Marktüberblick

Marktüberblick: Wirecard setzt Erholung fort

Am deutschen Aktienmarkt herrschte am Dienstag bei den Anlegern die Kauflaune vor. Der DAX verabschiedete sich trotz schwacher Konjunkturdaten mit einem Aufschlag von 1,71 Prozent auf einem 9-Wochen-Hoch bei 11.368 Punkten aus dem Handel. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 1,30 und 2,12 Prozent. Die Rally war breit angelegt. In den drei genannten Indizes gab es 91 Gewinner und lediglich elf Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 86 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 92,2 Millionen Aktien (Vortag: 76,5) im Wert von 3,92 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,70). Stärkste Sektoren waren Einzelhandel (+2,78%), Software (+2,77%) und Konsum (+2,49%). Einzige Verlierer auf Sektorebene waren Rohstoffe (-2,75%) und Technologie (-0,22%). Die Aktie von Wirecard setzte sich mit einem Kurssprung um 7,29 Prozent mit weitem Abstand an die DAX-Spitze und setzte somit ihre Erholungsrally nach den jüngsten Vorwürfen von Bilanzierungsverstößen fort. Das Unternehmen hat die Vorwürfe nachdrücklich von sich gewiesen. Infineon büßte als Schlusslicht am Indexende 0,64 Prozent ein. Die Aktie litt unter einem vorsichtigen Ausblick nach der Präsentation der Quartalszahlen.

An der Wall Street endete der Dow 0,68 Prozent höher bei 25.412 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,91 Prozent nach oben auf 7.024 Zähler. 61 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. 94 neuen 52-Wochen-Hochs standen lediglich vier neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Finanzen und HealthCare konnten Zugewinne verbuchen. Am stärksten gesucht waren Kommunikationsdienstleister und Hersteller zyklischer Konsumwerte.

Am Devisenmarkt kletterte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels um 0,27 Prozent auf 96,09 Punkte. Der Euro notierte gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen schwächer. EUR/USD gab um 0,29 Prozent auf 1,1402 USD nach. Deutlich unter Druck stand das Pfund Sterling nach enttäuschenden Konjunkturdaten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 0,60 Prozent auf 410,21 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 0,80 Prozent auf 62,01 USD. Der Preis für US-Erdgas legte um 0,94 Prozent auf 2,69 USD zu. Comex-Kupfer stieg um 0,84 Prozent auf 2,82 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.319 USD (1.153 EUR).

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,06 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,17 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,01 Prozent höher bei 165,41 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,71 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei dünnem Handel uneinheitlich. Die Rede des US-Präsidenten Donald Trump zur Rede der Nation lieferte keine Impulse. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,03 Prozent tiefer bei 157,00 Punkten. Die Börsen in China blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie zur US-Handelsbilanz im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Munich Re und Daimler. Bereits gestern nach US-Börsenschluss gab es Quartalszahlen von Walt Disney (nachbörslich: +0,5%) und Snap Inc (+21,9%). Uniper dürfte daneben mit dem gestern Abend gemeldeten Rücktritt des CEO und des CFO im Blick stehen. Ein Zusammenschluss mit Fortum wird nun als wahrscheinlicher angesehen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ233P Long Wirecard Faktor: 3
CJ27F2 Short Wirecard Faktor: -3

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