Rohstoffe

Neue Rekordhochs bei Gold

Energie: Am Ömarkt droht ein erneuter Angebotsüberschuss

Zum Wochenbeginn geben die Ölpreise leicht nach, wobei der WTI-Ölpreis auf 40 USD je Barrel fällt und der Brentölpreis noch knapp über 43 USD handelt. Zuletzt überwiegen die Sorgen vor einer Überversorgung, weil die seit dem Wochenende geltende Angebotserhöhung der OPEC und ihrer Alliierten auf eine anhaltend schwache Nachfrage trifft. Denn mit fast 300 Tsd. Neuansteckungen weltweit täglich ist die Coronapandemie keinesfalls ausgestanden. Mit insgesamt über 1,8 Mio. Infizierten steht Indien dabei auf dem unrühmlichen dritten Platz weltweit. Kein Wunder, dass infolge der Einschränkungen und der Konjunkturschwäche seine Ölimporte im Juni erneut zurückgingen und dabei den niedrigsten Stand seit Oktober 2011 erreichten. Indien, der drittgrößte Ölverbraucher und -importeur der Welt, hat im Juni nur noch 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag eingeführt, ein Rückgang um etwa 28,5% gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist allerdings auch saisonbedingt, weil der Verbrauch während der viermonatigen Monsunsaison ab Juni abnimmt. Auch höhere Preise, Wartungsarbeiten der Raffinerien und erneute Coronavirus-Sperren in Teilen des Landes lasten wohl darauf. Doch ist es unwahrscheinlich, dass der indische Kraftstoffverbrauch wie vom indischen Ölministerium erwartet, schon im September wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird. Aber auch auf der Angebotsseite gibt es Hiobsbotschaften. So hat Russland im Juli laut Daten des Energieministeriums (CDU-TEK) mit 9,37 Mio. Barrel 0,4% mehr Rohöl und Kondensate als im Vormonat produziert. Unterstellt man die gleiche Kondensatproduktion wie im Juni von rund 800 Tsd. Barrel täglich, hat also Russland 71 Tsd. Barrel täglich mehr als vereinbart produziert. Dies könnte bereits im Vorgriff auf die inzwischen geltende höhere erlaubte Produktionsmenge erfolgt sein. Russland will seine Produktion im August um 400 Tsd. Barrel täglich erhöhen und damit etwas weniger als vereinbart. Eine vorschnelle Erhöhung der OPEC+ Produktion könnte die Ölpreise demnächst belasten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Anleger bevorzugen physisches Gold gegenüber Papiergold

Der Goldpreis macht zu Beginn der neuen Handelswoche dort weiter, wo er letzte Woche aufgehört hatte, nämlich mit einem neuen Rekordhoch. Dies wurde im frühen asiatischen Handel bei knapp 1.990 USD je Feinunze verzeichnet. Der Goldpreis in Euro stieg am Morgen mit knapp 1.690 EUR je Feinunze ebenfalls auf ein neues Allzeithoch. Auch wenn der Preis inzwischen um ca. 20 USD zurückgekommen ist, ist ein Anlauf auf die magische Marke von 2.000 USD nur eine Frage der Zeit. Der Preisanstieg bei Gold ist vor allem auf eine robuste Investmentmachfrage zurückzuführen. Das spekulative Interesse ist dagegen nach wie vor niedrig. Die Netto-Long-Positionen der spekulativen Anleger gingen in der letzten Berichtswoche sogar um 16,5% auf lediglich rund 117 Tsd. Kontrakte zurück. Sie sind damit fast wieder auf das niedrige Niveau von Anfang Juni zurückgefallen. Dies ist umso bemerkenswerter, da der Goldpreis am Ende der Berichtswoche bei 1.980 USD ein zu der Zeit geltendes neues Rekordhoch verzeichnete. Offensichtlich hat ein Wandel der Anlegerpräferenz stattgefunden. Anstatt in Terminkontrakte investieren die Anleger lieber in Gold-ETFs. Diese verzeichnen seit Monaten massive Zuflüsse. Allein im Juli waren es laut Daten von Bloomberg 155 Tonnen bzw. die Hälfte der weltweiten monatlichen Goldminenproduktion. Zum geänderten Anlegerverhalten passt auch, dass Händlern zufolge am letzten Donnerstag an der COMEX 102 Tonnen Gold an die Halter auslaufender Gold-Terminkontrakte ausgeliefert wurden. Das war die größte jemals an einem Tag ausgelieferte Menge. Die physischen Auslieferungen an der COMEX steigen schon seit Monaten. Im Februar waren es nur 26 Tonnen, im April immerhin schon 98 Tonnen und im Juni bereits 171 Tonnen. Darin kommt eine Präferenz der Anleger für physisches Gold gegenüber Papiergold zum Ausdruck. Doch noch wird netto mehr Gold in die COMEX-Lagerhäuser ein- als ausgeliefert. Aktuell lagern dort über 1.100 Tonnen Gold, weshalb keine Engpässe bei Standardbarren zu befürchten sind, auch wenn die Anlegernachfrage hoch bleiben dürfte.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: 6
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Industriemetalle: Chiles Kupferminen bislang kaum von Corona getroffen

Die chilenische Kupferminenproduktion ist gemäß Daten des nationalen Statistikinstituts im Juni erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in dem Andenland leicht gefallen. Der Rückgang war mit -0,6% auf gut 472 Tsd. Tonnen jedoch moderat. Im zweiten Quartal wurden demnach 1,44 Mio. Tonnen Kupfer produziert (+0,9% gegenüber Vorjahr), im ersten Halbjahr 2,86 Mio. Tonnen (+2,7% gegenüber Vorjahr). Dies zeigt die Verlangsamung der Produktion in den letzten Monaten, nachdem viele Produzenten die Anzahl der Arbeiter in den Minen deutlich reduziert hatte, um diese besser vor dem Coronavirus zu schützen. Insgesamt betrachtet sind die Kupferminenproduzenten in Chile bislang aber recht gut durch die Corona-Krise gekommen. Der weltweit größte Kupferminenproduzent berichtete vor zwei Wochen, dass die Neuinfektionen in seinen Minen rückläufig seien. Möglicherweise haben die Produzenten das Schlimmste mittlerweile überstanden. Dies würde unseres Erachtens bedeuten, dass die Produktion nicht mehr weiter nennenswert fällt. In Peru dürfte sie sich bald erholen, nachdem sie im Mai dort gut 40% unter Vorjahr lag. Die Minen in Peru waren von Mitte März bis Mitte Mai wegen des Coronavirus geschlossen, dürfen seitdem aber wieder produzieren. Daten zur peruanischen Kupferminenproduktion werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Die Sorgen über massive Angebotsausfälle am globalen Kupfermarkt, die maßgeblich zum starken Preisanstieg in den letzten Monaten beigetragen haben, waren bislang also nur teilweise berechtigt. Zudem war der Preisanstieg spekulativ getrieben, wie die jüngste CFTC-Statistik zeigt: Die spekulativen Finanzinvestoren haben ihre Netto-Long-Positionen bereits die sechste Woche in Folge auf fast 60 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Dies ist der höchste Wert seit über zwei Jahren. Der Kupferpreisanstieg steht daher unseres Erachtens auf wackeligen Beinen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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