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Neue STOXX-Sektorfavoriten

Nachdem die internationalen Aktienmärkte seit März 2020 (Tief der Corona-Baisse) unterstützt durch die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken und den Konjunkturprogammen vieler Regierungen eine ausgeprägte Liquiditätshausse durchlaufen haben, ändern sich für die kommenden Monate auch mit Blick auf 2022 die Rahmenbedingungen. Die US-Tapering-Diskussion (steht für das Zurückfahren der umfangreichen US-Anleihekaufprogramme), die Anhebung der Leitzinsen von einigen Notenbanken (z.B. in Norwegen und Neuseeland), die anziehenden Rohöl- und Gasnotierungen, die höheren Inflationserwartungen und die etwas steigenden Anleiherenditen sorgen für eine Aufspaltung bei den europäischen Sektor-Kurstendenzen. Während die Branchen Banken und Energie ihre aktuellen Hausse-Trends fortsetzen, hat der Versorger-Sektor mit ausgeprägten technischen Eintrübungen zu kämpfen. Da die Kombination aus höheren Energie-Kosten und steigenden Inflationsdaten die reale Kaufkraft der Konsumenten verringern wird, überrascht es nicht, dass auch der europäische Retailsektor sowie weitere konsumnahe Branchen ebenfalls mittelfristige, technischen Verschlechterungen aufweisen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

STOXX Banks: Im Comeback-Trend

Der STOXX Banks, der zurzeit 37 europäische Bankaktien aus dem STOXX 600 enthält, war vor der Finanzkrise – auf Basis der Marktkapitalisierung im Streubesitz der größte Sektor in Europa. Ausgehend vom Allzeithoch bei 541,27 Punkten (im April 2007) etablierte dieser Sektor begleitet von regulatorischen Vorgaben und der Niedrigzinspolitik der Notenbanken eine langfristige Baisse-Bewegung. Hierbei führte der erste Kurseinbruch bis zum März 2009 auf ein Zwischentief bei 87,17 Punkten. Ohne umfangreiche Kurserholung folgte ab dem Jahr 2010 eine langfristige Seitwärtspendelbewegung (Support um 115,0 Punkte; gestaffelte Resistance-Zone von 227,0 bis 243,0 Punkte). Innerhalb dieser Bewegung kam es zu “normalen” mittelfristigen Hausse- und Baisse-Trends. Ausgehend vom Zwischenhoch um 197,0 Punkte (Anfang 2018) entwickelte sich erneut ein Baisse-Trend. Die Corona-Gesamtmarktbaisse (Februar/März 2020) sorgte mit dem Rutsch durch die Support-Zone (um 115,0 Punkte) für ein weiteres Verkaufssignal und ein Durchrutschen des Sektorindex’ bis in den technischen Ausverkauf um 79,0 Punkte. In Anschluss etablierte der Sektor unterhalb des kleinen Resistances um 107,1 Punkte eine technische Doppelbodenformation. Im November 2020 lieferte der Sektor sein erstes technisches Investment-Kaufsignal (Verlassen der Doppelbodenformation). Dieses Signal führte den Sektor sowohl in einen neuen Hausse-Trend als auch in eine relative Stärke gegenüber dem STOXX 600. Ab Mai 2021 lief der Sektor unterhalb der Zone um 142,8 Punkten in eine Konsolidierung, die einen trendbestätigenden Charakter nach oben aufwies. Zuletzt ist der Sektor mit einem neuen Investment-Kaufsignal wieder angesprungen. Die hohe technische Qualität der Aufwärtsbewegung signalisiert, dass sich die mittel- und langfristige Erholung im STOXX Banks in den kommenden Monaten in Richtung 160,0 Punkte fortsetzen sollte.

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STOXX Energy: Im Comeback-Trend

Der europäische STOXX Energy (früher STOXX Öl & Gas) umfasst mittlerweile nicht nur Öl- & Gas-Unternehmen sondern auch die Titel aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Der Sektor, der damit aktuell 19 Werte aus dem STOXX 600 auf sich vereint, befindet sich insgesamt seit Juli 2007 und Notierungen um 472,6 Punkte in einer Baisse-Bewegung. Dieser technisch eher defensive Sektor mit seinen überdurchschnittlichen (Brutto-)Jahresdividendenrenditen (aktuell ungefähr 4,0%) musste in der Corona-Baisse und dem damaligen Kurseinbruch der Rohölnotierung eine Baisse-Beschleunigung bis zum technischen Ausverkauf bei 55,7 Punkten (März 2020) hinnehmen. Vor dem Hintergrund der eingeleiteten Transformationen vieler Öl-Multis (hin zu weniger Geschäftsaktivitäten mit fossilen Brennstoffen) aber besonders begleitet von dem Rückenwind der deutlich gestiegenen Rohöl- und Gasnotierungen, sprudeln zurzeit die „alten“ Ertragsquellen und wecken die Phantasien auf Dividendenanhebungen und Aktienrückkaufprogramme. Der Sektor, der zum Jahreswechsel 20020/2021 seine technische Doppelbodenformation mit einem Investment-Kaufsignal in einen neuen Hausse-Trend verlassen hatte, konnte zuletzt mit dem Abschluss der trendbestätigenden Konsolidierung (unterhalb der Resistance-Zone um 275,0 Punkte) mit einem weitern Kaufsignal nachlegen. Da sich für diesen Sektorindex als nächstes technisches Etappenziel der Bereich von 105,0 – 110,0 Punkten andeutet, sollte sich auch in den kommenden Monaten die moderate relative Stärke gegenüber dem STOXX 600 fortsetzen.

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STOXX Utilities: Underperformer

Der europäische STOXX Utilities beinhaltet zurzeit 28 Versorger-Aktien. Dieser Sektorindex war zum Jahresanfang 2019 mit einem übergeordneten Investment-Kaufsignal aus der vorherigen, jahrelangen Seitwärtspendelbewegung unterhalb der Widerstandszone um 313,0 Punkte losgelaufen. Die beschleunigte Hausse, besonders getragen von einigen südeuropäischen Versorger-Aktien, führte diesen Sektorindex im direkten Vorfeld der Corona-Baisse bis auf Notierungen um 420,0 Punkte (neue Resistance-Zone). Danach folgt ein technischer Sell-off und der Kurseinbruch bis auf 269,0 Punkte (März 2020). Einerseits etablierte auch dieser Sektor in den Folgemonaten parallel zur Gesamtmarkthausse im STOXX 600 eine Aufwärtsbewegung, andererseits steckte der Sektor aber kontinuierlich in einer relativen Schwäche (im Sektorvergleich) fest. Dabei gelang es dem Sektor im Jahr 2021 auch nicht, die gestaffelte Resistance-Zone (405,0 – 420,0 Punkte) aus der Vor-Corona-Zeit zu überwinden. Begleitet von vielen Auflagen, den hohen Kosten mit Blick auf einen Transformationsprozess in Richtung erneuerbarer Energien und die zum Teil hohen Schulden vor dem Hintergrund der anziehenden (Anleihe-)Renditen haben dafür gesorgt, dass der Versorgersektor bisher der einzige der 20 STOXX-Sektoren ist, der im Jahr 2021 eine negative Kursentwicklung aufweist. Auch zuletzt ist der Sektorindex mit einem neuen Verkaufssignal aus dem vorherigen moderaten Aufwärtstrend herausgefallen, wobei die deutliche Kursetablierung unterhalb der 200-Tage-Linie die mittelfristige technische Eintrübung verdeutlicht. Es wird viele Monate dauern, bevor sich die technische Gesamtlage im Versorgersektor wieder verbessern wird.

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