Rohstoffe

Öl: OPEC-Treffen wird zur Hängepartie

Energie: OPEC+ verschiebt Entscheidung auf Donnerstag

Die Entscheidung der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) über Produktionskürzungen wurde von heute auf Donnerstag verschoben. Es ist zwar klar, dass die (aktuell geltende) Vereinbarung einer Produktionserhöhung ab 1. Januar geändert werden muss. Denn man hat sich das Ausmaß der zweiten Covid-19-Welle auf der einen und das Tempo der libyschen Produktionserhöhung auf der anderen Seite nicht vorstellen können, als diese Entscheidung getroffen wurde. Den Unmut der VAE, die wohl aktuell als Stolperstein agieren, kann man jedoch auch nachvollziehen. Während sie im Sommer stärkere Produktionseinschnitte als vereinbart vornahmen, haben einige andere Länder ihre Produktion kaum reduziert bzw. die sog. kompensierenden Kürzungen trotz der Vereinbarung nicht umgesetzt. Auch möchten die VAE ihre Produktion längerfristig deutlich ausweiten, was sich als OPEC-Mitglied aber wohl nur schwer ggü. anderen Mitgliedsstaaten durchsetzen lässt. Außerdem kann aktuell keiner garantieren, dass sich die Situation am Ölmarkt in drei Monaten deutlich verbessern wird. Unter den Meinungsdifferenzen zwischen den traditionellen Verbündeten Saudi-Arabien und den VAE dürfte auch die Förderdisziplin anderer Länder der Allianz leiden. Wenn man berücksichtigt, dass der jüngste Preisanstieg auch spekulativ getrieben war, droht am Ölmarkt u.E. eine stärkere Preiskorrektur, wenn von der OPEC kein überzeugendes Signal zu einer Einigung und der Beibehaltung der Produktionskürzungen kommt.

Die Erwartung niedrigerer Temperaturen in Westeuropa gepaart mit den steigenden Preisen für Kohle, Rohöl und CO2 haben auch den europäischen Gaspreisen Auftrieb gegeben, wobei die Day-Ahead Preise (TTF) mit 15,2 EUR je MWh nun unweit der 12-Monatshochs liegen. Darüber hinaus wirkt der Streik des Sicherheitspersonals in Norwegen unterstützend. Sollten Landeplätze für Hubschrauber, die für den Transport zu den Offshore-Plattformen genutzt werden, bestreikt werden, könnten weitere Öl- und Gasfelder schließen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB5U85LongNatural Gas FutureFaktor: 6
SB5B64ShortNatural Gas FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: November-Blues bei Gold, Platin dagegen obenauf

Der November war für Gold ein denkbar schlechter Monat. Mit einem Minus von 5,4% verzeichnete Gold die schlechteste Preisentwicklung seit November 2016. Dies ging einher mit einer regelrechten Verkaufswelle bei den Gold-ETFs. Deren Bestände fielen laut Bloomberg um fast 100 Tonnen, was der erste Monatsabfluss seit einem Jahr und der stärkste seit fast vier Jahren war. Dabei gab es zuletzt an 14 von 16 Handelstagen Abflüsse. Gestern kamen erneut 12 Tonnen an Abflüssen hinzu. Die ETF-Anleger haben sich somit zu einem Belastungsfaktor für den Goldpreis entwickelt, nachdem ihre Käufe den Preis zwischen April und August nach oben getrieben hatten. Dabei dürfte sicher eine Rolle spielen, dass unter den ETF-Anlegern in diesem Jahr ungewöhnlich viele kurzfristig orientierte Anleger sind, die sich zuvor am Terminmarkt engagiert hatten. Einen Hoffnungsschimmer liefern dagegen Nachrichten aus Indien. Dort soll die Goldnachfrage in der letzten Woche begünstigt durch die niedrigeren Preise spürbar angezogen haben. Händler berichten von Preisaufschlägen von 5 USD je Feinunze auf die offiziellen lokalen Preise, was es zuvor schon lange nicht mehr gegeben hat. Eine anziehende physische Nachfrage in Asien würde einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Goldpreis zu stabilisieren. Eine derartige Stabilisierung ist wiederum Voraussetzung dafür, dass das zuletzt stark ramponierte Vertrauen der ETF-Anleger in Gold zurückkehrt. Platin legte im November deutlich zu und widersetzte sich damit eindrucksvoll der Preisschwäche bei Gold. Der Preisanstieg um gut 14% war sogar der stärkste seit Februar 2008. Der Preisabschlag zu Gold reduzierte sich gestern zwischenzeitlich auf weniger als 800 USD je Feinunze, was es zuletzt im März gegeben hatte. Dies scheint auch nicht den Anlegern verborgen geblieben zu sein, die seit einigen Wochen Anteile von Platin-ETFs erwerben. Deren Bestände stiegen auch gestern um knapp 27 Tsd. Unzen. Es ist daher nicht verkehrt, von einem Favoritenwechsel bei den ETF-Anlegern zu sprechen. Platin steigt am Morgen auf 990 USD je Feinunze. Höher notierte Platin zuletzt vor knapp vier Monaten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Metallpreise weiter gut unterstützt, chinesische Aluminiumschmelzen hoch profitabel

Kupfer ist gestern erstmals seit März 2013 vorübergehend über 7.700 USD je Tonne gestiegen. Im späten Handel hat es im Zuge des etwas festeren US-Dollar zwar einen Teil seiner Gewinne abgegeben, heute Morgen legt es aber bereits wieder zu. Der Preis profitiert dabei von erneut guten Konjunkturdaten aus China. Nach dem offiziellen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) gestern hat heute auch der von Caixin erhobene PMI die Erwartungen übertroffen: Er ist im November auf 54,9 gestiegen. Damit zeigen sich auch die privaten und kleineren Industrieunternehmen zuversichtlich in Bezug auf ihre Geschäftsaktivitäten. Die chinesischen Unternehmen profitieren dabei in erster Linie von starken Exportaufträgen. Dies deutet auf eine Wirtschaftserholung in Ländern außerhalb Chinas hin, wobei in den letzten Monaten auch viele medizinische Güter in China bestellt wurden. Heute Nachmittag wird in den USA der ISM-Index veröffentlicht. Sollte auch er positiv überraschen, könnte dies den ohnehin gut unterstützten Metallpreisen weiteren Auftrieb geben – es sein denn, der US-Dollar wertet daraufhin auf.

Der LME-Aluminiumpreis ist gestern um 2,3% auf 2.045 USD je Tonne nach oben gesprungen, den höchsten Stand seit gut zwei Jahren. An der SHFE kostet Aluminium mit umgerechnet rund 2.550 USD je Tonne so viel wie vor über drei Jahren. Der Preisanstieg wird auf die starke wirtschaftliche Erholung in China zurückgeführt, die eine robuste Nachfrage nach Aluminium zum Beispiel in den Bereichen Infrastruktur, Häuserbau und Autos mit sich zieht. Dies ist zwar richtig, es wird aber auch die Produktion weiter stark ausgeweitet, was man unseres Erachtens nicht außer Acht lassen sollte. Und die Produktion ist aktuell offenbar höchst attraktiv: Der chinesische Datenanbieter SMM gibt den durchschnittlichen Gewinn der chinesischen Schmelzen für die letzte Woche mit umgerechnet fast 500 USD je Tonne an. Dies sei der höchste Wert seit 2017.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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