Währung

Niemand mag den Dollar: US-Dollar im freien Fall

USD im freien Fall

Emerging Market Währungen sowie die typischen risikosensitiven Währungen der G10 Länder (NZD, AUD) haben in den letzten Wochen teilweise kräftig zum USD zulegen können. Eine klassische Risk-on Bewegung also? Die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus und die Hoffnung, dass bald die ersten Impfungen erfolgen können, würde als Begründung für Risk-on einleuchten. Ebenso die jüngsten Nachrichten, dass das Konjunkturpaket in den USA möglicherweise doch schneller verabschiedet werden könnte, als bisher gedacht. In einem typischen Risk-on Szenario würden allerdings wohl auch der Schweizer Franken und der japanische Yen abwerten. Haben sie aber nicht. Eigentlich verliert im Moment (fast) nur einer, und das ist der USD. Dieser verliert nicht in seiner Eigenschaft als sicherer Hafen in einem risikofreudigen Umfeld, sondern aufgrund der US Geldpolitik. Die Aussicht auf ein Fiskalpaket in den USA hat die Inflationserwartungen für das Land steigen lassen. Da aber die US-Notenbank im Rahmen ihres Strategiewechsels eine höhere Inflation zeitweise akzeptieren würde, ohne die geldpolitischen Zügel anzuziehen, sind steigende Inflationserwartungen schlecht für den USD.

Die Veröffentlichung der heutigen US-Arbeitsmarktdaten dürfte keine nennenswerten Impulse für den USD liefern. Der Stellenaufbau wird sich zwar im November fortgesetzt haben, jedoch vermutlich mit weiter nachlassender Dynamik. Ein mögliches Fiskalpaket würde die Aussichten für den Arbeitsmarkt verbessern, sodass eine schwache Zahl wohl vom Markt ignoriert werden dürfte. Kommt es dagegen zu einer deutlich positiven Überraschung, könnte dies die Inflationserwartungen weiter anheizen und den Abwertungsdruck auf den USD verstärken.

EUR-USD kennt kein Halten mehr

Einer der großen Profiteure der USD-Schwäche ist EUR-USD. Seitdem das Währungspaar die Marke von 1,20 durchbrochen hat, kennt es kein Halten mehr, so scheint es. Seitens der EZB wird es im Vorfeld der Sitzung kommenden Donnerstag wohl keine Kommentare mehr geben, denn eine Woche vor einer Sitzung beginnt die Schweigephase. Insofern freie Fahrt für weitere EUR-Gewinne? Wir wären vorsichtig. Wir hatten in der Vergangenheit oft betont, dass es weniger um das Niveau in EUR-USD an sich geht, sondern um die Geschwindigkeit der Aufwertung. Die Bewegung der letzten Tage könnte der EZB zu schnell gewesen sein und sie daher zu Kommentaren veranlassen, die den EUR schwächen. Es besteht sogar die Gefahr, dass sie, wenn sie Stillschweigen übt, die Bahn erst recht freimacht für eine weitere EUR-Aufwertung. Das dürfte sie vermeiden wollen. Insofern könnte in der nächsten Woche der Devisenmarkt vorsichtiger werden und im Vorfeld der EZB-Sitzung könnten wir vermehrt Gewinnmitnahmen sehen.

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Konjunkturerholung in Kanada verliert merklich an Schwung

Die heutigen Daten zum Arbeitsmarkt in Kanada dürften zeigen, dass sich der Stellenaufbau weiter verlangsamt hat. Die konjunkturelle Erholung der kanadischen Wirtschaft hat in den letzten Monaten deutlich an Schwung verloren. Mittlerweile hat das Land ebenfalls mit einer zweiten Corona-Infektionswelle zu kämpfen und Corona-Restriktionen wurden erneut eingeführt. Dies dürfte die Konjunkturerholung im vierten Quartal spürbar bremsen. Vor diesem Hintergrund ist fraglich, wieviel Spielraum der CAD noch für eine Aufwertung hat. Klar, der Rückgang von USD-CAD auf unter 1,30 in den letzten Tagen dürfte vor allem einem schwachen USD geschuldet sein. Und natürlich stimmt die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus und die damit verbundene Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie positiv. Auf kurze Sicht besteht aber noch Unsicherheit über die aktuelle Ausbreitung des Virus und die wirtschaftlichen Folgen. Wenn also die Konjunkturzahlen zum 4. Quartal und voraussichtlich auch zum 1. Quartal 2021 schlechter werden, bevor sie dann wieder besser werden, könnten CAD-Investoren erstmal wieder vorsichtiger werden. Weitere CAD-Gewinne dürften daher von den aktuellen Niveaus aus schwierig werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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