Währung

Nord-Korea und USA – Keine verbale Abrüstung

JPY: Nach wie vor zeichnet sich keine verbale Abrüstung zwischen den beiden emotionalen (sturen, streitfreudigen, … – finden sie ihr Adjektiv am besten selbst) Führern aus Nord-Korea und den USA ab. Die Folge: Der Goldpreis steigt, die Renditen fallen. Am Devisenmarkt profitiert davon vor allem der JPY (auch der Schweizer Franken) als sicherer Hafen. Insgesamt ein herrliches Beispiel dafür, wie stark der Devisenmarkt in alten Mustern gefangen ist. Die Rolle des JPY als sicherer Hafen machte schon während der Staatsschuldenkrise in Europa fundamental betrachtet (Japans Schulden sind noch viel höher) keinen Sinn. Jetzt aber liegt Japan sogar im Epizentrum einer möglichen Katastrophe. Sollte es wirklich zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen, ist kaum vorstellbar, dass Japan nicht direkt betroffen ist. Egal welchem Experten, der über den Zustand der nordkoreanischen Raketen berichtet, man auch glauben mag: Einen sicheren Hafen gibt es in Japan bei einem Konflikt mit Nord-Korea sicherlich nicht – außer halt in der Denke der weltweiten Devisenhändler. Und die werden USD-JPY verkaufen, solange die Spannungen anhalten.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9SUW Bull EUR/JPY Hebel: 13,8
CE9CDX Bear EUR/JPY Hebel: 13,3

USD: Verbraucherpreise in den USA für den Monat Juli. Es wird heute also mal wieder darum gehen, ob die Fed die Zinsen demnächst (gemeint ist die Dezembersitzung) nochmal anheben wird. Dazu müsste die Teuerung wieder anziehen.

William Dudley, Präsident der New York Fed war gestern eine gutes Beispiel für die Denkweise, die bei vielen vorliegt: Er erwartet, dass die Teuerung langsam Richtung 2% zunehmen wird und verwies dabei auf die gut laufende Wirtschaft. Auch den mehr oder weniger voll ausgelasteten US-Arbeitsmarkt ließ er nicht unerwähnt. Der Verweis auf den Arbeitsmarkt hängt mit dem ökonomischen Konstrukt der Phillips-Kurve zusammen. Diese Theorie (Alban William Housego Phillips, 1958) beschreibt den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation. Diskutiert wird über sie bereits seit Jahrzehnten. Unterschiedliche Denkschulen sehen sie entweder als senkrecht an (in diesem Fall gibt es keinen Trade-Off zwischen Teuerung und Arbeitslosigkeit) oder eben nicht (dann würde eine etwas höhere Teuerung die Arbeitslosigkeit senken). Viele kluge Köpfe haben sich schon darum gestritten, wie die Idee der Phillipskurve zu interpretieren ist.

Und hier liegt das eigentliche Problem: Beide Denkrichtungen untersuchen einen möglichen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation und streiten vielleicht auch über die Wirkungsrichtung. Dabei unterstellen aber alle, dass es die Löhne sind, die diese beiden Variablen überhaupt verbinden. Höhere Beschäftigung gleich höhere Löhne, so die allgemeine Annahme, egal welcher Denkrichtung man auch angehört. In den USA boomt derzeit die Beschäftigung, Und die Löhne? Richtig, es herrscht mehr oder weniger Flaute. Anders gesagt: Da stimmt etwas nicht!

Wer den Ansatz der Phillipskurve nimmt und auf die Inflation schaut, findet eventuell in anderen Einflüssen auf die Teuerung (z.B. starke Auf- oder Abwertungen einer Währung), eine Erklärung, warum er nicht sieht, was er eigentlich erwartet. Er übersieht aber dabei, dass seine Grundannahme (höhere Beschäftigung = höhere Löhne) derzeit nicht gilt und damit auch die Theorie der Phillipskurve keinen Sinn mehr ergibt.

Eigentlich wären die heutigen Verbraucherpreise damit gar nicht so relevant für die Fed. Dennoch wird der Markt eine niedriger als erwartete Inflationszahl heute mit USD-Schwäche quittieren. Die USD-Gewinne der letzten Tage könnte sich schnell als reine Zwischenerholung rausstellen.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CE6U4D Bull EUR/USD Hebel: 10,4
CE5CMW Bear EUR/USD Hebel: 10,3

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