Rohstoffe

Massive Verluste im Edelmetallsektor

Energie: IEA und OPEC revidieren ihre Prognosen kaum

Der Brentölpreis steigt am Morgen auf 109 USD je Barrel. Damit droht zwar noch immer ein Wochenverlust. Die kräftigen Verluste zu Wochenbeginn wurden inzwischen aber größtenteils wieder rückgängig gemacht. Der jüngste Preisanstieg erfolgte, obwohl sich das EU-Ölembargo gegen Russland verzögern könnte, da Ungarn dieses weiterhin blockiert. Die IEA nahm in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht nur leichte Revisionen ihrer Angebots- und Nachfrageprognosen vor. Die Ölnachfrage fiel demnach im ersten Quartal etwas stärker aus. Das Nicht-OPEC-Angebot wurde dagegen niedriger angesetzt. Im zweiten Quartal war es genau anders herum. Der Bedarf an OPEC-Öl liegt daher im ersten Quartal 500 Tsd. Barrel pro Tag über und im zweiten Quartal 400 Tsd. Barrel pro Tag unter der bisherigen Prognose. Der Ölmarkt war daraufhin im ersten Quartal leicht unterversorgt, im zweiten Quartal soll er mehr oder weniger ausgeglichen sein. Für das zweite Halbjahr implizieren die IEA-Zahlen weiterhin einen leicht unterversorgten Markt, wenn die OPEC die Ölproduktion von nun an so stark anhebt wie geplant. Die OPEC-Produktion lag im April 850 Tsd. Barrel pro Tag unter dem vereinbarten Niveau. Die OPEC+ produzierte sogar 2,66 Mio. Barrel pro Tag weniger als vereinbart. Rund die Hälfte der Abweichung war auf Russland zurückzuführen. Zudem war auch die Ölproduktion Kasachstans wegen der vorübergehenden Schließung eines wichtigen Exportterminals rückläufig. Die russische Ölproduktion fiel im April auf 9,1 Mio. Barrel pro Tag. Dass dies nicht stärker auf die Marktbilanz durchschlägt, ist der weniger dynamischen Nachfrageentwicklung und einem steigenden Ölangebot außerhalb Russlands zu verdanken. Die OPEC reduzierte ihre Prognose für die Ölnachfrage und das Nicht-OPEC-Angebot gleichermaßen. Der Bedarf an OPEC-Öl soll daher nahezu unverändert bleiben und im zweiten Halbjahr bei durchschnittlich 29,7 Mio. Barrel pro Tag liegen. Die OPEC-Produktion betrug im April laut OPEC-Monatsbericht 28,7 Mio. Barrel pro Tag. Die OPEC verfügt somit auf Basis dieser Prognosen noch etwas Spielraum, die Produktion auszuweiten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Massive Verluste

Der Goldpreis ist gestern stark unter Druck gekommen und um 1,7% gefallen. Heute Morgen notierte er kurzzeitig unter 1.820 USD je Feinunze auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Wir führen dies in erster Linie auf den festen US-Dollar zurück. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist auf den höchsten Stand seit Ende 2002 gestiegen. Der EUR-USD-Wechselkurs liegt unter 1,04. Dass der US-Dollar der Hauptbelastungsfaktor ist, zeigt sich am Goldpreis in Euro gerechnet: Dieser lag gestern zunächst im Plus, hat letztlich „nur“ 0,4% verloren und notiert bei 1.755 EUR je Feinunze. Gegenwind gab es auch von den ETF-Anlegern, die weiter im großen Stil Anteile verkauft haben. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs mussten in dieser Woche bislang Abflüsse von 27 Tonnen verkraften. Die CFTC-Statistik heute Abend wird wohl zeigen, dass sich auch die spekulativen Finanzinvestoren bei Gold weiter zurückgezogen haben. Die gefallenen Anleiherenditen haben Gold dieses Mal nicht geholfen. Im Fahrwasser von Gold standen auch die anderen Edelmetalle unter Druck. Sie haben alle deutlich stärker verloren als Gold. Dabei ist die Schwäche von Silber auffällig, das seit Mitte April deutlich korrigiert (-20%). Es handelt unter 21 USD je Feinunze auf dem tiefsten Stand seit Sommer 2020. Silber verliert zudem massiv Boden gegenüber Gold, wie man am Gold/Silber-Verhältnis erkennen kann, das gestern auf über 88 gestiegen war. Fundamentaldaten (der physische Silbermarkt dürfte in diesem Jahr erneut nicht ausreichend versorgt sein) spielen derzeit offenbar keine Rolle. Platin und Palladium haben gestern knapp 5% bzw. über 6% verloren. Palladium war zwischenzeitlich sogar 8% im Minus und notierte mit 1.875 USD je Feinunze auf einem 4-Monatstief. Dies dürfte den Nachfragesorgen in Bezug auf China geschuldet sein, wo die Lockdowns die Autoproduktion beeinträchtigen. Die Automobilindustrie steht für rund 85% der gesamten Palladiumnachfrage.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T69LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SD3APKLongSilver FutureFaktor: 7
SD3YJRShortSilver FutureFaktor: -7
SH3N5YLongPlatinum FutureFaktor: 7
SF2RTVShortPlatinum FutureFaktor: -7
SF4YAPLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Kupfer zeitweise unter 9.000 USD, Eisenerz vor großem Wochenverlust

