP-Daten vorgestern zeigten, ist die Erholung des US-Arbeitsmarktes ins Stocken geraten. Denn demnach gab es im Dezember erstmals seit April und entgegen den Erwartungen einen Stellenabbau, der auf die Corona-Pandemie zurückgeführt werden kann. Sollten auch die heutigen Zahlen negativ ausfallen, muss dies nicht zwingend positiv für den Goldpreis sein. Denn nach den ADP-Daten vorgestern wertete der US-Dollar auf – wohl aus Sorge vor einer langsameren Wirtschaftserholung und entsprechend der Erwartung einer niedrigeren Inflation.

Edelmetalle: Palladium durch gute Fahrzeugverkaufszahlen unterstützt

In den USA wurden gemäß Daten der WARD’s Automotive Group im letzten Jahr 14,4 Mio. Fahrzeuge verkauft, knapp 15% weniger als im Vorjahr. Dies war zugleich die geringste Menge seit neun Jahren. Viele Marktbeobachter zeigen sich aber erstaunt, wie schnell der Corona-bedingte Einbruch im Frühjahr aufgeholt wurde. Vor allem gegen Jahresende waren die Fahrzeugabsätze stark. Es wird von einer robusten Nachfrage und hohen Verkaufspreisen gesprochen. Viele Interessenten haben sich demnach durch die Stimulierungsmaßnahmen und die Nachrichten bezüglich der Impfstoffe gegen das Coronavirus zu Käufen ermutigt gefühlt. In diesem Jahr sollen sich die Fahrzeugverkäufe weiter stetig erholen. Die USA sind nach China der zweitgrößte Automarkt weltweit und benzinlastig. Daher wird dort mehr Palladium nachgefragt. Die robusten Verkaufszahlen dürften den Palladiumpreis in den letzten Monaten also unterstützt haben. China veröffentlicht seine offiziellen Verkaufszahlen in den nächsten Tagen. Für die EU werden die Zahlen übernächste Woche berichtet.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB42XBLongPalladium FutureFaktor:
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Weiterer stimmungsgetriebener Anstieg der Metallpreise

Der Preisanstieg der Industriemetalle setzt sich anscheinend unbeirrt fort. Der LME-Industriemetallindex ist gestern auf den höchsten Stand seit fast acht Jahren gestiegen. Kupfer, Nickel und Zinn haben gleich in den ersten Handelstagen des Jahres neue mehrjährige Höchststände erreicht. Die Preisrally ist unseres Erachtens nach wie vor in erster Linie stimmungsgetrieben. Sie wird angefacht durch die steigenden Aktienmärkte, Erwartungen an noch mehr Stimulierungsmaßnahmen sowie dem schwachen US-Dollar und aufwertenden Chinesischen Yuan. Dies birgt unserer Meinung nach aber auch das Risiko einer spürbaren Korrektur, da die metallspezifischen Daten in vielen Fällen die jüngsten Preisanstiege nicht rechtfertigen. Solange diese aber weiter in den Hintergrund gedrängt werden, dürften die Preise hoch bleiben bzw. sogar weiter steigen. Ein Metall, das sich von den Fundamentaldaten abgekoppelt hat, ist Aluminium. Es handelt weiter über der Marke von 2.000 USD je Tonne. Wie die kurz vor Weihnachten veröffentlichten Daten des International Aluminium Institute (IAI) zeigten, lag die globale Aluminiumproduktion im November auf Tagesbasis mit 182,4 Tsd. Tonnen fast auf Rekordhoch. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 4,1% gestiegen. Angeschoben wurde sie erneut durch China. Für das Gesamtjahr 2020 ist so gut wie sicher, dass die globale Aluminiumproduktion ein Allzeithoch erreicht hat und damit das bisherige Hoch aus dem Jahr 2018 übertrifft. China stand im letzten Jahr wahrscheinlich für rund 57% der weltweiten Produktion und hat seine Schmelzkapazitäten weiter kontinuierlich ausgebaut. Auch dieses Jahr dürften neue Schmelzen hinzukommen. Darüber hinaus geben die hohen Gewinnmargen den Schmelzen Anlass, weiter viel Aluminium herzustellen. Wegen China war der globale Aluminiummarkt im letzten Jahr wohl überversorgt und dürfte es in diesem Jahr auch bleiben.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!