Rohstoffe

Öl: China war im Frühjahr auf Schnäppchenjagd

Energie: China importiert rekordhohe Menge Rohöl

Die Stimmung am Ölmarkt schwankt weiterhin zwischen Erleichterung in Bezug auf die gute Förderdisziplin der OPEC+ und Angst vor den Folgen des Coronavirus für die Nachfrage. Neben der Wiedereinführung von lokalen Lockdowns in den USA ist nun noch die Sorge vor einem Streit zwischen den USA und China wegen Gebietsansprüchen im Südchinesischen Meer hinzugekommen. Dies dürfte das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den beiden wichtigsten Ölverbrauchsländern verschärfen und die Nachfrage eher belasten. Im Juni hat China laut der Zollbehörde mit 53,18 Mio. Tonnen bzw. umgerechnet 13 Mio. Barrel täglich soviel Rohöl wie nie zuvor importiert. Damit waren die Importe über ein Drittel höher als im Vorjahr. Die Händler bekamen die in den Monaten zuvor bestellten Mengen zu deutlich günstigeren Preisen geliefert. Das mittlerweile relativ hohe Preisniveau und eine hohe Ausnutzung der Lagerkapazitäten in China sprechen gegen eine Fortsetzung des Kaufrauschs. Die morgige Entscheidung der OPEC+ zur graduellen Produktionserhöhung ab August dürfte den Marktteilnehmern die Korrekturgefahren vor Augen führen und angesichts der Risiken auf der Nachfrageseite die Preise eher belasten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL98SCCallOil Brent FutureHebel: 8,0
CL44THPutOil Brent FutureHebel: 8,0
SB9B6HCallOil WTI Light FutureHebel: 8,0
CL48XSPutOil WTI Light FutureHebel: 8,0
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: CO2-Preis zwischen Politik und Fundamentaldaten

Der CO2-Preis ist gestern zeitweise um über 6% auf 30,8 EUR je Tonne gestiegen. Er hat damit fast das Allzeithoch von April 2006 bei 31 EUR erreicht. Heute Morgen handelt er wieder bei rund 29 EUR. Die starken Preisschwankungen – der Preis hat sich trotz der Rezession sowie eines starken Einbruchs der Kohlekraft in wenigen Monaten verdoppelt – gepaart mit einer Dynamik, die sich fundamental nicht erklären lässt, sprechen für die technische Natur des Preisanstiegs nach dem Motto “die Hausse nährt die Hausse”. Doch bleibt trotz der Konjunkturgefahren das Bekenntnis der EU-Politik zum “Green Deal” ungebrochen, weshalb wir für das 2. Halbjahr mit einem CO2-Preis von 27 EUR je Tonne rechnen. Auch langfristig sind wir vom starken politischen Aufwind überzeugt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3F6NLongICE ECX EUA FutureFaktor: 2
CJ3F6RShortICE ECX EUA FutureFaktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Negative (Real-)Zinsen sprechen für Gold

Gold fiel in der Nacht unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze. Der Anstieg der Risikoaversion im Zuge fallender Aktienmärkte und neuerlicher Lockdown-Maßnahmen wegen steigender Corona-Neuinfektionen in einigen US-Bundesstaaten (Kalifornien und Florida) sowie in Hongkong hat einen stärkeren Preisrückgang verhindert. Hinzu kommen neue Spannungen zwischen den USA und China (siehe Energietext oben). Am Morgen hat Gold die Marke von 1.800 USD wieder zurückerobert. Wir sehen somit weiterhin, dass Preisrückgänge als Kaufgelegenheit erachtet werden und daher nur kurzlebig sind. Dies spricht ebenfalls für tendenziell weiter steigende Preise. In den USA werden heute die Verbraucherpreisdaten für Juni veröffentlicht. Die Inflationsrate dürfte ausgehend vom extrem niedrigen Niveau im Mai wieder etwas stärker gestiegen sein. Die Konsenserwartung eines Anstiegs auf 0,6% liegt exakt auf dem aktuellen Niveau der 10-Jahresrendite. Mit anderen Worten ist der entsprechende Realzins null und in den kürzeren Laufzeiten negativ. Dies ist ein weiterer Aspekt, der für einen steigenden Goldpreis spricht, denn Gold “kostet” keine Zinsen. Dies gilt erst recht in Bezug auf Anleihen mit einer negativen Nominalrendite, also vor Abzug der Inflationsrate. Das weltweite Volumen dieser Anleihen liegt derzeit bei 13,5 Bio. USD. Das ist mehr als das bislang geförderte und damit theoretisch verfügbare Gold bei aktuellen Preisen wert ist. Auch vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sich die Gold-ETFs einem ungebrochenen Kaufinteresse erfreuen. Gestern kamen erneut 6 Tonnen hinzu. Auch der SPDR Gold Trust verzeichnete nach zwei Tagen mit Abflüssen wieder Zuflüsse. Unterdessen hat Bloomberg den für letzte Woche Donnerstag gemeldeten kräftigen Zufluss in die Palladium-ETFs korrigiert. Dieser fand laut nachträglicher Meldung eines ETF-Anbieters schon Anfang Juli statt und verteilte sich auf drei Tage.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6QLongPalladium FutureFaktor: 3
CU3TG7ShortPalladium FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Chinesische Eisenerz- und Kupferimporte stark gestiegen

In den USA hat sich gestern Abend gegen Handelsende im Zuge neuer Spannungen zwischen den USA und China die Stimmung merklich eingetrübt. Die US-Aktienindizes haben den Handel fast auf ihren Tagestiefs beendet. Die schlechtere Stimmung ist nach Asien übergeschwappt und macht sich auch in Europa im frühen Handel bemerkbar: Bei den Industriemetallen gibt es eine moderate Korrektur. Zink ist dabei mit einem Minus von 2,5% der größte Verlierer, nachdem es gestern am stärksten zulegte (+3%). Es notiert bei rund 2.200 USD je Tonne. Kupfer fällt um 1,5% unter 6.500 USD je Tonne, was aber immer noch ein sehr hohes Niveau ist. Die chinesische Zollbehörde hat heute die vorläufige Handelsstatistik für Juni veröffentlicht. Wie erwartet hat China große Mengen Rohstoffe importiert. So wurden zum Beispiel 101,7 Mio. Tonnen Eisenerz eingeführt. Die Menge verfehlte nur knapp den Rekordwert von September 2017. Im ersten Halbjahr hat China rund 547 Mio. Tonnen Eisenerz importiert, fast 10% mehr als im Vorjahr. In China läuft die Stahlproduktion auf Hochtouren, so dass viel Eisenerz benötigt wird. Daten zur Stahlproduktion veröffentlicht das Nationale Statistikbüro übermorgen. Wie aus der Mitteilung der Zollbehörde ebenfalls hervorgeht, sind die Einfuhren von Kupfer im Juni auf 656 Tsd. Tonnen nach oben gesprungen, ein neues Allzeithoch. Sie waren damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Dies zeigt, dass China im Frühjahr die niedrigen Kupferpreise (zeitweise notierte Kupfer unter 5.000 USD) genutzt und auf dem Weltmarkt zugeschlagen hat. Zwischen dem Kauf und den Importen liegen etwa zwei bis drei Monate. China könnte dabei auch Material zum Aufbau von Reserven, also über Bedarf, gekauft haben. Da der Kupferpreis mittlerweile deutlich gestiegen ist, dürfte China in den kommenden Monaten wieder weniger importieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7GLongCopper FutureFaktor: 3
CU54EWShortCopper FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.