Währung

Nachwirkungen der Handelsschlacht

USD: So falkenhafte Töne hat St Louis Fed Präsident James Bullard schon lange nicht mehr anklingen lassen. Das (stimmberechtigte) FOMC-Mitglied versuchte sich gestern darin, die US-Zinssenkungserwartungen zu dämpfen, indem er darauf hinwies, dass die Notenbanker nicht auf das ständige Hin- und Her im US-chinesischen Handelskonflikt reagieren könnten. Darüber hinaus erkannte er an, dass das Wirtschaftswachstum sowie der Arbeitsmarkt nach wie vor robust seien, was dafür spräche, eher weniger zu tun. Er selber prognostiziere noch einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr. Und das von dem – auch laut eigenen Aussagen – taubenhaftesten Mitglied im FOMC! Der Markt zeigt sich bisher nur minimal beeindruckt. Die Zinserwartungen und der US-Dollar konnten sich zwar etwas erholen, doch heute Morgen scheint der Druck bereits wieder zurückzukehren, was ein Zeichen dafür ist, dass der Markt im Hinblick auf den Handelskrieg und damit auf die US-Wirtschaft skeptisch bleibt. Dabei würde ich auch nicht ausschließen, dass er zunehmend eine politische Risikoprämie einpreist, die angesichts des Drucks, die der US-Präsident auf die US-Notenbank ausübt, auch durchaus gerechtfertigt erscheint. Denn der dürfte, sollte sich die Fed ähnlich vorsichtig wie Bullard geben, ganz sicher nicht nachlassen – im Gegenteil.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CD910E Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

CAD: Lage, Lage, Lage! Was als Binsenweisheit für den Immobilienmarkt gilt, lässt sich offenbar auch auf den Devisenmarkt anwenden. So scheint die Lage der Volkswirtschaften, mit der letztlich die Wahl der wichtigsten Handelspartner einhergeht, aktuell eine wichtige Determinante für die Entwicklung der Währungen zu sein. Ein aktuell interessantes Beispiel: Der kanadische und australische Dollar, sowie die norwegische Krone. Alle drei Währungen werden aufgrund der Exportstruktur ihrer Volkswirtschaften gerne unter den Hut der „Rohstoffwährungen“ geworfen. In dem aktuellen Umfeld erhöhter Konjunkturängste und fallender Rohstoffpreise würden man also erwarten, dass es für die Währungen nicht allzu rund läuft. Und im Falle des australischen Dollars und der norwegischen Krone trifft dies auch zu. Weniger aber im Falle des kanadischen Dollars. Der hält sich nach wie vor erstaunlich gut gegenüber dem US-Dollar und zählt auch insgesamt zu den Outperformern unter den G10-Währungen in diesem Jahr. Ich kann mir dies nur damit erklären, dass die Währung von der wirtschaftlichen Nähe Kanadas zu den USA profitieren kann. Denn im Gegensatz zu den anderen großen Wirtschaftsräumen, dem Euroraum und China, entwickelt sich die US-Wirtschaft nach wie vor solide. Klar, die Risiken sind angesichts der Eskalation im Handelskrieg gestiegen. Doch dies gilt für die anderen Volkswirtschaften ebenso, wenn nicht sogar mehr. Insbesondere der Euroraum scheint als unbeteiligter Dritter stärker unter der Unsicherheit rund um den US-chinesischen Handelskriegs zu leiden als die Konfliktaustragenden. Die Währungen, die dem Euroraum (NOK) und China (AUD) wirtschaftlich nahe stehen, haben aktuell also ganz klar den Kürzeren gezogen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLU Long EUR/CAD Faktor: 2
CE9MCY Short EUR/CAD Faktor: -2
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CHF: Die Kombination aus einer absehbar noch expansiveren EZB und einer ausgeprägten Risk-Off-Stimmung am Devisenmarkt ließ EUR-CHF in den letzten Tagen teilweise unter das Niveau von 1,09 rutschen. Zuletzt erholte sich EUR-CHF wieder. Ich will mich nicht an Spekulationen darüber beteiligen, ob die SNB bereits im Markt war. Mir geht es darum, warum die SNB intervenieren könnte.

In ihren offiziellen Verlautbarungen begründet die SNB Interventionen mit einer „Überbewertung“ des Franken. Diese Begründung ist schwach. Überbewertet (im Sinne einer Verletzung der Kaufkraftparität) ist der Franken schon ewig. Meine Eltern schimpften in ihrem Schweiz-Urlaub über die hohen Preise genau so, wie ich es heute tue. Das wäre kein Grund für Interventionen.

Doch ist die SNB in einer Sonderrolle. Denn ihre Währung ist einer der wenigen „sicheren Häfen“, wertet also tendenziell auf, wenn Anleger Sicherheit suchen. Und da einerseits der Franken eine hoch liquide Währung ist, andererseits die Schweiz eine kleine Volkswirtschaft ist, werden die CHF-Wechselkurse weit mehr vom Appetit des Devisenmarktes auf Sicherheit bestimmt als von Schweiz-spezifischen Fundamentaldaten. Das schafft für die Volkswirtschaft der Eidgenossen ein Problem. Denn in Phasen globaler Konjunktursorgen, die die Schweiz als exportabhängige Volkswirtschaft stets treffen, bräuchte das Alpenland eigentlich eine schwache Währung, erhält aber genau dann aufgrund steigender Nachfrage nach sicheren Währungshäfen vom Devisenmarkt eine Aufwertung geliefert.

So auch jetzt. Der Einkaufsmanager-Index befindet sich im freien Fall und weist auf signifikante konjunkturelle Risiken hin. In solch einer Situation wäre eigentlich eine schwache Währung wünschenswert. Doch da die Konjunktursorgen kein spezifisches Schweizer Problem sondern ein globales Phänomen sind, wertet der Franken auf und verpasst der Wirtschaft einen zusätzlichen Dämpfer. Das – und nicht „Überbewertung“ – ist ein hinreichendes Motiv für eine aktive Wechselkurs-Politik der SNB.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL1 Call EUR/CHF Faktor: 10
CD91QD Put EUR/CHF Faktor: -10
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