Rohstoffe

Öl: Druck auf OPEC+ nimmt zu

Energie: Druck auf OPEC+ nimmt zu, Russland liefert mehr Erdgas

Angesichts der deutlich gestiegen Ölpreise wächst der Druck der US-Regierung auf die OPEC+, das Ölangebot stärker auszuweiten als bislang beabsichtigt. Das Problem soll bereits auf höherer Ebene gegenüber Vertretern der OPEC+ angesprochen worden sein. Die nächste Sitzung der Ölminister ist für den 4. November vorgesehen. Ob es vorher noch zu einer außerplanmäßigen Zusammenkunft kommt, ist eher fraglich. Von den US-Ölproduzenten ist kurzfristig auch keine Unterstützung zu erwarten. Diese haben trotz der deutlich gestiegenen Ölpreise die Produktion weniger stark ausgeweitet als in der Vergangenheit. Der heute anstehende Kurzfristausblick der US-Energiebehörde dürfte das bestätigen. Ebenfalls heute veröffentlicht die OPEC ihren Monatsbericht. Dieser dürfte einen angespannten Ölmarkt bis zum Jahresende prognostizieren. Möglicherweise wird die US-Regierung auch andere Optionen wie die Freigabe der strategischen Ölreserven in Erwägung ziehen müssen, um kurzfristig für Entspannung zu sorgen. China importierte im September laut Zollbehörde knapp 10 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Das waren 500 Tausend Barrel pro Tag weniger als im Vormonat. Die Gasimporte stiegen dagegen auf 10,62 Millionen Tonnen, das höchste Niveau seit Januar. Die Kohleimporte erreichten mit 32,9 Millionen Tonnen das höchste Niveau in diesem Jahr.

Der russische Gasmonopolist Gazprom hat offenbar letzte Woche damit begonnen, zusätzliches Gas aus seinen Speichern in das Pipelinenetz zu pumpen, um die deutlich gestiegenen Gaspreise zu stabilisieren. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Daten von Gas Infrastructure Europe. Die Einspeisung sei am 7. Oktober aus einer Speichereinrichtung in Österreich erfolgt, einen Tag nachdem die europäischen Erdgaspreise auf ein Rekordhoch gestiegen waren und Russlands Präsident Putin kurz darauf höhere Gaslieferungen nach Europa in Aussicht gestellt hatte. Der Erdgaspreis (TTF, 1-Monats-Forward) war daraufhin von 155 EUR auf gut 80 EUR je MWh gefallen. Solange nicht klar war, ob diesen Worten auch Taten folgen würden, bestand das Risiko eines neuerlichen Preisanstiegs. Dieses Risiko ist nun erheblich geringer geworden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T46LongOil Brent Future Faktor: 2
SB3T7VShortOil Brent Future Faktor: -2
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
SB3T45LongGas Oil FutureFaktor: 2
SB3T7UShortGas Oil FutureFaktor: -2
SB3T44LongNatural Gas FutureFaktor: 2
SB3T7TShortNatural Gas FutureFaktor: -2
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Edelmetalle: US-Inflationsdaten im Fokus von Gold, schwache chinesische Autoabsätze belasten Palladium und Platin

Der Goldpreis zeigt sich auf der einen Seite zwar weiter standhaft, legt auf der anderen Seite aber auch nicht wirklich zu. Heute schauen die Teilnehmer am Goldmarkt wohl in erster Linie auf die US-Inflationsdaten für September. Unsere Volkswirte erwarten, dass die Gesamtrate auf dem hohen Niveau des Vormonats verharrt und die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) sogar leicht gestiegen ist. Dies könnte Gold Unterstützung geben. Der Internationale Währungsfonds hatte gestern vor Lohn-Preis-Spiralen gewarnt und die Zentralbanken aufgefordert, die Inflationsentwicklung „sehr sehr wachsam“ zu verfolgen. Heute Abend veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihr Protokoll der letzten Sitzung von Ende September. Dieses dürfte bestätigen, dass die Fed wahrscheinlich auf der nächsten Sitzung das sogenannte Tapering beschließen wird.

Wie der Verband der chinesischen Automobilproduzenten (CAAM) gestern berichtet hat, sind die Autoabsätze in China im September im Vergleich zum Vorjahr um 16,5% zurückgegangen. Der Rückgang hat sich gegenüber den Vormonaten beschleunigt. Grund hierfür dürfte die Chip-Knappheit sein. Die CAAM erwartet deswegen und wegen Stromversorgungsengpässen, dass die Autoverkäufe im Gesamtjahr schwächer als erwartet ausfallen werden. Immerhin soll sich die Chip-Knappheit im Verlauf des vierten Quartals laut Einschätzung der CAAM etwas entspannen. Lichtblick im aktuellen Bericht waren Autos mit neuen Antriebsformen, deren Absätze erneut stark gestiegen sind. Der Palladiumpreis ist gestern auf die Daten hin wieder unter Druck geraten und bis zum Handelsende um gut 3% auf 2.050 USD je Feinunze gefallen. Auch Platin hat seine anfänglichen Gewinne wieder abgegeben. Es handelt knapp oberhalb der Marke von 1.000 USD je Feinunze.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
SB3T41LongPlatin FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatin FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Chinesische Händler verhalten sich preissensitiv

Chinas Kupferimporte sind im September im Vergleich zum Vormonat zwar nicht mehr weiter gefallen. Gemäß Daten der Zollbehörde hat China letzten Monat 406 Tausend Tonnen unverarbeitetes Kupfer eingeführt, marginal mehr als im August. Dies ist dennoch der zweitniedrigste Wert in den letzten zwei Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kupferimporte um 44% zurückgegangen. Hier machen sich unseres Erachtens nach wie vor die sehr hohen Preise bemerkbar der Kupferpreis an der LME in London notiert seit mittlerweile vier Monaten weitgehend zwischen 9.000 USD und 9.500 USD je Tonne. Dieses Niveau erachten die chinesischen Händler offenbar als sehr hoch und verhalten sich preisbewusst. Die Einfuhren von Kupferkonzentrat sind gegenüber dem Vormonat um knapp 12% auf 2,1 Millionen Tonnen gestiegen und lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dies deutet unserer Meinung nach auf eine bessere Verfügbarkeit von Kupferkonzentrat hin. Das Minenangebot wurde in diesem Jahr bereits spürbar ausgeweitet, was nicht nur Daten der International Copper Study Group zeigen. Die Importe von Eisenerz wiederum lagen zwar leicht unter dem Vormonatswert, mit 95,6 Millionen Tonnen absolut betrachtet aber auf einem sehr hohen Niveau. Hier haben die chinesischen Händler offenbar die stark gefallenen Preise an der SGX in Singapur hatte sich der Eisenerzpreis innerhalb von zwei Monaten mehr als halbiert und war im September zeitweise unter die Marke von 100 USD je Tonne gerutscht genutzt und opportunistisch Material gekauft. Denn in Anbetracht der Drosselung der Stahlproduktion wären diese hohen Einfuhren unseres Erachtens nicht notwendig gewesen. Dass die importierte Menge nicht vollständig verbraucht wurde, zeigen auch die Lagerdaten: In Chinas Häfen sind die Eisenerzvorräte letzte Woche auf ein 5½-Monatshoch gestiegen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2TATLongCopper FutureFaktor: 4
SB3T73ShortCopper FutureFaktor: -4
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