Rohstoffe

Nachfragesorgen setzen Ölpreisen zu

Energie: Der Brentölpreis ist gestern auf gut 56 USD je Barrel gefallen und hat damit das niedrigste Niveau seit fast zwei Monaten verzeichnet. Zwar hat sich der Preis seither auf ca. 58 USD erholt. Dennoch droht der größte Wochenverlust in diesem Jahr. Wichtigster preisbelastender Faktor sind Nachfragesorgen. Die Serie enttäuschender Konjunkturdaten setzte sich gestern mit deutlich gefallenen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor fort. Die Krise im Verarbeitenden Gewerbe scheint nun auch auf den bislang noch robusten Dienstleistungssektor überzugreifen. Für die Ölnachfrage bedeutet dies nichts Gutes. Schließlich sinkt damit auch der Transportbedarf. Dazu passt, dass der Chef der Internationalen Energieagentur, Birol, zum dritten Mal binnen weniger Tage vor einer weiteren Abwärtsrevision der Nachfrageprognose gewarnt hat. Die IEA veröffentlicht neue Prognosen in der kommenden Woche. Deutlich steigende US-Rohöllagerbestände, wie vom US-Energieministerium am Mittwoch gemeldet, fallen in einem derartigen Umfeld umso stärker ins Gewicht. Der Lageraufbau war vor allem auf eine saisonbedingt niedrigere Rohölverarbeitung zurückzuführen, da die Raffinerien im Vorfeld der Wintersaison Wartungsarbeiten durchführen. Der Lageraufbau fand dabei untypischerweise im Mittleren Westen (nicht jedoch in Cushing) und der Westküste statt, während die Bestände an der Golfküste fielen. Dies deutet auf eine Anomalie bei den Daten hin.

Auch der CO2-Preis konnte sich der Schwäche zuletzt nicht entziehen. Er fiel gestern um mehr als 3% auf 23 EUR je Tonne, den niedrigsten Stand seit 6 Monaten. Neben schwachen Konjunkturdaten drücken die Brexit-Unsicherheit (siehe Edelmetalle unten) und ein negatives charttechnisches Bild, nachdem Anfang der Woche die 200-Tage-Linie bei knapp 25 EUR nach unten durchbrochen wurde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
CJ3F6N Long ICE ECX EUA Future Faktor: 2
CJ3F6R Short ICE ECX EUA Future Faktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold handelt nach den schwachen US-Konjunkturdaten, die zu einer Abwertung des US-Dollar geführt haben, wieder über der Marke von 1.500 USD je Feinunze. Im September ist der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe in den USA, der sich bislang noch besser als der für die Industrie gehalten hat, überraschend deutlich gefallen. Dies hat bei den Marktteilnehmern zu Sorgen geführt, dass sich die US-Wirtschaft abschwächt. Die Zinssenkungserwartungen sind daraufhin wieder gestiegen. Heute wird der US-Arbeitsmarktbericht im Mittelpunkt des Marktinteresses stehen. Sollte dieser Bremsspuren zeigen, dürfte Gold weiteren Auftrieb erhalten. Daneben sollte Gold auch weiter gut nachgefragt bleiben, da es beim Brexit keine Fortschritte gibt. Die vom britischen Premierminister Johnson vorgelegten Pläne für die Grenze zu Irland wurden von der EU als unzureichend zurückgewiesen. Johnson hat nun eine Woche Zeit für Nachbesserungen. Sollten dann immer noch keine akzeptablen Brexit-Pläne vorliegen, soll beim EU-Gipfel am 17. und 18. Oktober das Thema Brexit angeblich erst gar nicht diskutiert werden. Ein ungeordneter Brexit Ende des Monats ist also weiterhin möglich. Ein weiteres Thema, das Gold Unterstützung gibt, sind die US-Zölle gegen die EU. Die USA haben angekündigt, in Folge der WTO-Entscheidung gegen den europäischen Flugzeugbauer Airbus Zölle von bis zu 7,5 Mrd. USD auf Waren aus der EU einzuführen. Da Anfang nächsten Jahres ein ähnliches WTO-Urteil gegen den US-Flugzeugbauer Boeing erwartet wird, hat die EU bereits angekündigt, ihrerseits Zölle auf US-Produkte einzuführen. Das Verhalten beider Parteien macht unseres Erachtens US-Zölle auf Autoimporte aus der EU wahrscheinlicher, die ein Nackenschlag für die EU-Wirtschaft wären.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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Industriemetalle: Im Gegensatz zu den Ölpreisen haben die Industriemetallpreise nicht so stark auf die schwachen US-Konjunkturdaten reagiert. Kupfer und Zink verzeichneten gestern aber dennoch Verluste. Zum Wochenausklang handelt Kupfer bei gut 5.600 USD je Tonne, Zink kostet knapp 2.300 USD je Tonne. Nickel hat dagegen um 0,8% zugelegt und notiert heute Morgen bei rund 17.800 USD je Tonne. An der LME werden seit Beginn dieser Woche die Nickelvorräte deutlich abgebaut. Heute gab es mit 7.776 Tonnen den absolut betrachtet stärksten Lagerabbau seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1979. Mit rund 133 Tsd. Tonnen liegen die Bestände auf dem tiefsten Stand seit fast sieben Jahren. Der jüngste Lagerabbau – seit Mitte September wurden die Bestände um 20% reduziert – wird auf die Ankündigung Indonesiens zurückgeführt, ab dem nächsten Jahr wieder ein Exportverbot von Nickelerz einzuführen. Händler und Konsumenten versuchen anscheinend, sich davor Material zu sichern. Die große Anzahl gekündigter Lagerscheine deutet darauf hin, dass sich der Lagerabbau noch fortsetzt. Bei Aluminium ist es genau andersherum: Hier wird an der LME so wenig Aluminium abgerufen wie zuletzt Mitte 2018. Unter dem Strich fließt sogar Material in die LME-Lagerhäuser hinein – und zwar nicht zu knapp: Die Bestände wurden innerhalb von zwei Wochen um rund 70 Tsd. Tonnen bzw. knapp 8% aufgestockt. Dies liegt zum einen an der aktuell schwachen Nachfrage – das unabhängige Research-Institut CRU erwartet außerhalb Chinas in diesem Jahr sogar einen Rückgang, den ersten seit der Finanzkrise. Zum anderen trägt die Terminkurve hierzu bei, die von Mitte Dezember bis Mitte Januar in Backwardation ist, was die Einlieferung von Material in die Lagerhäuser begünstigt. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge könnten bis zum Jahresende bis zu 500 Tsd. Tonnen Aluminium in das LME-System fließen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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