Marktüberblick

Marktüberblick: HelloFresh haussiert

Am deutschen Aktienmarkt dominierte zum Wochenschluss bei den Anlegern die Kauflaune. Kurstreibend wirkte die Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und China im Handelskonflikt. Der DAX verbesserte sich um 2,62 Prozent auf 11.206 Punkte. Auf Wochensicht verzeichnete der Leitindex damit ein Plus von 2,92 Prozent. MDAX und TecDAX konnten am Berichtstag um 1,93 respektive 2,49 Prozent zulegen. Die Marktbreite gestaltete sich sehr positiv. In den drei Indizes gab es 98 Gewinner und lediglich vier Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei außergewöhnlichen 99,7 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 122,8 Millionen (Vortag: 81,8) Aktien im Wert von 5,10 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,18). Alle Sektorenindizes konnten zulegen. Die kräftigsten Gewinne sahen Automobile (+3,23%), Banken (+3,09%) und Rohstoffe (+2,44%). Die Wirecard-Aktie belegte ohne Nachrichten mit einem Aufschlag von 4,79 Prozent die DAX-Spitze. Continental und BASF stiegen dahinter um 4,46 und 4,12 Prozent. S&T haussierte im TecDAX dank der Auflegung eines Aktienrückkaufprogramms um 7,49 Prozent. HelloFresh konnte als Spitzenreiter im SDAX nach besser als erwarteten Geschäftszahlen um 21,45 Prozent zulegen.

An der Wall Street rückte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 1,37 Prozent auf 24.706 Punkte vor. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,98 Prozent auf 6.785 Zähler nach oben. 72 Prozent der Werte an der NYSE endeten im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen lag bei 83 Prozent. 31 neuen 52-Wochen-Hochs standen zwölf neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren konnten zulegen. Am deutlichsten Energie und Industrie.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index 0,30 Prozent höher bei 96,01 Punkten. Kursstützend wirkte ein stärker als erwarteter Anstieg der Industrieproduktion in den USA. EUR/USD fiel um 0,23 Prozent auf 1,1363 USD. Auffällige Schwäche zeigte das Pfund Sterling aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Brexit-Problematik.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg um 1,76 Prozent auf 413,20 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 2,48 Prozent auf ein 6-Wochen-Hoch bei 62,70 USD. Baker Hughes berichtete von einem Rückgang der Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA um 21 auf Wochensicht. Dies war das stärkste Minus seit Februar 2016. Der Preis für US-Erdgas legte um 2,05 Prozent auf 3,24 USD zu. Comex-Kupfer notierte 1,46 Prozent fester bei 2,72 USD und markierte damit ein Monatshoch. Die Edelmetallpreise orientierten sich aufgrund der Risk-on-Stimmung südwärts. Gold gab um 0,75 Prozent auf 1.283 USD (1.127 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,88 und 1,26 Prozent.

Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,11 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte höher bei 0,26 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,18 Prozent tiefer bei 164,06 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um vier Basispunkte auf 2,79 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,30 Prozent auf 153,81 Punkte. Überdurchschnittliche Zugewinne sahen die Börsen in China trotz schwacher Konjunkturdaten. Das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft stieg im vierten Quartal um 6,4 Prozent nach 6,5 Prozent im vorausgegangenen Quartal. Dies war die schwächste Wachstumsrate seit 2009. Die Jahresrate von 6,6 Prozent im vergangenen Jahr bedeutete sogar das niedrigste Wachstum seit 28 Jahren. Beide Kennziffern entsprachen der Konsensschätzung der Volkswirte. Die ebenfalls veröffentlichte Industrieproduktion im Dezember konnte jedoch mit einem Plus von 5,7 Prozent die Erwartungen (5,3) übertreffen.

Heute stehen von der Makroseite die deutschen Erzeugerpreise, der Monatsbericht der Bundesbank sowie das Update zum World Economic Outlook des IWF im Fokus. Die britische Premierministerin Theresa May wird einen sogenannten „Plan B“ zur Brexit-Lösung präsentieren. Die Aktien- und Anleihemärkte in den USA bleiben aufgrund eines Feiertags geschlossen.

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