Rohstoffe

Öl: Freigabe der Notfallreserven – Folgen den Worten nun Taten?

Energie: Freigabe der Notfallreserven – Folgen den Worten nun Taten?

Die Ölpreise erholen sich von den gestern verzeichneten 6-Wochentiefs. Brent steigt auf gut 82 USD je Barrel, nachdem der Preis gestern zeitweise deutlich unter 80 USD handelte. WTI nähert sich wieder der Marke von 80 USD, wobei der Dezember-Kontrakt heute ausläuft. Der schon jetzt deutlich liquidere Januar-Kontrakt handelt dagegen bei gut 79 USD. Die Backwardation zwischen den beiden ersten Terminkontrakten bei Brent hat sich wegen der Aussicht auf mehr Öl aus den Notfallreserven auf knapp 90 US-Cent je Barrel verringert. Vor einer Woche waren es noch mehr als 1 USD. Der Preisrückgang der vergangenen Tage war auf Spekulationen auf eine Freigabe der strategischen Ölreserven zurückzuführen. Zunächst betrafen diese nur die USA, zuletzt wurde auch eine konzertierte Aktion mehrerer wichtiger Verbrauchsländer für möglich gehalten. Zumindest berichtete die Nachrichtenagentur Reuters von einem entsprechenden Vorstoß der US-Regierung. Nun werden den Worten auch Taten folgen müssen, soll der erhoffte Effekt auf die Preise nicht verpuffen. Bislang hat nur China verlauten lassen, Öl aus seinen Staatsreserven veräußern zu wollen. Konkrete Angaben zum Zeitpunkt oder zur Menge gibt es bislang allerdings nicht. Zudem ist ein direkter Zusammenhang zum jüngsten Video-Gipfel zwischen den Präsidenten Biden und Xi zwar denkbar, aber nicht zwingend. Denn China veräußerte schon im September Rohöl aus seinen Staatsreserven und hätte dies auch so vorhaben können. Die USA, von denen die jüngste Initiative ausging, halten sich dagegen vollkommen bedeckt. Dabei wäre es für Präsident Biden ein leichtes, die Maßnahme zu veranlassen. Andere Länder wie Japan und Südkorea haben dagegen bereits abgewunken, da es ihnen gesetzlich nicht erlaubt ist, lediglich zur Preissenkung die Notfallreserven anzuzapfen. Ohnehin würde ein Rückgriff auf die Notfallreserven nur kurzzeitig Einfluss auf die Preise haben, wie die US-Energiebehörde in dieser Woche einräumte. Nachhaltiger wäre eine stärkere Ausweitung der Ölproduktion durch die OPEC+, was diese mit Verweis auf das bevorstehende Überangebot ablehnt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T50LongOil Brent Future Faktor: 4
SD3V9LShortOil Brent Future Faktor: -4
SB3T5JLongWTI Light Crude Future Faktor: 3
SB3T9JShortWTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Robuste Goldnachfrage in Asien, schwache Autoverkäufe in der EU

Die physische Goldnachfrage in Asien war auch im Oktober hoch, obgleich es unterschiedliche Tendenzen in den beiden größten Goldkonsumentenländern China und Indien gab. Wie die Schweizer Zollbehörde gestern berichtete, hat die Schweiz im Oktober 58,5 Tonnen Gold nach China exportiert. Dies waren nicht nur 170% mehr als im Vormonat, sondern auch die größte Menge seit Juni 2018. Die Ausfuhren nach Hongkong sind auf 16,7 Tonnen gestiegen, die größte Menge seit Januar 2020. Ein Grund für die hohen chinesischen Importe dürften die niedrigen lokalen Goldpreise gewesen sein, die Goldkäufe attraktiv gemacht haben. Seit Jahresbeginn hat die Schweiz mittlerweile 222 Tonnen Gold nach China exportiert. Die Ausfuhren nach Indien lagen zwar mit 41 Tonnen 19% unter dem Vormonatsniveau, dies war aber immer noch ein solides Niveau. Sie belegen unseres Erachtens auch die starke Nachfrage rund um die hinduistischen Feiertage „Diwali“ und „Dhanteras“.

Der Verband der europäischen Automobilproduzenten (ACEA) hat gestern erneut schwache Autoneuzulassungszahlen für die EU berichtet. Demnach wurden im Oktober nur 665 Tausend Autos neu zugelassen. Dies waren rund 30% weniger als vor einem Jahr, der vierte Rückgang in Folge (im Jahresvergleich) und der schwächste Oktober-Wert seit Beginn der Datenreihe im Jahr 2003. Die ACEA führt die schwachen Zahlen auf die anhaltende Chip-Knappheit zurück. Von Januar bis Oktober liegen die Autoneuzulassungen jetzt nur noch marginal über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, der von der Corona-Pandemie belastet war. Platin und Palladium haben gestern im Laufe des Tages 1% bzw. 2,5% verloren. Heute Morgen machen sie einen Teil ihrer Verluste aber bereits wieder wett.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDWLongGold Future Faktor: 6
SF5DDCShortGold Future Faktor: -6
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
SF4YAPLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Starke Stimmungsschwankungen

Die Stimmung an den Metallmärkten ist angeschlagen. Kupfer ist gestern zeitweise unter 9.400 USD je Tonne auf den tiefsten Stand seit fast sechs Wochen gefallen. Auch Zink hat unter 3.150 USD je Tonne ein 6-Wochentief markiert. Die meisten anderen Metalle haben ebenfalls Federn gelassen. Unter den Marktteilnehmern hat sich anscheinend die Sorge breit gemacht, dass die Straffung der Geldpolitik einiger Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation die wirtschaftliche Erholung abwürgen und damit auch die Nachfrage nach zyklischen Rohstoffen wie Metallen dämpfen könnte. Hinzu kommen die vielerorts stark steigenden Corona-Infektionszahlen, die offenbar ebenfalls zu Verunsicherung führen. Denn sollten strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt werden, hätte dies wohl negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Im Falle von Kupfer scheint sich zudem die enorme Knappheit, die noch vor einigen Wochen vorherrschte, aufzulösen: Die Terminkurve hat sich deutlich abgeflacht und die Spreads sind stark zusammengelaufen, was auf eine bessere Verfügbarkeit von Kupfer hindeutet. Dies spiegelt sich auch in der LME-Lagerstatistik wider: Die frei verfügbaren Kupfervorräte in den LME-Lagerhäusern haben sich in den letzten 4½ Wochen auf über 62 Tausend Tonnen mehr als vervierfacht. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie wie auch die Gesamtbestände nach wie vor auf niedrigen Niveaus liegen. Heute Morgen gibt es an den Metallmärkten eine kräftige Gegenbewegung: Kupfer und Zink steigen um jeweils 2%, Aluminium sogar um 3%. Einem Bloomberg-Bericht zufolge, der sich auf Daten und Aussagen von SMM bezieht, ist es zu einem „Squeeze“ am chinesischen Kupfermarkt gekommen: Die Preisdifferenz zwischen dem Kassa-Preis und dem Futures-Kontrakt ist seit Wochenbeginn von nahe Null auf aktuell umgerechnet fast 350 USD je Tonne nach oben gesprungen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
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Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!