Der Kupferpreis ist gestern erstmals seit letztem Oktober vorübergehend unter die Marke von 9.000 USD je Tonne gefallen. Er steht vor dem sechsten Wochenverlust in Folge. Unter den Marktteilnehmern dominieren weiterhin Nachfragesorgen bzw. Konjunktursorgen allgemein. Unseres Erachtens wird befürchtet, dass die Wirtschaft in eine Rezession rutscht – anders können wir uns die starken Preisrückgänge der letzten Wochen nicht erklären. Daneben hat der sehr feste US-Dollar (siehe Edelmetalle oben) belastet. Die Schwäche hat sich nicht nur auf Kupfer beschränkt, sondern auf den gesamten Industriemetallsektor erstreckt. Zink ist zum Beispiel auf ein 4-Monatstief gefallen, Blei handelte sogar auf dem tiefsten Stand seit Ende September. Zinn war phasenweise zweistellig im Minus, hat bis zum Handelsende aber etwa die Hälfte der Verluste aufgeholt. Auch Eisenerz hat zuletzt massiv verloren: Es steuert auf den größten Wochenverlust seit Mitte Februar zu. Hier wirken sich die Konjunktursorgen und vor allem die Sorgen in Bezug auf China (neben den Lockdowns Zahlungsausfall eines großen Immobilienentwicklers) offenbar noch stärker aus. Denn Eisenerz wird hauptsächlich in der Stahlproduktion verwendet und die Bauindustrie ist ein großer Konsument von Stahl. Nicht nur in China droht die Stahlnachfrage zu sinken, sondern auch in Europa: Der Verband der europäischen Stahlproduzenten, Eurofer, hat letzte Woche seine Prognose für die europäische Stahlnachfrage in diesem Jahr nach unten revidiert. Aus dem vormals erwarteten Anstieg von gut 3% ist ein prognostizierter Rückgang von fast 2% geworden. Eurofer führt dies auf die stark gestiegenen Energiepreise, die andauernden Lieferkettenprobleme und den Ukraine-Krieg zurück. Nächstes Jahr soll sich die Stahlnachfrage um 5% erholen, wobei diese Prognose laut Eurofer mit großer Unsicherheit behaftet ist und stark von der Entwicklung bzw. den Auswirkungen des Ukraine-Krieges abhängt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLong Copper FutureFaktor: 6
SH0ETDShort Copper FutureFaktor: -6
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Gold glänzt als sicherer Hafen und Inflationsschutz

Gold verzeichnete einen ausgesprochen guten Start in das Jahr 2022. Der Preis stieg im ersten Quartal um 6 Prozent, was dem stärksten Zuwachs seit dem zweiten Quartal 2020 und dem besten Jahresauftakt seit fünf Jahren entspricht.

Wie die weiteren Aussichten für das gelbe Edelmetall sind, lesen Sie in der Analyse.