Währung

Neue Wohlfühlzone beim Währungspaar EUR/USD

Neue Wohlfühlzone in EUR-USD

Still und heimlich, so scheint es, ist EUR-USD in den letzten Tagen über die Marke von 1,19 gestiegen. Und das, obwohl es an echten Impulsen mangelte. Gestern natürlich zusätzlich bedingt durch den Feiertag in den USA. Eigentlich EUR-belastende Nachrichten konnten dem EUR nicht schaden. Mitglieder der EZB werden nicht müde zu signalisieren, dass die EZB im Dezember ihre Geldpolitik expansiver gestalten wird. Auch das Protokoll der EZB-Sitzung im Oktober, welches gestern veröffentlicht wurde, signalisierte ebendies. Der Chefvolkswirt der EZB Philip Lane zeigte sich gestern zudem besorgt über die Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen für Unternehmen. Alles in allem taubenhafte Kommentare seitens der EZB, mittlerweile aber natürlich auch keine weltbewegende Neuigkeit mehr. Insofern prallt dies alles am Euro ab. Ebenso kann der Streit um den EU-Haushalt dem Euro aktuell nichts anhaben. Gestern bekräftigten Polen und Ungarn nochmals ihre Position und schlugen vor, dass der EU-Haushalt verabschiedet werden soll, die Frage der Rechtsstaatlichkeit aber zu einem anderen Zeitpunkt im Europäischen Rat diskutiert werden soll. Dies kann wohl kaum als Kompromissvorschlag gewertet werden und auf wenig Gegenliebe auf Seiten der EU stoßen. Eine Einigung im Streit ist im Moment daher nicht in Sicht.

Klar, die Lage auf der anderen Seite des Atlantiks ist auch nicht gerade prickelnd. Auch wenn Joe Bidens Wahlsieg einen Lichtblick nach den Trump-Jahren darstellt, das von den Märkten erhoffte Fiskalpaket zur Stützung der US-Konjunktur wird so schnell nicht kommen. Die Corona-Pandemie hat die USA weiterhin fest im Griff und könnte möglicherweise auch die US-Notenbank dazu veranlassen, expansiver zu werden.

In dieser Pattsituation steht der EUR in der Gunst des Marktes höher und EUR-USD scheint über der 1,19 eine neue Wohlfühlzone gefunden zu haben. Viel mehr Spielraum nach oben dürfte es aber auf kurze Sicht nicht mehr geben, denn die Marke von 1,20 könnte wie schon im September verbale Interventionen seitens der EZB hervorrufen. In ihrem gestrigen Protokoll zeigte sich die EZB besorgter über die Entwicklung der Inflation. Ein zu starker EUR könnte diese Sorge verschärfen.

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Riksbank ein Tick taubenhafter als erwartet

Die schwedische Notenbank (Riksbank) hat gestern ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei 0,0% belassen. Etwas deutlicher als erwartet fiel die Ausweitung der Anleihekäufe von 500 Mrd. SEK auf 700 Mrd. SEK aus. Es gab allerdings zwei Abweichler im Direktorium der Riksbank. Anna Breman sprach sich für eine Ausweitung um lediglich 100 Mrd. SEK aus, Martin Flodén plädierte für ein unverändertes Kaufvolumen. Die Käufe sollen nun bis Ende 2021 durchgeführt werden. Erwartungsgemäß beließ die Notenbank ihren Zinspfad unverändert. Sie projiziert für den Prognosehorizont, welcher erstmals das vierte Quartal 2023 einschließt, unveränderte Zinsen bei 0,0%. Die Riksbank ließ zudem wenig überraschend die Tür für weitere Maßnahmen offen. Sollte das Vertrauen in das Inflationsziel untergraben werden, so sei eine weitere Zinssenkung möglich. Allerdings hatte die Riksbank zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass sie Anleihekäufe gegenüber einer weiteren Zinssenkung den Vorzug geben würde, insofern halten wir negative Zinsen in Schweden nach wie vor für sehr unwahrscheinlich.

Insgesamt fiel die gestrige Entscheidung der Riksbank ein Tick taubenhafter aus als vom Markt erwartet, entsprechend wertete die schwedische Krone zum Euro ein wenig ab. Heute stehen die BIP-Daten für das 3. Quartal an. Auch in Schweden dürfte die Konjunkturlage im vergangenen Quartal deutlich besser gewesen sein, als noch im zweiten Quartal. Angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle, welche das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal belasten dürfte, würde wohl eine positive Überraschung beim BIP, welches letztlich lediglich die Vergangenheit widerspiegelt, die Krone kaum nachhaltig stützen können. Auf der anderen Seite könnten schwächer als erwartete BIP-Daten die Sorge über die künftige Konjunkturentwicklung verstärken und die Krone unter zusätzlichen Abwertungsdruck bringen.

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CNY: So sieht es die Zentralbank

In ihrem Bericht über die Umsetzung der Geldpolitik im 3. Quartal äußerten sich die chinesischen Währungshüter auch zu den CNY-Wechselkursen. Angesichts der spektakulären Performance der chinesischen Währung seit Mai ist das auch für den Markt interessant. Konkret erklärte die PBoC, die Outperformance des CNY sei dem schwachen Dollar, dem ordentlichen Aufschwung und ausländischen Zuflüssen in den inländischen Kapitalmarkt geschuldet. Demgemäß betrachte sie die Aufwertung des CNY bislang als „angemessen“ und wolle den Marktkräften erlauben, die CNY-Wechselkurse zu bestimmen. Allerdings machte die PBoC auch deutlich, sie werde die Markterwartungen steuern, um das am Devisenmarkt häufig auftretende „Herdenverhalten“ zu unterbinden. Folglich werde sie Unternehmen zu neutralen Absicherungsaktivitäten am Markt ermuntern. Die chinesische Zentralbank möchte richtungsweisende Einschätzungen zu den CNY-Wechselkursen vermeiden und macht damit deutlich, dass ein flexibler CNY-Wechselkurs eine bessere Anpassung an die gesamtwirtschaftliche Dynamik ermöglicht. Am Devisenmarkt reagierte USD-CNY daher kaum auch die Meldung.

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