Rohstoffe

Metallpreise stürmen weiter nach oben: Kupfer nimmt Allzeithoch ins Visier

Energie: Kältewelle in den USA beeinflusste auch den Gasölpreis

Ist die Verschnaufpause bei den Ölpreisen schon wieder vorüber? Sowohl Brent als auch WTI steigen am Morgen – Brent auf 64 USD je Barrel, WTI auf 60 USD. Die wegen der Kältewelle stillgelegten Ölanlagen in Texas fahren allmählich wieder hoch. Letzte Wochen waren zeitweise bis zu 40% der US-Ölproduktion geschlossen. Bis sie das Normalniveau erreicht haben, dürfte aber noch etwas dauern. Das Gleiche gilt für die Raffinerien. Entsprechend stark dürften die wöchentlichen US-Lagerdaten in dieser Woche von den Ausfällen auf der Angebots- und der Nachfrageseite beeinflusst sein und eine Interpretation nahezu unmöglich machen. Die Extremkälte der letzten Woche hat auch dazu geführt, dass die Bohraktivität in den USA erstmals seit 13 Wochen wieder gesunken ist, wenngleich der Rückgang mit nur einer Ölbohrung nur marginal ausfiel. Die spekulativen Finanzanleger setzten schon vor dem Beginn der Kältewelle auf weiter steigende Ölpreise. Die Netto-Long-Positionen beider Ölsorten stiegen in der Woche zum 16. Februar weiter an. Bei Brent erreichten sie mit 345 Tsd. Kontrakten das höchste Niveau seit Januar 2020, bei WTI mit 379 Tsd. Kontrakten das höchste Niveau seit Juni 2020. Auch die Netto-Long-Positionen bei Gasöl sind in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Diese erreichten in der vorletzten Berichtswoche erstmals seit Anfang 2020 wieder das Niveau von 100 Tsd. Kontrakten. In der letzten Berichtswoche kam es zu einem erneuten leichten Positionsaufbau. Der Gasölpreis war vergangene Woche im Schlepptau von Brent auf ein 13-Monatshoch von 530 USD je Tonne gestiegen. Dabei kam es auch zu einer Ausweitung des Gasöl/Brent-Crackspread auf ein 6-Monatshoch von knapp 7 USD je Barrel. Hier dürfte die Kältewelle in den USA eine Rolle gespielt haben. Denn aufgrund des höheren Heizbedarfs und der Raffinerieausfälle kam es zu einem deutlichen Anstieg der Dieselmargen in den USA, wodurch Diesel in den USA deutlich teurer wurde als in Europa. Mit der einsetzenden Normalisierung in den USA gibt der Crackspread heute wieder nach. Für eine nachhaltige Erholung bedarf es der Aufhebung der Mobilitätsbeschränkungen in Europa.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Flucht aus sicherem Hafen Gold hält an, Preis dennoch behauptet

Eigentlich war der Goldpreis prädestiniert, neue Mehrmonatstiefs zu markieren, nachdem er am Freitag erstmals seit Juli auf 1.760 USD je Feinunze gefallen war. Doch stattdessen nähert er sich heute Morgen der wichtigen Marke von 1.800 USD. Dabei ist der Gegenwind am Goldmarkt aktuell recht stark. Zu einer ausgelassenen Stimmung an den Aktienmärkten, die von einer fortschreitenden Impfung und zurückgehenden Infektionszahlen mit Covid-19 weltweit betrachtet begleitet wird, kommen steigende Renditen als Belastungsfaktor hinzu. So ist die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen mit fast 1,4% p.a. mittlerweile auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen. Gold als zinsloses Instrument leidet meist unter einem Renditeanstieg. Wohl auch deshalb haben am Freitag die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs einen erneuten Abfluss von 5,2 Tonnen verzeichnet. Seit Monatsbeginn sind die Bestände somit um gut 40 Tonnen zurückgegangen, seit November sogar um 165 Tonnen; mit weniger als 3.300 Tonnen liegen sie auf dem niedrigsten Stand seit Juli. Auch haben die eher kurzfristig orientierten Anleger am Gold-Terminmarkt ihre “Wetten” auf fallende Preise auf- und die auf steigende Preise abgebaut. Per Saldo sind deren Netto-Long-Positionen an der Comex in der Woche zum 16. Februar um über 20% auf nur noch rund 68 Tsd. Kontrakte zurückgegangen, den niedrigsten Stand seit Mai 2019. Der Abgabedruck konzentriert sich im Edelmetallsektor aktuell auf Gold, während sich die anderen Edelmetalle an recht stabiler Anlegernachfrage erfreuen. Sie profitieren unseres Erachtens wegen ihres industriellen Charakters vor allem von der Stärke der Industriemetallpreise (siehe Industriemetalltext unten). So sind die spekulativen Netto-Long-Positionen bei Palladium zuletzt wieder leicht gestiegen, wobei auch der Preis erneut an der wichtigen Marke von 2.400 USD je Feinunze kratzt. Die Flucht aus sicheren in etwas volatilere Häfen geht also vorerst weiter.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Preise stürmen weiter nach oben, Kupfer nimmt Allzeithoch ins Visier

Nachdem die meisten Metallpreise schon am Freitag nach oben gesprungen waren, geht die Rally zu Beginn der neuen Woche weiter: Kupfer überspringt scheinbar mühelos die Marke von 9.000 USD je Tonne und handelte zeitweise bei 9.270 USD. Das Allzeithoch vom Februar 2011 bei knapp 10.200 USD ist in Reichweite. Es sieht so aus, als wollten die Markteilnehmer den Preis auf Biegen und Brechen auf ein neues Rekordhoch treiben. Die Jagd wurde in den letzten Wochen von einigen Research-Häusern angefacht, die fünfstellige Preisziele ausgegeben haben. Von seinem Tief im März hat sich Kupfer mittlerweile verdoppelt. Allein seit Monatsbeginn ist der Preis um 18% gestiegen. Die Rally an der LME wird von starkem Kaufinteresse an der SHFE befeuert: Dort hat Kupfer mit +6% den größtmöglichen Tagesgewinn erzielt (limit-up). Aus fundamentaler Sicht stehen Nachfragehoffnungen und Angebotssorgen hinter dem starken Preisanstieg: Einige Marktbeobachter sind der Meinung, dass der globale Kupfermarkt auch dieses Jahr stark unterversorgt ist. Unseres Erachtens wurde und wird der Preis aber auch stark spekulativ getrieben, obwohl dies in den jüngsten Daten der CFTC nicht ersichtlich ist. In der Woche zum 16. Februar blieben die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzanleger nahezu unverändert. Der jüngste starke Anstieg begann aber erst danach und ist noch nicht in diesen Daten enthalten. Motiv hinter der Preisrally ist unseres Erachtens die Liquiditätsflut der Zentralbanken. Betrachtet man Kupfer als Konjunkturbarometer, ist der Preisanstieg ein Zeichen von Wirtschaftserholung. Er deutet aber auch auf Inflation hin. Die anderen Industriemetalle stürmen ebenfalls weiter nach oben: Nickel übertrifft erstmals seit fast sieben Jahren die Marke von 20.000 USD je Tonne, Zink nähert sich wieder der 3.000 USD-Zone. Hoch her geht es daneben am Zinnmarkt: An der SHFE wird der Zinnpreis um +9% (ebenfalls limit-up) auf ein Rekordhoch von umgerechnet gut 30.000 USD je Tonne getrieben, an der LME steigt er auf ein 9½-Jahreshoch von 27.000 USD.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!