Rohstoffe

(Negativer) Stimmungsumschwung am Ölmarkt

Energie: (Negativer) Stimmungsumschwung am Ölmarkt

Die Ölpreise bleiben unter Druck, nachdem sie nach fünf Wochenanstiegen in Folge die letzte Woche im Minus beendet haben. Brent fiel in der Nacht erstmals seit Juli unter 42 USD und WTI auf 38,6 USD je Barrel, den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten. Damit haben die Ölpreise seit Dienstag schon rund 10% verloren und eine größere Schwankungsbreite verzeichnet als im Juli und August. Das Ausmaß des Rückgangs ist wohl auch dem zuvor recht hohen Optimismus der Anleger geschuldet. Zwar haben sie ihre Netto-Long-Positionen bei WTI und Brent laut CFTC zuletzt reduziert. Doch war deren Positionierung, besonders bei WTI, historisch gesehen optimistisch, was die Preise anfällig für Gewinnmitnahmen macht. Nun scheint die Stimmung der Anleger zu kippen. Dazu kommen belastende Nachrichten vom physischen Ölmarkt. So hat Saudi-Arabien seine offiziellen Verkaufspreise für die Oktober-Lieferungen noch stärker gesenkt als erwartet. Vor allem die viel beachteten Lieferungen von Arab Light nach Asien werden nun mit einem Abschlag von 0,5 USD ggü. der regionalen Benchmark Oman/Dubai angeboten, ein Rückgang um 1,4 USD je Barrel im Vergleich zum September. Dies wird als Zeichen einer Nachfrageschwäche interpretiert. Tatsächlich sind laut Zoll die chinesischen Ölimporte bereits im August auf nunmehr 47,48 Mio. Tonnen bzw. umgerechnet 11,2 Mio. Barrel täglich gesunken, den tiefsten Stand seit April. Zugleich sind die Netto-Exporte von Ölprodukten aus China mit 2,32 Mio. Tonnen auf den höchsten Stand seit April gestiegen. Die chinesischen Händler haben sich offensichtlich wie schon oft in der Vergangenheit opportunistisch verhalten und günstige Ölpreise von April bis Juli genutzt, um Bestände aufzubauen und danach die verarbeiteten Ölprodukte wieder zu exportieren. Letzteres schlägt sich in extrem niedrigen Verarbeitungsmargen bspw. bei Gasöl nieder. In den kommenden Monaten dürften die chinesischen Rohölimporte weiter zurückgehen. Auch anderswo scheint die Nachfrageschwäche anzuhalten. Noch können die OPEC und ihre Alliierten (OPEC+) den Ölmarkt durch freiwillige Kürzungen der Produktion in Schach halten. Doch auch hier kommen vermehrt Zweifel auf.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold nach US-Arbeitsmarktdaten kurzzeitig schwächer

Gold startet kaum verändert bei 1.930 USD je Feinunze in die neue Handelswoche. Am Freitag war Gold infolge der US-Arbeitsmarktdaten kurzzeitig bis auf 1.920 USD gefallen, konnte sich dann aber wieder erholen. Gold folgte dabei erneut sehr eng den Bewegungen des EUR-USD-Wechselkurses. Es war dabei insbesondere der unerwartet kräftige Rückgang der Arbeitslosenquote, die vorübergehend Druck auf EUR-USD und Gold ausübte. Mit 8,4% lag diese im August aber noch immer mehr als doppelt so hoch wie vor dem corona-bedingten massiven Anstieg im Frühjahr. Zudem hatte die Fed unlängst betont, dass sie bei einer niedrigen Arbeitslosenquote nicht automatisch die Zinsen erhöht, sondern erst, wenn dies mit einem zunehmenden Inflationsdruck einhergeht. Somit ändern die Arbeitsmarktdaten für die Geldpolitik der Fed wenig, zumal sich der Anstieg des Stellenaufbaus den zweiten Monat in Folge verlangsamt hat und der massive Verlust von Arbeitsplätzen von März und April noch nicht einmal zur Hälfte wettgemacht ist. Ende der Woche werden in den USA die Inflationsdaten für August veröffentlicht. Die Juli-Daten hatten deutlich nach oben überrascht. Sollte sich dies wiederholen, könnten damit auch die Inflationserwartungen weiter steigen und die Realzinsen tiefer in den negativen Bereich abrutschen. Einen Tag zuvor trifft sich die EZB zu ihrer turnusmäßigen Ratssitzung. Mögliche Äußerungen von EZB-Präsidentin Lagarde zum Wechselkurs könnten dabei für Aufmerksamkeit sorgen, nachdem sich EZB-Chefvolkswirt Lane schon letzte Woche kritisch zum jüngsten Euro-Anstieg geäußert hatte. Ein deswegen wieder schwächerer Euro könnte auf Gold lasten. Allerdings wäre ein dadurch ausgelöster Abwertungswettlauf mittel- bis langfristig positiv für Gold zu sehen. Bereits morgen veröffentlicht der World Platinum Investment Council seine neuen Einschätzungen zum Platinmarkt. Aufgrund der starken Zuflüsse in die Platin-ETFs von mehr als 400 Tsd. Unzen in den letzten sechs Wochen könnte der WPIC für dieses Jahr ein Angebotsdefizit prognostizieren.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Preise profitieren von starken chinesischen Exporten

Nachdem fast alle Metalle schon am Freitag trotz schwächerer Aktienmärkte gestiegen waren, setzen sie zum Wochenauftakt ihre Aufwärtsbewegung fort. Nach einem Plus von über 2% am Freitag steigt Kupfer heute Morgen zeitweise auf rund 6.800 USD je Tonne und nähert sich damit wieder seinem Hoch von letzter Woche. Zink verteuert sich auf 2.500 USD, Aluminium robbt sich wieder an die Marke von 1.800 USD heran. Die Metalle profitieren heute von den chinesischen Handelsdaten für August, die auf den ersten Blick gut ausgefallen sind. Gemäß Daten der Zollbehörde sind die Exporte insgesamt betrachtet im Vergleich zum Vorjahr um 9,5% gestiegen, mehr als erwartet. Dies deutet auf eine Erholung der Wirtschaft in Ländern außerhalb Chinas hin. Bei den Importen haben sich die chinesischen Händler dagegen zurückgehalten – diese fielen schwächer aus als erwartet. Das macht sich auch bei den Rohstoffen bemerkbar, was nach den rekordhohen Importen der Vormonate aber nicht verwundert. Die Einfuhren von unbehandeltem Kupfer sind im August gegenüber Vormonat um gut 12% auf rund 670 Tsd. Tonnen gefallen. Dies waren aber immer noch zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Da der Kupferpreis in den letzten Monaten stark gestiegen ist, wurden opportunistische Käufe unattraktiver. Ebenso gab es weniger Arbitrage-Möglichkeiten. Die Importe von Kupfererz lagen mit knapp 1,6 Mio. Tonnen sowohl unter dem Vormonats- als auch unter dem Vorjahresniveau. Auch die Eisenerzeinfuhren sind zurückgegangen, hielten sich aber noch knapp über der 100 Mio. Tonnen-Marke und damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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