Rohstoffe

Neuer “Preiskrieg” innerhalb der OPEC+?

Energie: Neuer Preiskrieg innerhalb der OPEC+?

Das Treffen der OPEC+ am letzten Donnerstag versprach im Vorfeld keine Überraschung. Schließlich hatte das Gemeinsame Technische Komitee der Allianz zuvor die Nachfrageschätzung nach unten revidiert. Auch hatte Saudi-Arabien angesichts der Nachfragerisiken vor einer vorschnellen Angebotserhöhung gewarnt. Deshalb rechneten die meisten Marktbeobachter mit einer Beibehaltung der bisherigen Produktionskürzungen und der freiwilligen Kürzungen seitens Saudi-Arabiens. Doch das Treffen endete mit einer faustdicken Überraschung. Denn die Gruppe hat sich auf eine deutliche (wenngleich schrittweise) Erhöhung der Produktion in den kommenden drei Monaten geeinigt. Im Mai soll sich das Ölangebot der OPEC+ um 350 Tsd. Barrel täglich erhöhen, im Juni nochmals um 350 Tsd. und im Juli um weitere 450 Tsd. Barrel. Gleichzeitig will Saudi-Arabien die seit Februar bestehende freiwillige zusätzliche Produktionskürzung von 1 Mio. Barrel täglich zurücknehmen und seine Produktion im Mai um 250 Tsd., im Juni um 350 Tsd. und im Juli um 400 Tsd. Barrel täglich erhöhen. Insgesamt wird das Angebot der OPEC+ also bis Juli um 2,15 Mio. Barrel täglich steigen. Damit würde sie für einen erneuten Angebotsüberschuss am Ölmarkt sorgen und das erklärte Ziel des Abbaus der überschüssigen Rohölbestände zunächst aufgeben. Darüber, was auf dem Treffen passiert ist, kann man nur spekulieren. Es hatte allerdings kurz zuvor ein Telefonat zwischen den Energieministern Saudi-Arabiens und der USA gegeben. Doch ist auch möglich, dass sich genauso wie vor einem Jahr die zwei wichtigsten Länder der Allianz, Russland und Saudi-Arabien, nicht einigen konnten. Einen Hinweis darauf, ob dies zu einem erneuten “Preiskrieg” führt, könnte es eventuell schon diese Woche geben, sollte Saudi-Arabien die Preisaufschläge für Mai-Lieferungen an asiatische und europäische Kunden senken. Die Marktreaktion auf diese Entwicklungen am Donnerstag war u.E. erstaunlich, wobei die Preise für Brent und WTI um 2-3% nach oben schossen. Gestern wurde dies wieder korrigiert, wobei der Brentölpreis von über 64,5 USD zeitweise unter 61,5 USD je Barrel sank. Das Geschehen am Ölmarkt dürfte sehr spannend bleiben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold trotzt robusten US-Konjunkturdaten

Gold steckt die während der Osterfeiertage veröffentlichten äußerst robusten US-Konjunkturdaten erstaunlich gut weg und steigt am Morgen auf 1.735 USD je Feinunze. Vom Mitte vergangener Woche verzeichneten Tief hat sich Gold damit um mehr als 50 USD erholt. Die US-Arbeitsmarktdaten wiesen am Freitag einen Anstieg von mehr als 900 Tsd. Stellen auf und übertrafen damit die Markterwartungen deutlich. Gleiches galt für den ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe am Donnerstag und für den Dienstleistungssektor gestern. Ersterer stieg sogar auf das höchste Niveau seit 1983, letzterer seit Beginn der Erhebung im Jahr 1997. Doch entgegen der gängigen Erwartung profitierte der US-Dollar von diesen bombastisch anmutenden Zahlen nicht. Stattdessen geriet er sogar unter Druck, was Gold zugute kommt. Auch der Anstieg der Anleiherenditen hat sich nicht weiter fortgesetzt. Offenbar spielen hierbei die wiederholt ausgesprochenen Beteuerungen von Vertretern der US-Notenbank Fed eine Rolle, an der ultra-lockeren Geldpolitik trotz allem noch sehr lange festhalten zu wollen. Wenn dem so ist, verlieren selbst die robustesten US-Konjunkturdaten ihren Schrecken für Gold. Stattdessen könnten Sorgen aufkommen, dass die US-Wirtschaft auch mit Blick auf den massiven Impuls durch die Finanzpolitik überhitzt, die Inflationsrisiken deutlich zunehmen und die Fed „hinter die Kurve“ fällt. In einem derartigen Szenario wäre Gold der große Gewinner. Nennenswertes spekulatives Interesse ist bei Gold derzeit nicht auszumachen. Die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzanleger lagen Ende März bei 43 Tsd. Kontrakten auf einem niedrigen Niveau. Entsprechend gering ist auch das Risiko, dass es von dieser Seite zu Verkaufsdruck kommt. Gold befindet sich weiter in einer Bodenbildungsphase. Das letzte Woche bei 1.680 USD verzeichnete Doppeltief stellt dabei unseres Erachtens eine tragfähige Unterstützung dar. Nach oben dürfte die Luft bei 1.760 USD dünn werden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Deutliche Aufschläge zu Beginn einer datenarmen Handelswoche

Die neue, verkürzte Handelswoche ist zumindest auf dem Papier ereignisarm: Es werden keine nennenswerten Daten veröffentlicht. Auch dürften einige Marktteilnehmer diese Woche in Urlaub sein, so dass wir mit einem niedrigeren Handelsvolumen rechnen. An der Londoner Metallbörse (LME) starten die Preise dennoch fast alle mit deutlichen Aufschlägen in die Woche. Kupfer springt um 2,5% wieder über die Marke von 9.000 USD je Tonne. Nickel legt um 2% auf 16.500 USD je Tonne zu. Größter Gewinner ist am Morgen Zinn, das sich um 3,3% auf 26.000 USD je Tonne verteuert. Kupfer greift dabei wohl auch die guten Vorgaben der Comex in New York auf, wo der Preis gestern um 3,7% gestiegen war. Ende letzter Woche wurden in den USA sehr gute Konjunkturdaten veröffentlicht: Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe ist im März deutlich stärker als erwartet auf 64,7 und damit den höchsten Stand seit Dezember 1983 gestiegen. Die Stimmung in der US-Industrie ist also schon fast euphorisch. Eventuell hat hier bereits die Ankündigung des neuen billionenschweren Konjunkturprogramms von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt. Auch hat sich die Lage am US-Arbeitsmarkt im März deutlich verbessert. Im Falle von Kupfer und Zinn scheinen zudem Grenzschließungen die Preise zu treiben: Chile, der weltgrößte Kupferminenproduzent, hat seine Grenzen geschlossen und die Lockdown-Maßnahmen verschärft, um eine neue Welle des Coronavirus zu bekämpfen. Laut Aussagen des Energie- und Bergbauministeriums soll dies jedoch keine Auswirkungen auf die Produktion und den Export von Kupfer und anderer Metalle haben. China hat wiederum in einer Provinz ebenfalls wegen des Coronavirus die Grenze zu Myanmar geschlossen. Myanmar ist Chinas Hauptlieferant von Zinnkonzentrat. Es wird befürchtet, dass dies zu Angebotsengpässen führt, da China jetzt möglicherweise Zinn andernorts kauft.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.