Marktüberblick

Marktüberblick: Wirecard leidet unter Margenausblick

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag nicht an seinen jüngsten Erholungstrend anknüpfen. Für schlechte Stimmung sorgte die politische Unsicherheit mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China sowie auf die Aussicht auf einen Brexit ohne Abkommen mit der EU. Der DAX verlor 1,05 Prozent auf 11.970 Punkte. MDAX und TecDAX endeten mit noch deutlicheren Abschlägen von 1,71 und 3,20 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 16 Gewinner und 82 Ve...

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag nicht an seinen jüngsten Erholungstrend anknüpfen. Für schlechte Stimmung sorgte die politische Unsicherheit mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China sowie auf die Aussicht auf einen Brexit ohne Abkommen mit der EU. Der DAX verlor 1,05 Prozent auf 11.970 Punkte. MDAX und TecDAX endeten mit noch deutlicheren Abschlägen von 1,71 und 3,20 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 16 Gewinner und 82 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 86 Prozent. Im DAX wechselten 80,9 Millionen Aktien (Vortag: 65,6) im Wert von 3,25 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,15) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten sich lediglich Telekommunikationswerte (+0,01%) gegen den Abwärtstrend stemmen. Am schwächsten tendierten Technologiewerte (-3,24%), Bauwerte (-2,84%) und Banken (-2,05%). An der DAX-Spitze rückte Bayer nachrichtenlos um 0,38 Prozent vor. Volkswagen und Beiersdorf gewannen dahinter 0,37 und 0,23 Prozent hinzu. Wirecard hielt mit einem Minus von 4,63 Prozent die rote Laterne im Leitindex. Der Zahlungsabwickler hatte zwar seine Mittelfristziele bei Umsatz und Gewinn nach oben geschraubt, geht nun allerdings von einer niedrigeren operativen Marge aus. Die Aktie von Qiagen stürzte im TecDAX nach der Senkung der Umsatzprognose um rund 21 Prozent ab.

An der Wall Street verlor der Dow Jones Industrial mit der steigenden Skepsis über ein Zustandekommen eines Handelsabkommens zwischen den USA und China 1,18 Prozent auf 26.164 Punkte. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 1,56 Prozent abwärts auf 7.604 Zähler. 73 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. Es gab 67 neue 52-Wochen-Hochs und 94 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes schlossen deutlich im Minus. Am stärksten abwärts ging es mit Finanztiteln und Technologiewerten.

Am Devisenmarkt kletterte der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,15 Prozent auf 99,13 Punkte. EUR/USD notierte 0,14 Prozent tiefer bei 1,0955 USD. Stark gesucht waren der Franken sowie der Yen als klassische sichere Häfen. Am schwächsten unter den Hauptwährungen präsentierte sich das Pfund Sterling. Die Inselwährung litt unter der Spekulation auf einen harten Brexit.

Der S&P GSCI Rohstoffindex handelte kaum verändert bei 399,49 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,38 Prozent auf 58,13 USD. Comex-Kupfer fiel um 0,41 Prozent auf 2,57 USD. Gold profitierte als sicherer Hafen und legte um 0,46 Prozent auf 1.511 USD (1.374 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium notierten mit Aufschlägen zwischen 0,15 und 1,37 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,57 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf minus 0,59 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,16 Prozent höher bei 174,56 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sank um zwei Basispunkte auf 1,54 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh auf breiter Front abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,60 Prozent auf 155,21 Punkte. Die Börsen in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute richtet sich das Augenmerk der Anleger vor allem auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung. Unternehmensseitig steht Cropenergies mit dem ausführlichen Ergebnis für das zweite Quartal im Blick.

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