Rohstoffe

Öl: OPEC produziert weiterhin weniger als vereinbart

Energie: Am Ölmarkt ist die Luft (über 80 USD) dünn

Die Ölpreise kletterten gestern zunächst noch etwas höher: Ein Barrel Brentöl kostete in der Spitze erstmals seit Ende November wieder über 81 USD. Nicht nur, dass der ADP-Arbeitsmarktbericht Hoffnungen auf eine kräftige US-Konjunktur und damit rege Nachfrage im verbrauchsstärksten Land machte. Am Nachmittag legte Bloomberg auch erste Schätzungen zur OPEC-Produktion im Dezember vor. Sie ist gegenüber Vormonat nur um 90 Tausend Barrel pro Tag gestiegen. Dabei enttäuschten vor allem Libyen und Nigeria, welche die Produktionserhöhung von Saudi-Arabien mehr als wettmachten. Libyen zählt nicht zu den Ländern des erweiterten Produktionskartells, aber auch die zehn teilnehmenden OPEC-Länder konnten die tägliche Produktion nur um 150 Tausend Barrel steigern, statt wie eigentlich geplant um 250 Tausend Barrel. Insgesamt wurden damit pro Tag im Dezember 430 Tausend Barrel weniger gefördert als geplant. Auch ein teilnehmendes Nicht-OPEC-Land bereitet aktuell Sorgen: In Kasachstan spannt sich die politische Lage zunehmend an. Das Land stemmt derzeit immerhin eine Ölförderung von 1,6 Millionen Barrel pro Tag.

Am späten Nachmittag bröckelten die Preise aber wieder ab, weil der US-Lagerbericht dann doch zu viel „Negatives“ enthielt. Die Rohölbestände sind zwar im Vergleich zur Vorwoche um 2,1 Millionen Barrel gesunken, aber der massive Anstieg der Benzinvorräte um 10 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche belastete. Es war der stärkste Lageraufbau seit April 2020, als die USA im Lockdown waren und die Benzinnachfrage daraufhin einbrach. Ausschlaggebend war auch diesmal eine enttäuschende US-Benzinnachfrage: In der letzten Woche des Jahres fiel diese auf 8,2 Millionen Barrel pro Tag zurück; sie war damit wieder so niedrig wie im Februar letzten Jahres. Auch wenn Wochendaten nicht überinterpretiert werden dürfen, sehen einige Analysten in diesen Zahlen auch den Einfluss von Omikron. Die Nachfragerisiken (wegen Omikron) und ein auch aufgrund der Freigabe strategischer Reserven höheres Angebot im ersten Quartal sind unseres Erachtens Faktoren, weshalb die Luft (bei über 80 USD) trotz enttäuschender OPEC-Produktion dünn ist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6ALongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SD1CL9LongWTI Light Crude Future Faktor: 3
SD2TASShortWTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Gold nach Fed-Sitzungsprotokoll unter Druck, US-Fahrzeugmarkt kaum erholt

Der US-Arbeitsmarkt hat sich zum Ende des letzten Jahres in äußerst guter Verfassung gezeigt: Gemäß Daten des privaten Anbieters ADP wurden im Dezember 807 Tausend neue Stellen geschaffen, fast doppelt so viele wie vom Bloomberg-Konsensus erwartet. Gold hat auf die Daten hin nicht negativ reagiert, sondern ist zeitweise sogar auf 1.830 USD je Feinunze gestiegen, da der US-Dollar dennoch abgewertet hat. Die ADP-Daten waren in der Vergangenheit nicht immer ein verlässlicher Indikator für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, so dass man diese nicht 1:1 für die Veröffentlichung morgen übertragen sollte. Das Fed-Sitzungsprotokoll hat am Abend dann für Ernüchterung am Goldmarkt gesorgt und der Goldpreis ist wieder auf 1.800 USD zurückgefallen. Das Protokoll wurde als falkenhaft interpretiert: Es signalisierte unter anderem die Möglichkeit von früheren und schnelleren Zinserhöhungen wegen der guten Entwicklung der US-Wirtschaft und der hohen Inflation. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist daraufhin auf ein 9-Monatshoch von 1,73% gestiegen, was den Goldpreis nach unten gezogen hat.

In den USA wurden im letzten Jahr gemäß Daten der Wards Automotive Group 14,93 Millionen Fahrzeuge verkauft. Dies waren nur gut 3% mehr als im coronabedingt schwachen Vorjahr. Nennenswert erholt hat sich der US-Automarkt also nicht. Die Verkaufszahlen blieben zudem weit unter dem Vorkrisenniveau zurück (knapp 12%). Ähnlich verhaltene Daten dürften in den nächsten Wochen auch für die anderen beiden großen Automärkte China und die EU berichtet werden. Dabei spielt unseres Erachtens zum einen die Kaufzurückhaltung im Zuge der Corona-Krise eine Rolle. Zum anderen hat die Chip-Knappheit wohl zu den schwachen Verkäufen stark beigetragen. Der Platin- und der Palladiumpreis haben auf die Veröffentlichung der US-Zahlen nicht zusätzlich negativ reagiert. Sie hatten im letzten Jahr bereits rund 10% beziehungsweise 22% verloren. Die jetzt berichteten Zahlen, die ein Blick in den Rückspiegel sind und sich im Jahresverlauf schon angedeutet hatten, waren unserer Meinung nach bereits eingepreist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: (Weitere) Drosselung der Aluminiumproduktion in China

Die Industriemetallpreise haben gestern ein ähnliches Handelsmuster hingelegt wie am Vortag: Anfängliche Verluste wurden im Tagesverlauf aufgeholt und teilweise in Gewinne umgekehrt. Angeführt wurde der Sektor von Aluminium, das zeitweise um über 3% auf 2.930 USD je Tonne gestiegen ist. Dies ist der höchste Stand seit Ende Oktober. Wir hatten in den letzten beiden Tagen über Produktionskürzungen in Europa und damit verbunden über eine angespannte Angebotslage am Aluminiummarkt berichtet. Nun könnte auch in China die Aluminiumproduktion (weiter) gedrosselt werden. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf ein chinesisches Nachrichtenportal, dass mehrere Provinzen die Strompreise für energieintensive Industrien per 1. Januar deutlich angehoben haben. Darunter die Provinz Yunnan, wo die Preise für Spitzenlast demnach um bis zu 70% erhöht wurden. In Yunnan wird viel Aluminium produziert. Laut Einschätzung des Zentrums für Energiewirtschaft an der Universität Xiamen wird dies zu einer Rationierung der Produktion in den betroffenen Provinzen führen. Ein Industriemetall, das es gestern nicht geschafft hat, sich in den positiven Bereich vorzuarbeiten, ist Kupfer. Heute Morgen fällt es unter 9.600 USD je Tonne zurück, wozu wohl das falkenhafte Fed-Sitzungsprotokoll beiträgt (siehe Edelmetalle oben). Im Zuge dessen sind nicht nur die Aktienmärkte spürbar gefallen, sondern auch Sorgen aufgekommen, dass durch eine straffere Geldpolitik die Nachfrage nach Rohstoffen beeinträchtigt werden könnte. Hinzu kommt die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus, die ebenfalls zu Nachfragesorgen führt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2TATLongCopper FutureFaktor: 4
SB3T73ShortCopper FutureFaktor: -4
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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!